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Entwicklungsverläufe von mittelständischen Unternehmen - Unternehmensnachfolge | 2010
Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2010 bis 2014 - Schätzung mit weiterentwickeltem Verfahren

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Das IfM Bonn schätzt seit Beginn der 1990er Jahre in regelmäßigen Abständen die Anzahl der anstehenden Unternehmensübertragungen in Deutschland. Nach aktuellen Schätzungen steht  im Zeitraum von 2010 bis 2014 in knapp 110.000 Familienunternehmen die Übergabe an (ca. 3% aller Familienunternehmen). Dies entspricht 22.000 Übergaben pro Jahr.

Von den Übertragungen werden im Fünf-Jahres-Zeitraum 1,4 Mio. Beschäftigte oder 287.000 Beschäftigte pro Jahr betroffen sein. Das Erreichen des Ruhestandsalters stellt mit einem Anteil von 86% den häufigsten Übergabegrund dar, gefolgt durch Übergaben aufgrund von Tod (10%) und Krankheit des Eigentümers (4%).

Die meisten Unternehmensübertragungen sind im Prognosezeitraum in Nordrhein-Westfalen zu erwarten, dem Bundesland mit dem größten Unternehmensbestand, die wenigsten im Stadtstaat Bremen. Auf Westdeutschland entfallen insgesamt 83,9% und auf Ostdeutschland (einschließlich Berlin) 16,1% der anstehenden Übergaben.

Gut die Hälfte (54%) der Eigentümer übergeben das Unternehmen an die eigenen Kinder bzw. an andere Familienmitglieder (familieninterne Lösung). Weitere 29% der Übertragungen erfolgen an externe Führungskräfte, andere Unternehmen oder andere Interessenten von außerhalb (unternehmensexterne Lösungen). Etwa 17% der Familienunternehmen übertragen das Unternehmen an Mitarbeiter (unternehmensintern).