Zukunftspanel Mittelstand: Elektromobilität in der Verkehrs- und Logistikbranche bereits als Handlungsfeld erkannt

10.08.2017

Die mittelständische Wirtschaft sieht in der Digitalisierung deutlich seltener eine vorrangige Herausforderung als es die Mittelstandsexperten aus Wissenschaft, Verbänden und Politik für den Mittelstand erwarten: Gegenwärtig stellt dieses Thema vor allem für die Unternehmen in den Informations- und Kommunikationstechnologien sowie im Bereich der Finanzdienstleistungen eine zentrale Herausforderung dar. Das Baugewerbe sieht sich hingegen primär mit der Aufgabe konfrontiert, Fachkräfte zu gewinnen. Für Unternehmen im Bereich Erziehung, Gesundheit und personenbezogene Dienstleistungen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen die wesentliche Herausforderung. Im Wirtschaftszweig Verkehr und Logistik sind sich die Unternehmen durchaus bereits bewusst, dass sie sich mit den weitreichenden Entwicklungen im Zuge des Klimawandels (wie z. B. Elektromobilität) auseinandersetzen müssen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn von rund 860 Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branchen. Einig sind sich die mittelständischen Unternehmen darin, ihre Wettbewerbsfähigkeit mit Hilfe von Innovation und Wachstum sichern zu müssen. Dies gelingt ihnen zum Teil besser als nichtmittelständischen Unternehmen, die sich im Vergleich sogar häufiger einem erhöhtem Wettbewerbsdruck ausgesetzt fühlen.

"Die jetzige Befragung zeigt, dass sich die mittelständischen Unternehmen abhängig von ihrem Alter vor unterschiedliche Herausforderung gestellt sehen: Innovationen, Unternehmenswachstum und Fachkräftegewinnung in der Gründungsphase, Anpassung an erhöhten Wettbewerbsdruck und neuartige Rahmenbedingungen im mittleren Alter und schließlich Klärung der Nachfolgefrage im höheren Alter" berichtet Prof. Dr. Friederike Welter, Präsidentin des IfM Bonn und Lehrstuhlinhaberin an der Universität Siegen.

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