Gründungen und Unternehmensschließungen

Das IfM Bonn erstellt u. a. basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamtes regelmäßig eine Statistik zu den gewerbeanzeigepflichtigen Gründungen, den gewerbeanzeigepflichtigen Unternehmensaufgaben (Liquidationen) sowie zu den Insolvenzen. Dabei werden die Begriffe "Start-up" und "Neugründung" gleichbedeutend verwandt, da eine Differenzierung nur dann zielführend ist, wenn ein Start-up als eine innovative und schnell wachsende Neugründung – ohne Einschränkung auf einen Sektor – verstanden wird.

Seit 2011 ermittelt das IfM Bonn auch die Gründungszahl in den Freien Berufen. Diese Statistik beruht auf den steuerlichen Anmeldungen der Gründerinnen und Gründer bei den Finanzämtern.

Außerdem finden Sie eine Darstellung der Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, die von der Bundesagentur für Arbeit gefördert wurden, sowie das NUI-Regionenranking: Jeweils im Herbst veröffentlicht das IfM Bonn, wie viele Gewerbe im entsprechenden Jahr regional pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter angemeldet wurden (Neue Unternehmerische Initiative- NUI).

Akkordeon

  • Gründungen und Liquidationen im gewerblichen Bereich

    Gründungen und Liquidationen im gewerblichen Bereich

    Ergebnisse für das Jahr 2015  

    Gewerbliche Existenzgründungen, Liquidationen und deren Saldo 2011 bis 2015 in DeutschlandDie Zahl der gewerblichen Existenzgründungen betrug im Jahr 2015 rund 298.500. Sie liegt damit um rund 11.300 bzw. 3,7% niedriger als imVorjahr. Dies stellt den fünften Rückgang seit 2011 dar.

    Die Zahl der mit dem Gründungszuschuss geförderten Gründungen ist im Jahr 2015 um rund 1.100 oder 3,5% gegenüber 2014 zurückgegangen.

    Bei den gewerblichen Liquidationen ist  im Jahr 2015 ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr auf rund 328.000 zu verzeichnen. Trotz dieser positiven Entwicklung lag der gewerbliche Existenzgründungssaldo (Differenz aus Existenzgründungen und Liquidationen) 2015 bei rund -29.400 ( 2014: -38.200). Damit hat sich der Wert gegenüber dem Vorjahr verbessert.

    Gewerbliche Nebenerwerbsgründungen, -aufgaben und deren Saldo 2011 bis 2015 in DeutschlandMit rund 86.400 Anmeldungen haben Betriebsgründungen mit einer größeren wirtschaftlichen Bedeutung (Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen) im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr geringfügig zugenommen (0,1%).

    "Echte" Kleinbetriebsgründungen (178.600) waren dagegen im Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2014 rückläufig (-5,8%).

    Die Zahl der Nebenerwerbsgründungen lag im Jahr 2015 mit rund 248.700 um 1,0% unter der des Jahres 2014. Zugleich ist die Zahl der Nebenerwerbsaufgaben mit rund 179.500 um 3,6% gestiegen, sodass der Saldo aus Nebenerwerbsgründungen und Nebenerwerbsaufgaben 2015 mit rund 69.200 um rund 8.600 niedriger lag als 2014.

    Weitere Ergebnisse

    • Weniger als die Hälfte (42,2%) der rund 706.900 Gewerbeanmeldungen im Jahr 2015 gilt als Existenzgründung.
    • Mehr als jede vierte gewerbliche Existenzgründung (28,9%) stellte 2015 eine Betriebsgründung einer Hauptniederlassung dar. Im Jahr 2013 lag deren Anteil bei 26,1% und zeigt seitdem steigende Tendenz.
    • Der Anteil der Kleingewerbegründungen an den gewerblichen Existenzgründungen lag 2015 bei 59,8%.
    • 76,1% der gewerblichen Existenzgründungen des Jahres 2015 erfolgten in Form eines Einzelunternehmens.
    • Der Anteil der Frauen unter den Existenzgründungen von gewerblichen Einzelunternehmen lag im Jahr 2015 bei 28,7% und hat sich gegenüber dem Jahr 2014 geringfügig um 0,2 Prozentpunkte erhöht. Bei den Nebenerwerbsgründungen von gewerblichen Einzelunternehmen ist der Frauenanteil mit 42,7% leicht um 0,3 Prozentpunkte gesunken.
    • 44,0% der Existenzgründungen von gewerblichen Einzelunternehmen wurden im Jahr 2015 von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit angemeldet (2014: 43,9%), bei den Nebenerwerbsgründungen von gewerblichen Einzelunternehmen lag der Ausländeranteil bei 11,7% (2014: 11,2%). . Die Zahl der Liquidationen insgesamt sank im Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2014 insgesamt um 5,8%. Die Zahl der Betriebsaufgaben von Hauptniederlassungen ging in diesem Zeitraum lediglich geringfügig um 1,6% auf rund 75.100 zurück, die Zahl der Betriebsaufgaben von Kleinbetrieben (rund 226.600) jedoch deutlich um 7,5%. Bei den Unternehmensaufgaben hatte das Abmeldeverhalten der Bulgaren und Rumänen einen großen Einfluss: die Zahl ihrer Liquidationen ging um 42,3% bzw. 24,1% zurück.

    Schätzung für das Jahr 2016

    Für das Jahr 2016 erwartet das IfM Bonn eine Fortsetzung der rückläufigen Tendenz, möglicherweise in verlangsamter Form.

    Gründungen und Liquidationen - Kontext

    Gründungen und Liquidationen - weitere Informationen

    Tabellen zu Gründungen und Liquidationen

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    Merkmal Differenzierung
    Kennzahlen Gründungen,
    Liquidationen und
    Insolvenzen
    D NRW
    Zeitreihen
    Gewerbeanmeldungen,
    Gewerbeabmeldungen
    D BL WZ RF STR M/F
    Unternehmensgründungen, Unternehmensliquidationen D BL WZ RF STR M/F NAT BES-GRKL
    Existenzgründungen, Liquidationen
    (Aufgaben)
    D BL WZ RF STR BL-STR M/F NAT BES-GRKL
    Nebenerwerbsgründungen und Nebenerwerbsaufgaben D BL WZ M/F
    Gründungsintensität D BL
    Liquidationsquote D BL


    D = Deutschland; NRW = Nordrhein-Westfalen; BL = Bundesländer; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; STR = Struktur; BL-STR = Bundesländer Struktur M/F = Geschlecht ; NAT = Staatsangehörigkeit; BES-GRKL = Beschäftigtengrößenklassen; LR = Lange Zeitreihe

    Aktualisierung

    Endgültige Daten für das Jahr 2015 voraussichtlich im April 2016.

    Weitere Informationen

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    Vergleich verschiedener Gründungsstatistiken

    Gründungen und Liquidationen - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    Gründungen, Liquidationen, Insolvenzen 2010 in Deutschland

    Günterberg, B. (2011): Gründungen, Liquidationen, Insolvenzen 2010 in Deutschland, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 1, Bonn.

    Gründungen und Liquidationen - Ansprechpartner

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  • Gründungen in Freien Berufen

    Gründungen in Freien Berufen

    Existenzgründungen in den Freien Berufen 2012 bis 2015 in DeutschlandDas Gründungsgeschehen entwickelt sich im Bereich der Freien Berufe positiv. Die Gesamtzahl der freiberuflichen Existenzgründungen in Deutschland ist vierten Jahr angestiegen (+ 2,7 % gg. 2014).

    Existenzgründungen in Freien Berufen 2015 nach BundesländernIm Jahr 2015 haben insgesamt rund 83.300 Personen in Deutschland eine selbstständige freiberufliche Tätigkeit aufgenommen. Die höchste Anzahl wies dabei das Bundesland Nordrhein-Westfalen auf – gefolgt von Bayern, Berlin und Baden-Württemberg. In den übrigen Bundesländern war die Anzahl freiberuflicher Existenzgründungen deutlich geringer.

    Gründungsintensität Freie Berufe 2015 nach Bundesländern Eine Ausweitung des freiberuflichen Gründungsgeschehens lässt sich auch an der Gründungsintensität. Bezogen auf die Personen im erwerbsfähigen Alter (18 bis unter 65 Jahre), erfolgten im Jahr 2015 je 10.000 Erwerbspersonen rund 16 Existenzgründungen. Das ist ein höherer Wert als im Vorjahr.

     

    Weitere Ergebnisse

    Freiberufliche Existenzgründungsintensitäten im Jahr 2014 nach RaumordnungsregionenFür das Jahr 2014 wurden erstmals Angaben zu Existenzgründungen für die 20 größten Städte Deutschlands und die 96 Raumordnungsregionen, die Wirtschaftsräume abgrenzen, berechnet. Die höchste Gründungsintensität ist in Berlin zu finden gefolgt von Hamburg, Bonn, Köln, München, Düsseldorf, Leipzig, Dresden und Frankfurt a.M.

    Gründungen in Freien Berufen - Kontext

    Gründungen in Freien Berufen - weitere Informationen

    Tabelle zu Gründungen in Freien Berufen

    Existenzgründungen in Freien Berufen 2012 bis 2015 nach Bundesländern

    Existenzgründungsintensitäten für Freie Berufe 2012 bis 2015 nach Bundesländern

    Existenzgründungen in Freien Berufen und Gründungsintensitäten 2014 nach Raumordnungsregionen, geordnet nach Bundesländerländern

    Aktualisierung

    Voraussichtlich im Mai 2016

    Weitere Informationen

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    Gründungen in Freien Berufen - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland und seinen Regionen im Jahr 2014

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2015): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland und seinen Regionen im Jahr 2014, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 14, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2013): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland im Jahr 2012, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 10, Bonn.

    Kranzusch, P. (2012): Freiberufliche Gründungen in Deutschland - Auswertung von Daten der Finanzverwaltung für die Jahre 2008 bis 2011, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 3, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O.; Haunschild, L. (2012): Freiberufliche Gründungen in Deutschland - Ergebnisse einer erstmaligen Auswertung von Daten der Finanzverwaltung, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 213, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2012): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland, in: PKM-Journal der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heft 2, S. 22-23.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2011): Die Ergänzung der Gründungsstatistik des IfM Bonn durch freiberufliche Gründungen - Ergebnisse einer Pilotstudie am Beispiel Nordrhein-Westfalen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 211, Bonn.

    Suprinovič, O.; Kranzusch, P.; Haunschild, L. (2011): Einbeziehung freiberuflicher Gründungen in die Gründungsstatistik des IfM Bonn - Analyse möglicher Datenquellen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 210, Bonn.

    Gründungen in Freien Berufen - Ansprechpartner

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  • Insolvenzen

    Insolvenzen

    Insolvenzen und Insolvenzquote 2004 bis 2014 in DeutschlandLaut Insolvenzstatistik des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2014 in Deutschland 24.085 Unternehmen Insolvenz angemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Insolvenzen um 1.910 gesunken (-7,3%). Wird die Zahl der Insolvenzen ins Verhältnis zum für das Jahr 2014 geschätzten Unternehmensbestand gesetzt, ergibt sich eine Insolvenzquote von 7,4 je 1.000 Unternehmen.

     

    Insolvenzen von Unternehmen 2014 in Deutschland nach BeschäftigtengrößenklassenAussagen über den Anteil der Unternehmensinsolvenzen im Mittelstand sind nicht möglich. Die amtliche Statistik weist zwar Unternehmensinsolvenzen nach Beschäftigtengrößenklassen aus, allerdings entsprechen die gewählten Größenklassen nicht den Schwellenwerten der KMU-Definitionen. Gleichwohl zeigt die Insolvenzstatistik, dass im Jahr 2014 lediglich 0,7% aller Insolvenzanträge von Unternehmen mit über 100 Beschäftigten gestellt wurden. Folglich entfällt das Gros der Unternehmensinsolvenzen auf kleine und mittlere Unternehmen. Nach Angaben vom Verband der Vereine Creditreform e.V. stammen 99,6% der Insolvenzanmeldungen von Unternehmen mit bis zu 50 Mio. € Jahresumsatz.

    Sanierungen: Insolvenzplan und Eigenverwaltung

    Unternehmen mit eröffnetem Insolvenzverfahren können seit 1999 zur Sanierung ihrer Unternehmen die beiden Fortführungsinstrumente "Insolvenzplan" oder "Eigenverwaltung" nutzen. Die Inanspruchnahme dieser Instrumente war bis dato sehr gering: Insolvenzplan- bzw. Eigenverwaltungsverfahren fanden im Zeitraum 1999 bis 2011 lediglich in 1 bis 2 % aller Insolvenzverfahren Anwendung. Seit der Insolvenzrechtsreform von 2012 ist die Zahl der Eigenverwaltungen, die auch in Ergänzung zum sog. Schutzschirmverfahren beantragt werden können, deutlich gestiegen.

    Insolvenzen - Kontext

    Insolvenzen - Weitere Informationen

    Tabellen zu Unternehmensinsolvenzen

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    Merkmal Differenzierung
    Insolvenzen D BL WZ RF ALT GrKl WZ/GrKl WZ/Besch
    Insolvenzquote D BL WZ
    Insolvenzplan D BL
    Eigenverwaltung D RF

    D = Deutschland; BL = Bundesländer; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; ALT = Alter der Unternehmen; GrKl = Größenklasse; Besch = Beschäftigte

    Aktualisierung

    Daten zum Insolvenzgeschehen (darunter Eigenverwaltungen) für 2015 voraussichtlich im April 2016; Daten zu Insolvenzplanverfahren beruhen auf nichtamtlichen Quellen und erscheinen nur unregelmäßig.

    Weitere Informationen

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    Insolvenzen - Anprechpartner

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  • Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

    Zugänge in die Förderung der Selbstständigkeit durch die Bundesanstalt für ArbeitIn den Jahren 2003 bis 2011 war das Gründungsgeschehen in Deutschland stark durch Gründungen aus der Arbeitslosigkeit geprägt, die i.d.R. in Form einer "kleinen Selbstständigkeit" ohne Beschäftigte umgesetzt wurden. Einen besonders hohen Zuwachs haben Gründungen aus der Arbeitslosigkeit mit der Einführung des sog. Existenzgründungszuschusses (Ich-AG) – in Ergänzung zu dem bereits seit 1986 existierenden Überbrückungsgeld – im Jahr 2003 verzeichnet.

    Die Hoch-Zeiten dieses Gründungstyps sind allerdings schon länger vorbei. Die strengere Ausgestaltung der Regelungen der Förderungsvergabe (siehe weitere Informationen zur Datenquelle) führte zu einer Verringerung der Zahl der Begünstigten. Zu erwähnen sind insbesondere der Ausschluss der Bezieher von Arbeitslosengeld (ALG) II aus dem Kreis der Förderungsberechtigten ab 2005 – für die ersatzweise eine Existenzgründungshilfe in Form des sog. Einstiegsgeldes eingeführt wurde – sowie die Zusammenlegung des Existenzgründungszuschusses und des Überbrückungsgeldes zum Gründungszuschuss ab August 2006. Zum 28.12.2011 erfolgte die Umstellung beim Gründungszuschuss von einem Rechtsanspruch auf eine sogenannte Ermessensleistung mit modifizierten Förderbedingungen, was im Jahr 2012 starke Auswirkungen auf die Zugangszahlen von der Arbeitslosigkeit in die geförderte Selbstständigkeit hatte. . Im Jahr 2013 hat die im zweiten Halbjahr 2013 wieder vermehrte Förderung von Gründungswilligen durch die Bundesagentur für Arbeit Wirkung gezeigt. Nachdem im Jahr 2012 die Zugangszahlen um 84,8% gegenüber dem Jahr 2011 zurückgegangen waren, stiegen sie im Jahr 2013 wieder an.

    Ergebnisse für das Jahr 2014

    Im Jahr 2014 setzte sich der Anstieg beim Gründungszuschuss fort. Die Zugangszahlen stiegen um 15,8% gegenüber dem Jahr 2013. Beim Einstiegsgeld gingen die Zugangszahlen jedoch weiter um rund 1.200 bzw. 19,7% zurück. Insgesamt wurde im Jahr 2014 mit den beiden Förderprogrammen bei rund 35.600 Personen der Schritt in die Selbstständigkeit gefördert (+ 9,4% gegenüber 2013).

    Zugänge in die Förderung mit Einstiegsgeld und Gründungszuschuss 2010 bis 2014 in Deutschland, kumulierte Monatswerte1

    Zeitraum  Einstiegsgeld   Gründungszuschuss   Insgesamt
     Zugänge Veränderung zum Vorjahr in % Zugänge Veränderung zum Vorjahr in %  Zugänge Veränderung zum
    Vorjahr in %
    2010 16.740 -15,7 146.512 6,9 163.252 4,0
    2011 11.238 -32,9 133.819 -8,7 145.057 -11,1
    2012 7.860 -30,1 20.321 -84,8 28.181 -80,6
    2013 5.872 -25,3 26.659 +31,2 32.531+15,4
    2014 4.717 -19,7 30.871 +15,8 35.588+9,4
    © IfM Bonn

    Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt in Zahlen, Förderstatistik, Stand März 2015; Berechnungen des IfM Bonn.

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Kontext

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - weitere Informationen

    Aktualisierung

    Daten für das 1. Halbjahr 2015 voraussichtlich im Oktober 2015

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Publikationen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Nachhaltigkeit und Erfolg von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ergebnisse einer Nachbefragung bei aus den Gründungs- und Begleitzirkeln der G.I.B. hervorgegangenen Gründungen

    May-Strobl, E. (2010): Nachhaltigkeit und Erfolg von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ergebnisse einer Nachbefragung bei aus den Gründungs- und Begleitzirkeln der G.I.B. hervorgegangenen Gründungen, Untersuchung im Auftrag der G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH Bottrop, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 196, Bonn.

    Bölke, G.; Kleinen, H.; May-Strobl, E. (2008): Evaluation der Gründungs- und Begleitzirkel, Kurzbericht, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 20, Materialien zur Gründung aus der Arbeitslosigkeit, Bottrop.

    May-Strobl, E. unter Mitarbeit von  Werner, A. (2008): Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Evaluation der Gründungs- und Begleitzirkel, Untersuchung im Auftrag der G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH Bottrop, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 179, Bonn.

    Suprinovič, O. (2005): Existenzgründungszuschuss und Überbrückungsgeld - Mobilisiert die Ich-AG-Förderung zusätzliche Gründungen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2004, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 107 NF, Wiesbaden, S. 31-59.

    May-Strobl, E.; Suprinovič, O.; Wolter, H.-J. unter Mitarbeit von Kleinen, H. (2005): Die Ich-AG als neue Form der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit - Eine empirische Analyse des Gründungserfolgs bei Inanspruchnahme des Existenzgründungszuschusses, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 13, Bottrop.

    Kleinen, H.; May-Strobl, E.; Suprinovič, O.; Wolter, H.-J. (2004): Ich-AG und Überbrückungsgeld - Eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 12, Bottrop.

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  • NUI-Indikator

    NUI - Tab-Modul

    • Regionenranking
    • Bundesländer und Nordrhein-Westfalen

    NUI-Indikator

    NUI-Regionenranking des IfM Bonn

    Gründungen und Neuansiedlungen verändern die Unternehmenslandschaft in einer Region und sind Ausdruck eines attraktiven Wirtschaftsumfelds, das Unternehmertum und Selbstständigkeit begünstigt. Zur Bestimmung der regionalen Gründungsneigung berechnet das IfM Bonn seit 1998 jährlich das so genannte NUI (Neue Unternehmerische Initiative) Regionenranking. Als neue unternehmerische Initiative in einer Region werden nicht nur Existenzgründungen, sondern auch Betriebsgründungen, Übernahmen und Zuzüge von Gewerbebetrieben sowie Aufnahmen einer gewerblichen Nebenerwerbstätigkeit herangezogen. Der NUI-Indikator gibt an, wie viele Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region im entsprechenden Jahr neu angemeldet wurden. Durch die Bildung einer Rangordnung vom höchsten NUI-Indikatorwert  zum niedrigsten ergibt sich das NUI-Regionenranking.

    Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2014

    Die Gründungsneigung in Deutschland hat sich im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr verringert. Der NUI-Indikator 2014 lag im Durchschnitt der 402 Landkreise, Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands um 5,6 Punkte niedriger als 2013, und zwar bei 133,4. Ähnlich niedrige NUI-Werte waren seit dem Jahr 2003 nicht mehr beobachtet worden.

    Der NUI-Indikator ist in den meisten Regionen Deutschlands zurückgegangen: In 282 Kreisen sind die Werte gesunken, womit i. d. R. auch eine Verschlechterung im Regionenranking verbunden war. Zumeist (278 Kreise) verminderte sich der NUI in Folge eines Rückgangs der Gewerbeanmeldungen. Allerdings kann sich der Indikatorwert auch durch die Entwicklung bei der Erwerbsbevölkerung verändern. In knapp der Hälfte der Kreise ist eine zum Gewerbemeldegeschehen gegenläufige, positive Entwicklung bei der erwerbsfähigen Bevölkerung zu beobachten. Hierdurch wird der Abschwächungseffekt noch verstärkt. Nur in knapp einem Drittel aller Kreise konnte noch ein Anstieg des  NUI -Indikators festgestellt werden.

    Die Spitzengruppe 2014

    2014 ist der höchste NUI-Wert (302,9) im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen, und zwar um 210,6 Punkte. Hingegen haben sich im unteren Wertebereich keine Änderungen ergeben: der niedrigste Wert (69,9) blieb nahezu unverändert. Die kreisfreie Stadt Offenbach a. M. behauptet weiterhin   zum 9. Mal in Folge   ihren Spitzenplatz im NUI-Regionenranking. Allerdings hat die Neigung, in der Stadt Offenbach ein Gewerbe zu gründen, im Vergleich zu den Vorjahren deutlich nachgelassen. Damit rücken die Spitzenplätze wieder näher aneinander. Auch beim Zweitplatzierten, dem Landkreis München (250,2), hat sich keine Änderung ergeben. Unter den Top-Platzierten haben die Landkreise Miesbach (240,9) und Starnberg (240,5) Rangplätze gutgemacht. In beiden Regionen ist die Gründungsneigung gegen den Trend nicht zurückgegangen, ebenso wie in der Stadt Baden-Baden (219,7), die von Rang 12 auf Rang 6 aufgerückt ist. Auf Rang 5 ist der Landkreis Offenbach (220,5) zu finden. Unter den Top-Platzierten gab es weiterhin wenig Veränderung: 17 Kreise und kreisfreie Städte hielten ihre vorjährigen Spitzenplätze. In die Spitzengruppe aufgerückt sind der Landkreis Landsberg am Lech (207,6) sowie die Städte Passau (195,3) und Aschaffenburg (195,0), letztere mit einem Sprung von Rang 52 auf Rang 19. Verloren hat insbesondere die Stadt Frankfurt a. M. (177,3), die von Rang 10 auf Rang 37 abgerutscht ist. Ebenso sind 2014 die bayrische Landeshauptstadt München (190,7) und die Stadt Fürth (189,8) nicht mehr in der Spitzengruppe vertreten.

    In 2014 zählen zu den Top 20 im NUI-Regionenranking 11 Kreise und kreisfreie Städte aus Bayern (neben dem Großraum um die Landeshauptstadt München die Städte Passau und Aschaffenburg), 5 aus Hessen (Großraum um die Stadt Frankfurt a. M. und die Landeshauptstadt Wiesbaden), die Bundeshauptstadt Berlin, je 1 Stadt aus Baden-Württemberg (Baden-Baden) und Nordrhein-Westfalen (Landeshauptstadt Düsseldorf) sowie aus Schleswig-Holstein der Landkreis Pinneberg.

     

     

    NUI - Nordrhein-Westfalen

    Entwicklung der Gründungsneigung in den Bundesländern

    Der NUI-Indikator nach Bundesländern 20142014 sind die regionalen Gründungsdisparitäten in den meisten Bundesländern wie auch im gesamten Bundesgebiet zurückgegangen. Die Regionen, die im Mittelfeld platziert sind, unterscheiden sich nicht stark: Die NUI-Werte zwischen Rang 101 und Rang 302 (Plätze im oberen und unteren Mittelfeld) liegen nur um 41,5 Punkte auseinander. Ebenso haben sich die in der Vergangenheit erheblichen Unterschiede in der Spitzengruppe   den 20 Regionen mit der höchsten Gründungsneigung (oberhalb des 95. Perzentils)   einander angeglichen. Hier liegen die Indikatorwerte des Erstplatzierten und des Zweitplatzierten um 52,7 Punkte auseinander. Die Spannweite der NUI-Werte in der gesamten Spitzengruppe beträgt 109,7 Punkte. Hingegen unterscheiden sich die 20 Letztplatzierten um nicht einmal 17 Punkte.

    Mit Ausnahme des Bundeslandes Brandenburg haben sich die regionalen Unterschiede beim Gründungsgeschehen verringert. Nach wie vor sind die Gründungsdisparitäten in den Bundesländern Hessen und Bayern am deutlichsten. Vor allem in Bayern   weniger ausgeprägt in Hessen   finden sich überdurchschnittlich viele Regionen mit hohem NUI-Indikator in der Spitzengruppe, aber es gibt auch relativ viele Regionen mit unteren Rangplätzen. Der große Unterschied zwischen den bayrischen Regionen führt dazu, dass Bayern trotz seiner zahlreichen Spitzenplätze lediglich Rang 6 im Bundesländerranking einnimmt.

    Dem abwärts gerichteten Bundestrend konnte sich kein einziges Bundesland entziehen. Lediglich in Sachsen-Anhalt ist die traditionell schwache Gründungsneigung nicht weiter abgesunken. Vergleichsweise weniger stark nachgegeben haben die Bundesländer Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Saarland, die sich infolgedessen jeweils um einen Platz verbessert haben. Die höchsten NUI-Werte weisen wie in den Vorjahren die Stadtstaaten Berlin und Hamburg, gefolgt von Hessen auf. Rang 4 nimmt 2014 Schleswig-Holstein ein. Baden-Württemberg hat zwei Rangplätze verloren, während Rheinland-Pfalz (Rang 7) und Nordrhein-Westfalen  (Rang 8) vorgerückt sind. Unterhalb des Bundesdurchschnitts finden sich Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

    Die Schlusslichter im NUI-Regionenranking (5 % der Kreise und kreisfreien Städte mit den niedrigsten NUI-Werten) konzentrieren sich in den Bundesländern Sachsen-Anhalt (9 Kreise), Thüringen (7) und Brandenburg (3). Aus Niedersachsen ist eine Region in der Schlussgruppe mit den niedrigsten NUI-Indikatorwerten vertreten. Auch in der Schlussgruppe bestehen große Beharrungstendenzen: 17 Kreise und kreisfreie Städte mit schlechtesten Rangplätzen im Jahr 2014 befanden sich bereits im Vorjahr unter den Letztplatzierten.

    Entwicklung der Gründungsneigung in Nordrhein-Westfalen

    In Nordrhein-Westfalen liegt der NUI-Indikator mit einem Landesdurchschnitt von 135,7 knapp über dem Bundesdurchschnitt. Von den 53 nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten haben 15 einen höheren NUI-Wert als im Vorjahr. Dieser Anstieg ist stets mit einem Anstieg der Gewerbeanmeldung einhergegangen. 5 dieser 15 Kreise verzeichnen zugleich einen Anstieg ihrer erwerbsfähigen Bevölkerung. Insgesamt 34 Kreise sind im Rang aufgestiegen.

    Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist auch 2014 gründungsstärkste Stadt in Nordrhein-Westfalen. Sie nimmt mit einem NUI-Indikatorwert von 200,2 Platz 15 unter den Top 20 Deutschlands ein. Zweitplatziert in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin die Stadt Wuppertal (176,1), gefolgt von Mönchengladbach (176,1) und dem Kreis Viersen (170,0). Köln folgt mit einem NUI-Wert von 168,7 erst an 5. Stelle. Im bundesweiten Regionenranking haben Düsseldorf, Mönchengladbach und der Kreis Viersen Rangplätze gutgemacht, Köln hingegen ist auf Rang 49 abgerutscht.

    Die Entwicklung im Ruhrgebiet verlief 2014 im Vergleich zu den übrigen Landesteilen verhaltener: nur 7 der 13 zum Ruhrgebiet zählenden Kreise haben im Regionenranking höhere Ränge erreicht als im Vorjahr. Im Durchschnitt kommen die Ruhrgebietskreise auf einen NUI-Indikatorwert von 129,4. Über dem Landesdurchschnitt liegt die Gründungsneigung in den Ruhrgebietsstädten Essen (157,4 nach 160,7), Duisburg (155,7 nach 171,1) und Gelsenkirchen (140,1 nach 158,4). In den übrigen 40 nordrhein-westfälischen Kreisen waren die Gründungsaktivitäten mit einem NUI-Indikatorwert von 137,8 höher als im Ruhrgebiet. 27 Kreise haben im Regionenranking Boden gutgemacht.

    NUI-Indikator - Kontext

    NUI-Indikator - weitere Informationen

    Tabellen zum NUI-Regionenranking

    Das NUI-Regionenranking 2014

    Das NUI-Regionenranking 2014 nach amtlichem Gemeindeschlüssel

    Das NUI-Regionenranking 2014 nach Bundesländern

    Das NUI-Regionenranking 2006 bis 2011 nach amtlichem Gemeindeschlüssel

    Das NUI-Regionenranking 1998 bis 2006 nach amtlichem Gemeindeschlüssel

     

    Aktualisierung

    Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2015 voraussichtlich im Herbst 2016

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    NUI - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    NUI Regionenranking 2009  - Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands

    May-Strobl, E. (2011): NUI Regionenranking 2009 - Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 204, Bonn.

    May-Strobl, E. (2009): Regionales Gründungsgeschehen - das Regionenranking auf Basis des NUI-Indikators, in: George, W.; Bonow, M. (Hrsg.): Regionales Zukunftsmanagement Band 3: Regionales Bildungs- und Wissensmanagement, Lengerich, S. 124-136

    May-Strobl, E. (2005): Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands - Positionsbestimmung und Ursachenanalyse auf Basis des regionalstatistischen Datenkatalogs, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2004, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 107 NF, Wiesbaden, S. 61-105.

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