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Der Forschungs­news­letter zum Mittel­stand

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ein kostenloser Service des Instituts für Mittel­stands­forschung (IfM) Bonn

Ausgabe 2/2015 / 13. Juli 2015

Inhalt

  ➜ Editorial
  ➜ Auf dem Weg zu digitalisierten Prozessen
  ➜ Große Familienunternehmen begrüßen TTIP
  ➜ Unternehmen sehen sich in der Pflicht
  ➜ Freiberufliche Gründungen vorrangig in den Großstädten
  ➜ Aktualisierte IfM-Statistiken auf einen Blick
  ➜ Aktuelles aus dem IfM Bonn

Editorial

Trotz der ver­schieden­en Krisen bleibt der Mittel­stand opti­mistisch

Foto Prof. Dr. Welter Liebe Newsletter-Abonnenten,

die geo­poli­tischen Span­nungen und die schwel­ende Euro-Schul­de­nkrise hinter­lassen zweifel­los auch im deutschen Mittel­stand ihre Spuren. Den­noch schätzt bei­spiels­wei­se knapp die Hälfte der mittel­ständischen In­dustri­eunter­nehmen ihre ak­tuelle wirt­schaft­liche La­ge überwiegend als "gut" bis "sehr gut" ein. Und auch wenn dieser Anteil im Vergleich zu früheren Befragungen spürbar gesunken ist, blicken sie weiterhin mehrheitlich opti­mis­ti­sch in die Zukunft. Ein ähn­liches Bild hat auch die Früh­jahrs­be­fragung von Führungs­kräften der größten Fa­milien­unternehmen ergeben: Auch diese be­wertet­en die aktuelle wirtschaftliche Lage ihrer Unternehmen mehrheitlich positiv. Auch für die nahe Zukunft rechneten zwei Drittel von ihnen mit einer guten bis sehr guten Entwicklung.

Mitursächlich für diese positive Stimmung ist sicherlich, dass die Un­ternehmenslenker – gleich welche Größe ihr Unternehmen hat oder welcher Branche es an­gehört – die Sicherung der Wett­bewerbs- und In­no­va­tions­fähigkeit als wichtigstes Hand­lungsfeld an­sehen. Gleichwohl gibt es Un­terschiede bei der stra­tegischen Vorgehens­weise, wie Sie im Fol­genden lesen können.

Viele interessante Einblicke in unsere Forschungstätigkeit wünscht Ihnen

Prof. Dr. Friederike Welter
Präsidentin des IfM Bonn


Auf dem Weg zu digitalisierten Prozessen

Mehr als jedes dritte mittel­ständische In­dus­trie­un­ter­nehmen geht davon aus, dass die Digitalisierung in fünf Jahren eine (sehr) hohe Bedeutung für ihre Wettbewerbsfähigkeit haben wird. Dies zeigt das aktuelle BDI/PwC-Mittelstandspanel, für das das IfM Bonn die Antworten von knapp 1.000 Un­ter­nehmen ausgewertet hat. Aus diesem Grund leiteten die mittelständischen Industrieunternehmen im vergangenen Jahr durchschnittlich 4,3 % ihres Investitionsvolumens in die Digitalisierung ihrer Unternehmen – und werden zukünftig noch mehr Finanzmittel für diesen Bereich zur Verfügung stellen.

Deutliche regionale Unterschiede

Am stärksten digitalisiert sind die Prozesse in den Unternehmen im Westen Deutschlands (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hes­sen und dem Saar­land) – in Ost­deu­tsch­land ist hingegen nur in jedem vierten In­dus­trie­un­terneh­men die Digitalisierung (sehr) stark fort­ge­schrit­ten. In Bayern und Baden-Württemberg finden sich sogar lediglich in jedem fünften Unternehmen hochdigitalisierte Prozesse. Für die zukünftige Wett­be­werbs­fähig­keit misst jedes dritte Unternehmen im Süden der Digitalisierung eine (sehr) hohe Bedeutung bei – Industrieunternehmen mit Standort in Ostdeutschland sehen hingegen aktuell deutlich seltener Handlungsbedarf.

Grafik zum Digitalisierungsgrad der deutschen Industrie

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Große Familienunternehmen begrüßen TTIP

Deutschlands große Familienunternehmen erwarten für sich klare Vorteile durch das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Dies kommt in der Frühjahrsbefragung "Die größten Fa­mi­lien­un­ter­nehm­en in Deu­tsch­land" klar zum Aus­druck. Das IfM Bonn hat wiederum im Auftrag des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutschen Bank die Antworten von rund 400 Führungs­kräften großer Fa­mi­li­en­unter­nehmen aus­gewertet. Die Un­ter­neh­men mit einem Jahr­esumsatz von min­des­tens 50 Millionen Euro gehen zudem davon aus, dass die USA binnen drei Jahren zum wichtigsten Exportland für sie wird. Derzeit führt Frankreich noch die Liste der wichtigsten Exportländer an – gefolgt von den USA und China.

Positive Selbstwahrnehmung

In Bezug auf ihre Produkte geben sich die Führungs­kräfte der großen deutschen Fa­mi­lien­unter­nehmen sehr selbstbewusst: 78 % von ihnen halten ihre Produkte und Dienst­leistungen für überlegen gegenüber der ausländischen Konkurrenz. Auch die Service- und Be­rat­ungs­lei­stungen sind aus Sicht von 76 % besser als die der ausländischen Wett­bewerber – 66 % sehen sich beim Thema Kundennähe im Vorteil und 63 % in Hinblick auf ihre Inno­vationstätigkeit.

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Unternehmen sehen sich in der Pflicht

Die hohe Wettbewerbsintensität in Deu­tsch­land führt dazu, dass sich die Unternehmen permanent einem hohen Anpassungsdruck ausgesetzt und mit der Herausforderung konfrontiert sehen, sich stetig neu erfinden zu müssen. Infolgedessen betrachten sie die Sicherung ihrer Wett­bewerbs- und Inno­vations­fähigkeit als das vor­dring­lichste Han­dlu­ngs­feld. Erst dahinter folgen die Deckung des Fachkräftebedarfs und die Gestal­tung der wirtschaftlichen Rahmen­bedingungen.

Abhängig von der Zugehörigkeit zum Mit­tel­stand sowie von der Unter­nehmens­größe und dem Unternehmensalter zeigen sich allerdings Unterschiede innerhalb des Han­dlungs­feldes "Sicherung der Wett­bewerbs- und Inno­vations­fähigkeit": Während die mittelständischen Unternehmen den Umgang mit dem An­passungs­druck als das wichtigste Thema betrachten, rangieren bei den nicht-mittel­ständischen Unternehmen die Ent­wicklung neuer Produkte und die Rendite­steigerung ganz oben. Die größeren mittel­stän­dischen Un­ter­nehm­en sehen hingegen die Themen Produkt­innovation und Nach­folge­sicherung ganz vorne.

Die Studie "Das Zukunftspanel Mittelstand Herausforderungen aus Unternehmersicht" finden Sie hier.

Zukunftspanel Mittel­stand als Han­dlungs­barometer

Das IfM Bonn hat bereits im Frühjahr 2014 Geschäfts­führer von Berufsverbänden sowie von Wir­tschafts­verbänden und -kammern, renommierte Wir­tschafts­forscher auf na­tional­er und in­ter­nat­ional­er Ebene sowie Mittel­stands­experten in den Wir­tschafts­ministerien auf Bundes- und Landesebene gefragt, welche Themen ihrer Ansicht nach aktuell und zukünftig relevant sind. Die Auswertung ist in "Das Zukunftspanel Mittelstand. Eine Expertenbefragung zu den Her­aus­for­der­ungen des Mittelstands" zusammengefasst.

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Freiberufliche Grün­dungen vorrangig in den Groß­städten

Das Gründungs­geschehen der Freien Berufe konzentriert sich stark auf die Großstädte und weniger auf das Umland der Großstädte. Dies belegt eine Unter­suchung der zwanzig größten Städte Deutsch­lands und der 96 Raum­ordnungs­regionen, die erstmals von den Wissen­schaftlern des IfM Bonn vorgenommen wurde.

Für die Studie "Frei­beruf­liche Existenz­gründungen in Deutsch­land und seinen Regionen im Jahr 2014" war jeweils die Anzahl der freiberuflichen Existenz­gründungen ermittelt worden. Anschließend wurden die regionalen Gründungsintensitäten verglichen.

Grafik zum Digitalisierungsgrad der deutschen Industrie

Neben den Millionenstädten stellen auch andere Großstädte wie Bonn, Münster, Leipzig und Dresden attraktive Standorte für Freiberufler dar. Die Gründe: Zum einen sorgt die Dienstleistungsnachfrage beispielsweise durch Regierungs- bzw. Verwaltungs­einrichtungen oder Unter­nehmens­zentralen für Gründungs­impulse. Zum anderen bringen die dort ansässigen Hochschulen und For­schungs­ein­richtung­en ein großes Ar­beits­kräfte­potenzial mit tendenziell hoher Affinität zur Selbstständigkeit hervor.

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Aktualisierte IfM-Statistiken auf einen Blick

In den vergangenen Wochen wurden folgende Statistiken auf der Homepage des IfM Bonn aktualisiert:

Gründungen und Liquidationen im gewerblichen Bereich – die Ergebnisse für das Jahr 2014
Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

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Vorschau:

Im Forschungs-Newsletter 3/2015 können Sie u. a. lesen,

welche Unter­nehmens­gründungen in den ersten 7 Jahren besonders stark wachsen,
in wieweit sich das Exis­tenz­gründungs­geschehen ausländischer Mitbürger von dem Deutscher unterscheidet und
wie sich die größeren Mittelständler im Vergleich zu ihren europäischen Mitbewerbern entwickeln.

Der Newsletter wird am 25. September 2015 versandt.


Aktuelles aus dem IfM Bonn

IfM-Präsidentin erhielt Diana Trailblazer Award
Prof. Dr. Friederike Welter ist auf der Diana International Research Conference in Boston (USA) gemeinsam mit Prof. Colette Henry (Tromsø University Business School, Norwegen) mit dem Diana Trailblazer Award ausgezeichnet worden. Sie ist damit sowohl für ihre Forschung und Veröffent­lichungen über Unter­nehmerinnen als auch für ihr Engagement rund um die jährlich statt­findende Diana-Konferenz gewürdigt worden.

Auszeichnung für IfM-Wissenschaftler
Olga Suprinovič hat auf der Diana International Research Conference für ihren Konferenzbeitrag "Family-related employ­ment inter­ruptions and self-employment of women: Does policy matter?" – auch im Namen ihrer Kollegen Dr. Stefan Schneck und Dr. Rosemarie Kay – die Auszeichnung für den zweiten Platz unter den Nach­wuchs­forsch­ern ent­gegengenommen. Insgesamt waren für die Diana-Konferenz weltweit 73 Kon­fer­enz­bei­trä­ge eingereicht worden – 35 Beiträge waren in die engere Auswahl gekommen.

IfM-Präsidentin sitzt Fach­jury "Grün­der­preis NRW" vor
Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Friederike Welter ermittelt eine Fachjury in den kommenden Monaten zum vierten Mal die Sieger des Gründerpreises NRW. Der Preis wird vom nordrhein-west­fälischen Mi­nis­terium für Wirt­schaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk sowie von der NRW.Bank ausgelobt.

Crowdfunding-Konferenz im IfM Bonn
Immer mehr Gründer erwägen ihre Unternehmens­ideen mit Hilfe von Crowd­funding zu finanzieren: Ob und inwieweit sich diese Fi­nanzier­ungs­form tatsächlich zu einer ernsthaften Alternative entwickeln kann, darüber diskutierten Mitte April in Bonn Fachleute aus Politik und Wissen­schaft. Dabei zeigte sich, dass Klein-Investoren nicht immer mit einer ri­si­ko­ge­rechten monetären Rendite rechnen können. Daher wurde eine maßvolle rechtliche Regulierung befürwortet, um die Anleger zu schützen. Allerdings sollte der Markt nach An­sicht der Kon­fer­enz­teil­nehm­er nicht überreguliert werden, da dies weder dem Charakter der Finanzierungsform noch dem Willen der vielen Klein-Investoren entspreche.

Foto, Crowdfunding-Konferenz im IfM Bonn

Die Konferenz war gemeinsam vom IfM Bonn und dem Arbeitskreis Gründungs- und Mittel­stands­finanzierung des Förder­kreis Gründungs-Forschung e.V. (FGF) initiiert worden.

Round Table Mittel­stand un­ter­su­cht die Rahmen­beding­ungen
Beim zweiten Treffen des Round Table Mittel­stand diskutierten Ende April Vertreter des Bunde­sministeriums für Wirtschaft und Energie und des IfM Bonn mit Wissen­schaftlern weiterer For­schungs­in­stitute so­wie Ver­tretern von Mit­tel­stands­verbänden und der KfW-Bank über eine zeitgemäße Aus­gestaltung der Rahmen­bedingungen. Da­bei identifizierte die Expertenrunde unter anderem Handlungsansätze im Hinblick auf Industrie 4.0, auf die Stärkung der Investitions- und Innovationsbereitschaft sowie auf den demografischen Wandel.

Der Round Table Mittelstand war im No­vem­ber 2014 vom IfM Bonn neu aufgelegt worden, um den Dialog zwischen der Mittel­standsforschung, der mittel­ständisch­en Wirtschaft und der Mittel­standspolitik zu fördern. Ziel ist es, aktuelle For­sch­ungs­er­geb­nis­se aus­zu­tau­sch­en und daraus Handlungsempfehlungen für die Mittel­sta­nds­politik ab­zu­leiten.

Großes Interesse am deu­tsch­en Mittel­stand in Frank­reich
Welche Rahmenbedingungen fördern die positive Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen? Welche Faktoren machen größere mittelständische Unternehmen besonders stark? Über diese Fragen sprachen Ende März Prof. Dr. Friederike Welter und PD Dr. Arndt Werner mit einer hochrangigen Delegation des fran­zösischen Ministeriums für Wirt­schaft und Finanzen im IfM Bonn. Weitere Themen waren die Auswirkungen des demografischen Wandels in Frankreich und Deutschland sowie die Herausforderungen, die sich im Zuge von "Industrie 4.0" für mittelständische Unternehmen ergeben.

Foto, Französische Delegation

 

Externe Veröffentlichungen von IfM-Wissenschaftlern
Gemeinsam mit spanischen Kolleginnen von der Universität Granada hat Prof. Dr. Friederike Welter den Zusammenhang zwischen Geschäftsbeziehungen und der Innovationskraft von Unternehmen un­ter­sucht. Dabei zeigte sich, dass sich die stereotype Wahr­nehmung der Un­ter­nehm­erin umso mehr auf die Inno­vati­ons­kraft auswirkt, je mehr sie vom männ­lichen Bild abweicht. Der Beitrag "Innovativeness and business relationships in women-owned firms: The role of gender stereotypes" ist online im Canadian Journal of Admin­is­trative Sciences erschienen.

Informelles Unternehmertum schließt auch illegale unternehmerische Tätigkeiten ein. In ihrem Aufsatz "Entrepreneurial activity in the informal economy: a missing piece of the entrepreneurship jigsaw puzzle" legen Prof. Dr. Friederike Welter, Prof. Dr. David Smallbone (Kingston Business School London) und Dr. Anna Pobol (Belarussische Staatliche Universität, Weißrussland) anschaulich dar, dass sich die Frage, welche Unternehmensaktivitäten als illegal gelten, von Staat zu Staat unterscheiden.

Welchen ökonomischen und sozialen Wert besitzen informelle unternehmerische Aktivitäten? Für ihren Beitrag "Value for Whom? Exploring the Value of Informal Entrepreneurial Activities in Post-Socialist Contexts" werteten Prof. Dr. Friederike Welter und Prof. Dr. Mirela Xheneti (Universität Sussex) 100 Interviews mit Selbstständigen aus, die informelle grenzüberschreitende Aktivitäten in acht EU-Grenzregionen unterhalten.

Jedes zweite Kleinunternehmen (mit einem Jahresumsatz von 2 bis 10 Mio. €) ist auf Auslandsmärkten aktiv. Dass sie dabei weniger Un­ter­stütz­ungs­an­geb­ote als größere Unternehmen nutzen, liegt nach Untersuchungen von PD Dr. Arndt Werner (IfM Bonn) und Christian Hauser (HTW Chur) vor allem an den fehlenden un­ter­nehm­ens­in­ter­nen Per­so­nal­ka­pa­zität­en. Der Aufsatz Limited in-house resources and the use of official foreign trade promotion by small businesses" ist im International Journal Entrepreneurship and Small Business (Volume 25, No. 2, S. 128-147) erschienen.

Wissenschaftler und Hochschulangehörige, die über verschiedenartige Kompetenzen und über Kontakte zu Unternehmerkreisen verfügen, weisen am häufigsten Grün­dungs­nei­gung auf. Zu diesem Er­geb­nis kom­men PD Dr. Arndt Werner (IfM Bonn) und Petra Moog (Universität Siegen), Stefan Houweling (Universität Siegen) und Uschi Backes-Gellner (Universität Zürich) in ihrem Aufsatz "The impact of skills, working time allocation and peer effects on the entrepreneurial intentions of scientists". Als For­schungs­grund­lage hat­ten die Autoren die Daten von 480 Wissenschaftlern in der Schweiz und in Deutschland ausgewertet.

Je größer ein Start-up wird, desto mehr bedarf es Führungsstrukturen und Vorgaben für die Gestaltung der Ent­schei­dungs­pro­zes­se. Nur so lassen sich Mitnahme-Effekte durch sozi­alen Grup­pen­druck in größer­en Start-up-Teams be­gren­zen. Für ihre Veröffentlichung "Effort provision in entrepreneurial teams: effects of team size, free-riding and peer pressure" hatten Prof. Dr. Uschi Backes-Gellner (Universität Zürich), PD Dr. Arndt Werner (IfM Bonn) und Prof. Dr. Alwine Mohnen (TU München) 214 deutsche Start-up-Teams befragt.

 

Die Forschungsergebnisse des IfM Bonn – (inter-)­national präsent
Auf der internationalen Konferenz "The Informal Economy Global and Local" Ende Juni in Sheffield referierte Prof. Dr. Friederike Welter gemeinsam mit Prof. Dr. David Smallbone (Kingston Business School London) und Dr. Anna Pobol (Belarussische Staatliche Universität, Weiß­russland) über illegale unternehmerische Aktivitäten als einer Form von informellem Unter­nehmer­tum. Auf der Siegener Mittel­standstagung, die vom Mittel­stands­institut SMI an der Universität Siegen organisiert worden war, hielt die IfM-Präsidentin die Be­grüß­ungs­rede, weitere Wissen­schaftler des IfM Bonn wirkten in den Work­shops mit. Auf der Auftaktveranstaltung "NRW.Europa. Ihr Netzwerk für Innovation und neue Märkte" in Düsseldorf legte sie Mitte Mai dar, mit welchen Herausforderungen und Chancen sich die KMU zukünftig konfrontiert sehen werden. Anfang Mai referierte Prof. Dr. Friederike Welter in Berlin auf der Tagung der Unternehmerfrauen im Mittelstand darüber, was den Mittelstand auszeichnet. Gemeinsam mit Unter­nehmerinnen, Grün­dungs­be­rat­ern und Medienvertretern aus dem Großraum Siegen diskutierten sie und Dr. Kerstin Ettl (Universität Siegen) Mitte März über das Selbst- und Fremd­bild von Un­ter­nehm­erinnen.

Dr. Siegrun Brink stellte in Hamburg auf der Fachtagung der Diversity-Forschenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuelle Forschungsergebnisse von sich, Dr. Rosemarie Kay und Dr. Teita Bijedić zum "Einfluss der Struktur der Geschäftsführung auf Ziele des Diversity Managements" vor.

Auf die Veränderungen, die sich durch Industrie 4.0 und den demografischen Wandel ergeben, ging Dr. Annette Icks Mitte Juni auf einer Podiumsdiskussion in Hürth ein.

Dr. Rosemarie Kay vertrat das IfM Bonn Anfang Juli bei einer Podiumsdiskussion auf der Konferenz "Das Lebenswerk in gute Hände legen. Wege zur erfolgreichen Unternehmensnachfolge", die im Rahmen der Europäischen KMU-Woche 2015 im Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin stattfand. Ende Juni referierte sie vor dem Ausschuss für Mittelstandspolitik der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft über "Aktuelle Entwicklungen und Probleme in der Unternehmensnachfolge". Mitte Juni hielt sie einen Vortrag vor der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU in Recklinghausen über "Fachkräftemangel – was erwartet uns und was ist zu tun?"

Über die Veränderungen in der Sa­nier­ungskultur, die sich durch die Reform des Insolvenzrechts in 2012 ergeben haben, berichtete Peter Kranzusch Ende April auf der Jahr­es­ta­gung "Un­ter­nehm­ens­sa­nier­ung" der Johannes-Keppler-Uni­versi­tät in Linz (Österreich).

Mitte Juni nahm Dr. Nadine Schlömer-Laufen am Expert Group Meeting des Europäischen Projekts "EU4BT (Engaging Users for Business Transfer)" in Brüssel teil. Ziel dieses Projektes ist es, das Zu­sam­men­fin­den von Eigentümern über­nahme­reifer Unter­nehmen und Über­nahme­inter­essierten über Matching-Plattformen sowohl national als auch europaweit zu verbessern.

Auf der Veranstaltung "Innovation, In­ves­ti­tion und digitale Wirtschaftsdynamik" des Europäischen Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Bergischen Universität Wuppertal stellte Dr. Christian Schröder den aktu­ellen Digi­tali­sierungs­grad im Mittelstand dar.

PD Dr. Arndt Werner referierte Anfang Juni im Workshop "Economics of Ent­rep­reneur­ship and Innovation" in Trier darüber, wie Firmengröße, Führ­ungs­po­si­tion und unternehmerisches Verhalten die Unter­nehmens­entwicklung beeinflussen.

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