Gründungen und Unternehmensschließungen

Das IfM Bonn erstellt basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamtes regelmäßig Statistiken zu den gewerbeanzeigepflichtigen Gründungen und Liquidationen (Aufgaben) sowie zu den Insolvenzen. Daneben ermittelt das IfM Bonn auf der Basis der Steueranmeldungen der Gründer und Gründerinnen bei den Finanzämtern die Anzahl der Gründungen in den Freien Berufen sowie unter Land- und Forstwirten.

Beginnend mit Berichtsjahr 2012 wurden die einzelnen Gründungsstatistiken (Gewerbe, Freie Berufe, Land- und Forstwirtschaft) zu einer übergreifenden Gesamtstatistik Existenzgründungen insgesamt zusammengeführt. Damit wird die Anzahl aller Gründungen in Deutschland im Vollerwerb näherungsweise ausgewiesen.

Einen weiteren Teilbereich des Gesamtgründungsgeschehens stellen die Gründungen aus der Arbeitslosigkeit dar, die von der Bundesagentur für Arbeit gefördert wurden. Außerdem veröffentlicht das IfM Bonn jeweils im Herbst das NUI-Regionenranking. Dieses zeigt auf, wie viele Gewerbe im vorigen Jahr regional pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter angemeldet wurden (Neue Unternehmerische Initiative - NUI).

Eine Differenzierung zwischen einem Start-up und einer Gründung ist nach Ansicht des IfM Bonn nur zielführend, wenn ein Start-up als innovative und schnell wachsende Neugründung - und zwar ohne Einschränkung auf einen Sektor - verstanden wird.

Akkordeon

  • Existenzgründungen insgesamt

    Existenzgründungen insgesamt

    Die Gesamtstatistik des IfM Bonn zu den Existenzgründungen umfasst alle steuerrechtlich getrennt behandelten selbstständigen Tätigkeiten von Personen. Neben gewerblichen Tätigkeiten gehören dazu die nichtgewerblichen Bereiche Freie Berufe, Land-/Forstwirte und weitere sog. sonstige selbstständige Tätigkeiten. Ausgewiesen wird näherungsweise die Anzahl der Personen, die im jeweiligen Kalenderjahr eine selbstständige Tätigkeit im Vollerwerb neu aufgenommen hat.

    Anzahl der Existenzgründungen insgesamt in Deutschland 2012 bis 2015Für das Jahr 2015 sind in Deutschland insgesamt rund 388.000 Existenzgründungen zu verzeichnen. Dies waren rund 12.000 bzw. 2,0 % weniger als im Vorjahr. Damit setzt sich der Trend hin zu weniger Gründungen fort. Für das Jahr 2016 erwartet das IfM Bonn eine Fortsetzung der insgesamt rückläufigen Tendenz im Gründungsgeschehen. Während die Anzahl gewerblicher Gründungen erneut sinken dürfte, wird im Bereich der Freien Berufe sowie der Land-/Forstwirtschaft ein leichter Anstieg erwartet.

    Struktur der Existenzgründungen nach Tätigkeitsbereichen in Deutschland 2015Die Gesamtzahl der Existenzgründungen verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche: Gewerbe: 299.000, Freie Berufe: 83.000, Land- und Forstwirtschaft: 6.000. Der Anteil freiberuflicher Gründungen lag damit bei 21,5 % (2014: 20,5 %), der der Land- und Forstwirte bei 1,6 %.

    Existenzgründungsintensität nach Tätigkeitsbereichen in Deutschland 2015Bezogen auf die Personen im erwerbsfähigen Alter (18 bis unter 65 Jahre) gingen im Jahr 2015 je 10.000 Erwerbspersonen rund 76 Existenzgründungen an den Start. Der Wert ist im Vergleich zum Vorjahr (78) leicht gesunken.

    Existenzgründungen insgesamt - Kontext

    Existenzgründungen insgesamt - weitere Informationen

    Tabellen zu Existenzgründungen insgesamt

    Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht als pdf-Datei zur Verfügung.

    Merkmal Differenzierung
    Existenzgründungen nach TätigkeitsbereichenD BL
    Existenzgründungsintensität nach Tätigkeitsbereichen D BL

    D = Deutschland; BL = Bundesländer

    Aktualisierung

    Daten für das Jahr 2016 voraussichtlich im April 2017.

    Weitere Informationen

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    Existenzgründungen insgesamt - Ansprechpartner

  • Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen

    Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen

    Ergebnisse für das 1. Halbjahr 2016

    Gewerbliche Existenzgründungen, Liquidationen und deren Saldo 1. Halbjahr 2012 bis 1. Halbjahr 2016 in DeutschlandDie Zahl der gewerblichen Existenzgründungen betrug im 1. Halbjahr 2016 rund 149.700. Sie liegt damit um rund 9.100 bzw. 5,7% niedriger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt betrachtet stellt dies den sechsten Rückgang in einem 1. Halbjahr seit 2011 dar. Die Zahl der mit dem Gründungszuschuss geförderten Gründungen ist im 1. Halbjahr 2016 um rund 600 oder 3,9% gegenüber dem 1. Halbjahr 2015 zurückgegangen.

    Bei den Liquidationen ist für das 1. Halbjahr 2016 ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 158.400 zu verzeichnen. Trotz dieser positiven Entwicklung lag der Existenzgründungssaldo (Differenz aus Existenzgründungen und Liquidationen) im 1. Halbjahr 2016 bei rund -8.700 (1. Halbjahr 2015: -7.700). Damit hat sich der Wert deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht verschlechtert.

    Gewerbliche Nebenerwerbsgründungen, -aufgaben und deren Saldo 1. Halbjahr 2012 bis 1. Halbjahr 2016 in DeutschlandDer Negativsaldo resultiert aus der negativen Entwicklung der "Echten" Kleingewerbegründungen und Kleingewerbeaufgaben. Bei 85.700 "echten" Kleingewerbegründungen im 1. Halbjahr 2016 (-10,4% gegenüber dem 1. Halbjahr 2015) und 107.000 "Echten" Kleingewerbeaufgaben (-6,2%) ergibt sich ein Saldo von -21.300. Positiv ist dagegen der Saldo der Betriebsgründungen und -aufgaben von Hauptniederlassungen.

    Mit rund 47.300 Anmeldungen haben Betriebsgründungen mit einer größeren wirtschaftlichen Bedeutung (Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen) im 1. Halbjahr 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen (3,7%). Die Betriebsaufgaben von Hauptniederlassungen haben im 1. Halbjahr 2016 abgenommen auf 38.000 (-1,6%). Der Saldo lag also bei +9.200 und hatte damit um 2.300 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen.

    Auch der Saldo der Übernahmen und Übergaben durch Erbfolge, Kauf, Pacht ist mit +3.400 positiv. Die Zahl der Übernahmen durch Erbfolge, Kauf, Pacht lag im 1. Halbjahr 2016 bei 16.700 (-5,1%) und die der Übergaben bei 13.400 (-2,6%).

    Die Zahl der Nebenerwerbsgründungen war im 1. Halbjahr 2016 mit rund 131.800 um 1,8% höher als im 1. Halbjahr 2015. Zugleich ist die Zahl der Nebenerwerbsaufgaben mit rund 88.000 um 2,2% gestiegen, so dass der Saldo aus Nebenerwerbsgründungen und Nebenerwerbsaufgaben im 1. Halbjahr 2016 mit rund 43.800 um rund 400 höher lag als im 1. Halbjahr 2015.

    Weitere Ergebnisse

    • Weniger als die Hälfte (41,4%) der rund 361.300 Gewerbeanmeldungen (1. Halbjahr 2016) gilt als Existenzgründung entsprechend der Definition des IfM Bonn.
    • Fast jede dritte gewerbliche Existenzgründung (31,6%) stellte im 1. Halbjahr 2016 eine Betriebsgründung einer Hauptniederlassung dar. Im 1. Halbjahr 2011 lag deren Anteil bei 25,3% und zeigt seitdem steigende Tendenz.
    • Der Anteil der Kleingewerbegründungen an den gewerblichen Existenzgründungen lag im 1. Halbjahr 2016 bei 57,2% (1. Halbjahr 2011: 65,2%).
    • 73,9% der Existenzgründungen im gewerblichen Bereich erfolgten in Form eines Einzelunternehmens.
    • Der Anteil der Frauen unter den gewerblichen Existenzgründungen von Einzelunternehmen lag im 1. Halbjahr 2016 bei 28,5% – damit hat er sich gegenüber dem 1. Halbjahr 2015 geringfügig um 0,4 Prozentpunkte erhöht. Bei den gewerblichen Nebenerwerbsgründungen von Einzelunternehmen ist der Frauenanteil mit 42,2% leicht um 0,3 Prozentpunkte gesunken.
    • 42,8% der gewerblichen Existenzgründungen von Einzelunternehmen wurden im 1. Halbjahr 2016 von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit angemeldet, bei den gewerblichen Nebenerwerbsgründungen von Einzelunternehmen lag der Ausländeranteil bei 12,0%. Damit ist der Anteil ausländischer Existenzgründer der niedrigste seit dem 1. Halbjahr 2012. Hier hat sich offenkundig die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit ausgewirkt, die die Bürger der beiden osteuropäischen Beitrittsländer von 2007, Bulgarien und Rumänien, seit 1. Januar 2014 besitzen: Die Anzahl der Existenzgründungen von Bulgaren ging im 1. Halbjahr 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraumsehr stark um 18,9% zurück, die der Rumänen um 12,2%.
    • Bei den gewerblichen Liquidationen von Einzelunternehmen lag der Ausländeranteil im 1. Halbjahr 2016 bei 34,3% und damit annähernd auf dem gleich Niveau wie im 1. Halbjahr 2015 (34,4%)Auch bei den gewerblichen Unternehmensaufgaben hatte somit das Abmeldeverhalten der Bulgaren und Rumänen einen großen Einfluss auf die Entwicklung: die Zahl ihrer Liquidationen ging um 24,0% bzw. 13,8% zurück.

    Schätzung für das Jahr 2016

    Das IfM Bonn geht davon aus, dass sich der Trend der Existenzgründungen und Liquidationen im 2. Halbjahr 2016 fortsetzen wird. Für das gesamte Jahr 2016 wird geschätzt, dass es einen Rückgang der Existenzgründungen auf rund 282.000 und einen Rückgang der Liquidationen auf rund 315.000 geben wird. Dies würde wiederum einen negativen Gründungssaldo zur Folge haben.

     

     

    Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen - Kontext

    Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen - weitere Informationen

    Tabellen zu gewerblichen Existenzgründungen und Liquidationen

    Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht als pdf-Datei zur Verfügung.

    Merkmal Differenzierung
    Aktuelle Kennzahlen zu Gründungen,
    Liquidationen und
    Insolvenzen
    D NRW
    Zeitreihen
    Existenzgründungen, Liquidationen
    (Aufgaben)
    D BL WZ RF STR BL-STR M/F NAT BES-GRKL
    Nebenerwerbsgründungen und Nebenerwerbsaufgaben D BL WZ M/F
    Existenzgründungsintensität D BL
    Liquidationsquote D BL


    D = Deutschland; NRW = Nordrhein-Westfalen; BL = Bundesländer; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; STR = Struktur; BL-STR = Bundesländer Struktur; M/F = Geschlecht ; NAT = Staatsangehörigkeit; BES-GRKL = Beschäftigtengrößenklassen

    Aktualisierung

    Endgültige Daten für das Jahr 2016 voraussichtlich im April 2017.

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Existenzgründungen von ausländischen Staatsbürgern

    Kay, R.; Günterberg, B. (2015): Existenzgründungen von ausländischen Staatsbürgern, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 15, Bonn.

    Günterberg, B. (2011): Gründungen, Liquidationen, Insolvenzen 2010 in Deutschland, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 1, Bonn.

    Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen - Ansprechpartner

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  • Existenzgründungen in den Freien Berufen

    Existenzgründungen in den Freien Berufen

    Existenzgründungen in den Freien Berufen 2012 bis 2015 in DeutschlandDas Gründungsgeschehen entwickelt sich im Bereich der Freien Berufe positiv. Die Gesamtzahl der freiberuflichen Existenzgründungen in Deutschland ist vierten Jahr angestiegen (+ 2,7 % gg. 2014).

    Existenzgründungen in Freien Berufen 2015 nach BundesländernIm Jahr 2015 haben insgesamt rund 83.300 Personen in Deutschland eine selbstständige freiberufliche Tätigkeit aufgenommen. Die höchste Anzahl wies dabei das Bundesland Nordrhein-Westfalen auf – gefolgt von Bayern, Berlin und Baden-Württemberg. In den übrigen Bundesländern war die Anzahl freiberuflicher Existenzgründungen deutlich geringer.

    Gründungsintensität Freie Berufe 2015 nach Bundesländern Eine Ausweitung des freiberuflichen Gründungsgeschehens lässt sich auch an der Gründungsintensität ablesen. Bezogen auf die Personen im erwerbsfähigen Alter (18 bis unter 65 Jahre), erfolgten im Jahr 2015 je 10.000 Erwerbspersonen rund 16 Existenzgründungen. Das ist ein höherer Wert als im Vorjahr.

     

    Weitere Ergebnisse

    Freiberufliche Existenzgründungsintensitäten im Jahr 2014 nach RaumordnungsregionenFür das Jahr 2014 wurden erstmals Angaben zu Existenzgründungen für die 20 größten Städte Deutschlands und die 96 Raumordnungsregionen, die Wirtschaftsräume abgrenzen, berechnet. Die höchste Gründungsintensität ist in Berlin zu finden gefolgt von Hamburg, Bonn, Köln, München, Düsseldorf, Leipzig, Dresden und Frankfurt a.M.

    Existenzgründungen in den Freien Berufen - Kontext

    Existenzgründungen in den Freien Berufen - weitere Informationen

    Tabelle zu Existenzgründungen in den Freien Berufen

    Existenzgründungen in den Freien Berufen 2012 bis 2015 nach Bundesländern

    Existenzgründungsintensitäten für Freie Berufe 2012 bis 2015 nach Bundesländern

    Existenzgründungen in den Freien Berufen und Gründungsintensitäten 2014 nach Raumordnungsregionen, geordnet nach Bundesländerländern

    Aktualisierung

    Voraussichtlich im Mai 2017.

    Weitere Informationen

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    Existenzgründungen in den Freien Berufen - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland und seinen Regionen im Jahr 2014

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2015): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland und seinen Regionen im Jahr 2014, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 14, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2013): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland im Jahr 2012, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 10, Bonn.

    Kranzusch, P. (2012): Freiberufliche Gründungen in Deutschland - Auswertung von Daten der Finanzverwaltung für die Jahre 2008 bis 2011, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 3, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O.; Haunschild, L. (2012): Freiberufliche Gründungen in Deutschland - Ergebnisse einer erstmaligen Auswertung von Daten der Finanzverwaltung, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 213, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2012): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland, in: PKM-Journal der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heft 2, S. 22-23.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2011): Die Ergänzung der Gründungsstatistik des IfM Bonn durch freiberufliche Gründungen - Ergebnisse einer Pilotstudie am Beispiel Nordrhein-Westfalen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 211, Bonn.

    Suprinovič, O.; Kranzusch, P.; Haunschild, L. (2011): Einbeziehung freiberuflicher Gründungen in die Gründungsstatistik des IfM Bonn - Analyse möglicher Datenquellen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 210, Bonn.

    Existenzgründungen in den Freien Berufen - Ansprechpartner

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  • Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

    In den Jahren 2003 bis 2011 war das Gründungsgeschehen in Deutschland stark durch Gründungen aus der Arbeitslosigkeit geprägt, die in der Regel in Form einer "kleinen Selbstständigkeit" ohne Beschäftigte umgesetzt wurden. Einen besonders hohen Zuwachs erlangten Gründungen aus der Arbeitslosigkeit mit der Einführung des sogenannten Existenzgründungszuschusses (Ich-AG) im Jahr 2003. Dieser ergänzte  das bereits seit 1986 existierende Überbrückungsgeld.

    Inzwischen sind die Hoch-Zeiten dieses Gründungstyps längst vorbei. Die strengeren Regelungen bei der  Förderungsvergabe (siehe Datenquelle) führten zu einer Verringerung der Begünstigtenzahl. Seit 2005 sind die Bezieher von Arbeitslosengeld (ALG) II aus dem Kreis der Förderungsberechtigten ausgeschlossen – für sie wurde ersatzweise eine Existenzgründungshilfe in Form des sogenannten Einstiegsgeldes eingeführt. Im August 2006 sind  der Existenzgründungszuschuss und das Überbrückungsgeld zum Gründungszuschuss zusammengelegt worden. Zum 28.12.2011 wurde der Rechtsanspruch auf Gründungszuschuss in eine Ermessensleistung mit modifizierten Förderbedingungen umgestellt, was im Jahr 2012 starke Auswirkungen auf die Zugangszahlen von der Arbeitslosigkeit in die geförderte Selbstständigkeit hatte. Nachdem im Jahr 2012 die Zugangszahlen um 84,8% gegenüber dem Jahr 2011 zurückgegangen waren, stiegen sie in den Jahren 2013 und 2014  wieder an.

    Ergebnisse für das Jahr 2015

    Zugänge in die Förderung durch Einstiegsgeld und Gründungszuschuss 2011 bis 2015 in DeutschlandIm Jahr 2015 gingen die Zugangszahlen beim Gründungszuschuss wieder leicht auf 29.800 zurück (-3,5%). Auch beim Einstiegsgeld sind die Zugangszahlen auf 3.500 (-26,6%) weiter gesunken. Insgesamt wurde im Jahr 2015 mit den beiden Förderprogrammen bei rund 33.300 Personen der Schritt in die Selbstständigkeit gefördert (-6,6% gegenüber 2014).

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Kontext

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - weitere Informationen

    Tabellen zu Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

    Zugänge in die Förderung der Selbstständigkeit durch Überbrückungsgeld und Existenzgründungszuschuss bzw. Einstiegsgeld und Gründungszuschuss 2003 bis 2015 in Deutschland
    Zugänge in die Förderung durch Einstiegsgeld und Gründungszuschuss 2011 bis 2015 in den Bundesländern

    Aktualisierung

    Nächste Aktualisierung noch offen.

    Weitere Informationen

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    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Publikationen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Nachhaltigkeit und Erfolg von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ergebnisse einer Nachbefragung bei aus den Gründungs- und Begleitzirkeln der G.I.B. hervorgegangenen Gründungen

    May-Strobl, E. (2010): Nachhaltigkeit und Erfolg von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ergebnisse einer Nachbefragung bei aus den Gründungs- und Begleitzirkeln der G.I.B. hervorgegangenen Gründungen, Untersuchung im Auftrag der G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH Bottrop, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 196, Bonn.

    Bölke, G.; Kleinen, H.; May-Strobl, E. (2008): Evaluation der Gründungs- und Begleitzirkel, Kurzbericht, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 20, Materialien zur Gründung aus der Arbeitslosigkeit, Bottrop.

    May-Strobl, E. unter Mitarbeit von  Werner, A. (2008): Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Evaluation der Gründungs- und Begleitzirkel, Untersuchung im Auftrag der G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH Bottrop, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 179, Bonn.

    Suprinovič, O. (2005): Existenzgründungszuschuss und Überbrückungsgeld - Mobilisiert die Ich-AG-Förderung zusätzliche Gründungen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2004, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 107 NF, Wiesbaden, S. 31-59.

    May-Strobl, E.; Suprinovič, O.; Wolter, H.-J. unter Mitarbeit von Kleinen, H. (2005): Die Ich-AG als neue Form der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit - Eine empirische Analyse des Gründungserfolgs bei Inanspruchnahme des Existenzgründungszuschusses, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 13, Bottrop.

    Kleinen, H.; May-Strobl, E.; Suprinovič, O.; Wolter, H.-J. (2004): Ich-AG und Überbrückungsgeld - Eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 12, Bottrop.

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ansprechpartner

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  • NUI-Indikator

    NUI - Tab-Modul

    • Regionenranking
    • Interaktive Deutschlandkarte
    • Bundesländer und NRW

    NUI-Indikator

    NUI-Regionenranking des IfM Bonn

    Gründungen und Neuansiedlungen verändern die Unternehmenslandschaft in einer Region und sind Ausdruck eines attraktiven Wirtschaftsumfelds, das Unternehmertum und Selbstständigkeit begünstigt. Zur Bestimmung der regionalen Gründungsneigung berechnet das IfM Bonn seit 1998 jährlich das so genannte NUI (Neue Unternehmerische Initiative) Regionenranking. Als neue unternehmerische Initiative in einer Region werden nicht nur Existenzgründungen, sondern auch Betriebsgründungen, Übernahmen und Zuzüge von Gewerbebetrieben sowie Aufnahmen einer gewerblichen Nebenerwerbstätigkeit herangezogen. Der NUI-Indikator gibt an, wie viele Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region im entsprechenden Jahr neu angemeldet wurden. Durch die Bildung einer Rangordnung vom höchsten NUI-Indikatorwert zum niedrigsten ergibt sich das NUI-Regionenranking.

    Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2015

    Die Gründungsneigung in Deutschland hat sich im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. Der NUI-Indikator 2015 lag im Durchschnitt der 402 Landkreise, Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands um 2,8 Punkte niedriger als 2014, und zwar bei 130,6. Damit setzte sich der Abwärtstrend bei der Gründungsneigung im gewerblichen Bereich fort.

    Insgesamt betrachtet sanken in 265 Kreisen die Werte, womit i. d. R. auch eine Verschlechterung im Regionenranking verbunden war. In 248 Kreisen verminderte sich der NUI in Folge eines Rückgangs der Gewerbeanmeldungen. Allerdings kann sich der Indikatorwert auch durch die Entwicklung bei der Erwerbsbevölkerung verändern. Überwiegend ist eine zum Gewerbemeldegeschehen gegenläufige, positive Entwicklung bei der erwerbsfähigen Bevölkerung zu beobachten. Hierdurch wird der Abschwächungseffekt noch verstärkt. In gut einem Drittel aller Kreise konnte ein Anstieg des NUI-Indikators festgestellt werden, der regelmäßig auf eine Zunahme der gewerblichen Gründungen zurückgeführt werden kann.

    Die Spitzengruppe 2015

    Zum 10. Mal in Folge hat im vergangenen Jahr die kreisfreie Stadt Offenbach a. M. ihren Spitzenplatz im NUI-Regionenranking behauptet. Die Neigung, in der Stadt Offenbach ein Gewerbe zu gründen, zeigte sich dabei nahezu unverändert. Allerdings konnte auch der langjährige Zweitplatzierte, der Landkreis München (279,3), Boden gutmachen: Hier stieg die Gründungsneigung entgegen dem allgemeinen Trend. Auch unter den weiteren Top-Platzierten -  den 20 Regionen mit der höchsten Gründungsneigung -  gab es einige Veränderungen: So sind der Landkreis Harburg (196,7), der Landkreis Fürstenfeldbruck (183,7) und die kreisfreie Stadt Mainz (180,0) neu in die Spitzengruppe aufgerückt. Den größten Sprung nach vorne gelang jedoch der kreisfreien Stadt Zweibrücken  - von Rang 67 auf Platz 17. Insgesamt gab es in der Spitzengruppe sechs Positionsverbesserungen, die aber nur in zwei Fällen (Main-Taunus-Kreis und Düsseldorf) auf einer positiven Veränderung des NUI-Wertes beruhten.

    Im NUI-Regionenranking 2015 zählen nunmehr neun Kreise und kreisfreie Städte in Bayern (Großraum um die Landeshauptstadt München), fünf in Hessen (Großraum um die Stadt Frankfurt a. M. und die Landeshauptstadt Wiesbaden) sowie zwei in Rheinland-Pfalz (die Städte Zweibrücken und Mainz), die Bundeshauptstadt Berlin, je eine Stadt in Baden-Württemberg (Baden-Baden) und Nordrhein-Westfalen (Landeshauptstadt Düsseldorf) sowie in Niedersachsen der Landkreis Harburg zu den Top 20. Um Haaresbreite verfehlte hingegen der Landkreis Ebersberg den Einzug in die Spitzengruppe. Ebenso gehören der Landkreis Pinneberg sowie die Städte Passau und Aschaffenburg nicht mehr zu den Bestplatzierten.

    Während sich in 2015 der Spitzenwert beim NUI-Indikator (301,9) im Vergleich zum Vorjahr (302,9) kaum verändert hat, kam es zu einer moderaten Verschiebung im unteren Wertebereich: der geringste Wert (66,4) ist um 3,5 Punkte niedriger als zuvor.

    NUI-Indikator 2015

    NUI - Nordrhein-Westfalen

    Entwicklung der Gründungsneigung in den Bundesländern

    Der NUI-Indikator nach Bundesländern 20152015 hat in nahezu allen Bundesländern die regionale Gründungsneigung nachgelassen -  außer in Rheinland-Pfalz und Thüringen. Dabei verringerten sich die regionalen Gründungsunterschiede. Die Regionen, die bereits in den vergangenen Jahren im Mittelfeld platziert waren, rückten noch näher zusammen: Die NUI-Werte zwischen Rang 101 und Rang 302 (Plätze im oberen und unteren Mittelfeld) liegen jetzt nur noch um 38 Punkte auseinander. Dagegen hat sich sowohl in der Spitzengruppe die Spannweite der NUI-Werte auf 121,9 Punkte erhöht wie auch unter den 20 Letztplatzierten (18,2 Punkte).

    Besonders ausgeprägt bleibt der Gründungsunterschied in den Bundesländern Hessen und Bayern. Im Freistaat finden sich überdurchschnittlich viele Regionen mit hohem NUI-Indikator in der Spitzengruppe, vor allem im Ballungsgebiet um die Landeshauptstadt München. Zugleich gibt es aber auch relativ viele Regionen mit unteren Rangplätzen. Der große Unterschied zwischen den bayerischen Regionen führt dazu, dass Bayern trotz seiner zahlreichen Spitzenplätze lediglich Rang 6 im Bundesländerranking einnimmt. Deutlich erhöht haben sich unterdessen die Gründungsunterschiede in Sachsen: Hier ist Bewegung sowohl am oberen wie am unteren Rand zu beobachten. Bemerkenswert ist aber auch die unterschiedliche Gründungsneigung innerhalb des Bundeslandes Bremen: Während die Stadt Bremen beim NUI-Regionenranking deutlich verloren hat, stieg die Gründungsbereitschaft in Bremerhaven an.

    Unverändertes Ranking der Bundesländer

    Das Bundesländerranking hat sich gegenüber 2014 nicht verändert. Die höchsten NUI-Werte weisen  - wie in den Vorjahren -  die Stadtstaaten Berlin und Hamburg auf, gefolgt von Hessen. Rang 4 nimmt 2015 Schleswig-Holstein ein. Über dem Bundesdurchschnitt liegt außerdem die Gründungsneigung in den Bundesländern Bremen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Unterhalb des Bundesdurchschnitts finden sich Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

    Die Schlusslichter im NUI-Regionenranking (5 % der Kreise und kreisfreien Städte mit den niedrigsten NUI-Werten) sind in den Bundesländern Sachsen-Anhalt (9 Kreise), Thüringen (7) und Brandenburg (3) zu finden. Ebenso ist in Sachsen eine Region in die Gruppe mit den niedrigsten NUI-Indikatorwerten abgerutscht. Dagegen konnten die Stadt Wolfsburg (Niedersachsen) sowie die Landkreise Prignitz (Brandenburg), Anhalt-Bitterfeld (Sachsen-Anhalt), Unstrut-Hainich-Kreis und Gotha (Thüringen) Positionen gutmachen.

    Entwicklung der Gründungsneigung in Nordrhein-Westfalen

    In Nordrhein-Westfalen (NRW) liegt der NUI-Indikator mit einem Landesdurchschnitt von 133,3 knapp über dem Bundesdurchschnitt. Von den 53 nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten erreichten 22 einen höheren NUI-Wert als im Vorjahr. In 14 Kreisen war die Zunahme der Gründungszahlen sogar prozentual stärker als der Zuwachs der erwerbsfähigen Bevölkerung. Insgesamt erreichten 27 der in NRW gelegenen Kreise im bundesweiten Regionenranking höhere Platzierungen als im Vorjahr. 26 Kreise fielen hingegen auf einen etwas niedrigeren Rangplatz zurück. Auch zeigt sich, dass die NUI-Werte der einzelnen Kreise Nordrhein-Westfalens weniger stark als im Bundesgebiet differieren: Insgesamt sind die nordrhein-westfälischen Kreise und kreisfreien Städte häufiger im Mittelfeld und oberhalb des Mittelfelds platziert. Vergleichsweise selten finden sie sich sowohl auf den höchsten als auch auf den niedrigsten Rangplätzen. Gründungsstärkste Stadt in NRW war in 2015 wieder die Landeshauptstadt Düsseldorf: Obendrein ist sie mit einem NUI-Indikatorwert von 202,1 auf Platz 9 im bundesweiten Ranking aufgerückt. Zweitplatziert in Nordrhein-Westfalen ist die Stadt Mönchengladbach (177,0), gefolgt von Wuppertal (171,3) und dem Rhein-Erft-Kreis (167,3). Mit Ausnahme von Wuppertal haben sich diese Kreise sukzessive in den vergangenen drei Jahren in der Rangfolge vorgearbeitet. Die Entwicklung im Ruhrgebiet verlief hingegen 2015 im Vergleich zu den übrigen Landesteilen Nordrhein-Westfalens verhaltener: Nur 4 der 13 zum Ruhrgebiet zählenden Kreise konnten im Ranking Boden gutmachen. Im Durchschnitt kommen die Ruhrgebietskreise auf einen NUI-Indikatorwert von 124,9. Duisburg (153,2) verdrängte Essen (152,0) vom Spitzenplatz unter den Ruhrgebietskreisen.

    NUI-Indikator - Kontext

    NUI-Indikator - weitere Informationen

    Tabellen zum NUI-Regionenranking

    Das NUI-Regionenranking 2015

    Das NUI-Regionenranking 2015 nach amtlichem Gemeindeschlüssel

    Das NUI-Regionenranking 2015 nach Bundesländern

    Aktualisierung

    Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2016 voraussichtlich im Herbst 2017.

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    NUI - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    NUI Regionenranking 2009  - Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands

    May-Strobl, E. (2011): NUI Regionenranking 2009 - Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 204, Bonn.

    May-Strobl, E. (2009): Regionales Gründungsgeschehen - das Regionenranking auf Basis des NUI-Indikators, in: George, W.; Bonow, M. (Hrsg.): Regionales Zukunftsmanagement Band 3: Regionales Bildungs- und Wissensmanagement, Lengerich, S. 124-136

    May-Strobl, E. (2005): Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands - Positionsbestimmung und Ursachenanalyse auf Basis des regionalstatistischen Datenkatalogs, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2004, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 107 NF, Wiesbaden, S. 61-105.

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  • Insolvenzen

    Insolvenzen

    Insolvenzen und Quote der Insolvenzen der Unternehmen 2005 bis 2015 in DeutschlandLaut Insolvenzstatistik des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2015 in Deutschland 23.123 Unternehmen Insolvenz angemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Insolvenzen um fast 1.000 gesunken (-4,0%). Wird die Zahl der Insolvenzen ins Verhältnis zum für das Jahr 2015 geschätzten Unternehmensbestand gesetzt, ergibt sich eine Quote von nur noch 7,1 je 1.000 Unternehmen.

     

    Insolvenzen von Unternehmen 2015 in Deutschland nach BeschäftigtengrößenklassenDetaillierte Aussagen über den Anteil der Unternehmensinsolvenzen im Mittelstand sind nicht möglich. Die amtliche Statistik weist zwar Unternehmensinsolvenzen nach Beschäftigtengrößenklassen aus, allerdings entsprechen die gewählten Größenklassen nicht den Schwellenwerten der KMU-Definitionen. Gleichwohl zeigt die Insolvenzstatistik, dass im Jahr 2015 lediglich 0,7% aller Insolvenzanträge von Unternehmen mit über 100 Beschäftigten gestellt wurden. Folglich entfällt das Gros der Unternehmensinsolvenzen auf kleine und mittlere Unternehmen. Nach Angaben vom Verband der Vereine Creditreform e.V. stammen nur noch 50 Insolvenzanmeldungen von Unternehmen mit über 50 Mio. € Jahresumsatz.

    Sanierungen: Insolvenzplan und Eigenverwaltung

    Unternehmen mit eröffnetem Insolvenzverfahren können seit 1999 zur Sanierung ihrer Unternehmen die beiden Fortführungsinstrumente "Insolvenzplan" oder "Eigenverwaltung" und seit dem Jahr 2012 auch das sogenannte Schutzschirmverfahren nutzen. Die Inanspruchnahme dieser Instrumente war bis dato sehr gering: Insolvenzplan- bzw. Eigenverwaltungsverfahren fanden im Zeitraum 1999 bis 2011 lediglich in 1 bis 2% aller Insolvenzverfahren Anwendung. Seit der Insolvenzrechtsreform von 2012 ist die Zahl der Eigenverwaltungen deutlich gestiegen, speziell bei Personen- und Kapitalgesellschaften.

    Insolvenzen - Kontext

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    Tabellen zu Unternehmensinsolvenzen

    Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht Ihnen als pdf-Datei zur Verfügung.

    Merkmal Differenzierung
    Insolvenzen D BL WZ RF ALT GrKl WZ/GrKl Besch/WZ
    Quote der insolventen Unternehmen D BL WZ
    Insolvenzplan D BL
    Eigenverwaltung D RF

    D = Deutschland; BL = Bundesländer; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; ALT = Alter der Unternehmen; GrKl = Größenklasse; Besch = Beschäftigte

    Aktualisierung

    Daten zum Insolvenzgeschehen (darunter Eigenverwaltungen) für 2016 voraussichtlich im April 2017; Daten zu Insolvenzplanverfahren beruhen auf nichtamtlichen Quellen und erscheinen nur unregelmäßig.

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    Zur IfM-Hintergrundinformatin zum eigenverwalteten Insolvenzverfahren als Sanierungsweg

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