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Der Forschungsnewsletter zum Mittelstand

– ein kostenloser Service des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Ausgabe 3/2016 / 29. September 2016

Inhalt

  ➜ Editorial
  ➜ Große Familienunternehmen setzen auf Innovationen und Export
  ➜ Noch zu wenig beachtet: nicht-technologische Innovationen
  ➜ Digitalisierung: Deutsche KMU sind aktiver als der EU-Durchschnitt
  ➜ Arbeitsmarkt profitiert von den Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen
  ➜ Selbstständigkeit ist nicht immer von Dauer
  ➜ Sharing Economy als Herausforderung – und Chance
  ➜ Aktualisierte IfM-Statistiken
  ➜ Aktuelles aus dem IfM Bonn

Editorial

Der Mittel­stand ist in­novativer als häufig ge­dacht

Foto Prof. Dr. Welter Liebe Newsletter-Abonnenten,

in jüngster Zeit ist immer wie­der die Be­fürchtung zu hören, dass der deutsche Mittelstand zu wenige Akti­vitäten bei­spielsweise im Hinblick auf die Digitalisie­rung oder In­novationen zeige. Das IfM Bonn hat sich daher in den vergangenen Monaten unter anderem die­ser Themen besonders an­genommen. Dabei hat sich gezeigt, dass die mittelstän­dischen Un­ternehmen sich sehr wohl den aktuellen Herausforde­rungen stel­len – nicht zu­letzt, weil sie es als ihre vordringlichste Aufgabe an­sehen, ihre Wettbewerbs- und Innovati­onsfähigkeit zu sichern. In diesem For­schungs-Newsletter finden Sie die wichtigsten aktuellen Da­ten und Fak­ten zur Inno­vations- und Digitalisie­rungsbereit­schaft zu­sammenge­stellt.

Lesen Sie zu­dem, wie sich die Grün­dungszahlen im ersten Halbjahr 2016 entwickelt ha­ben und wa­rum die Sharing Economy an Bedeutung gewinnen könnte.

Viele neue Informationen über die aktu­elle Situation des deutschen Mittelstands wünscht Ihnen

Prof. Dr. Friederike Welter
Präsidentin des IfM Bonn

Große Familienunternehmen setzen auf Innovationen und Export

Deutschlands größte Fami­lienunterneh­men sind überaus inno­vationsaktiv: In 2015 inves­tierten sie bundesweit durchschnitt­lich 3,1 % ih­res Umsatzes in Forschung und Entwick­lung – deutlich mehr als die Gesamtwirt­schaft (2,8 %). Weit mehr als ein Drittel der Unternehmen beabsichtigte im Frühjahr dieses Jahres, ihre Ausgaben hierfür weiter zu steigern. Die detaillier­ten Ergeb­nisse finden Sie hier.

EU und USA bleiben wichtigste Absatzmärkte

Die wichtigs­ten Export­märkte der großen Fami­lienunterneh­men befinden sich weiterhin innerhalb der europäischen Union: Sechs von zehn der wichtigsten Handelsge­biete finden sich hier – allen vo­ran steht Frankreich. Unter den weltweiten Exportmärkten gewannen die USA in den vergangenen Jahren weiter an Bedeu­tung – dage­gen sank die von China im Vergleich zur letztmaligen Befragung in 2011 deutlich. Zum Chartbook II: Internationali­sierung.

TOP-Exportländer 2011 bis 2016

TOP-Exportländer 2011 bis 2016

An der Früh­jahrsbefra­gung "Die größten Fami­lienunterneh­men in Deutschland", die der Bun­desverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Deut­sche Bank gemeinsam mit dem Insti­tut für Mittel­standsfor­schung (IfM) Bonn jährlich durchführen, hatten sich diesmal knapp 380 der rund 4.500 größten Familienunter­nehmen in Deutschland mit einem Jah­resumsatz von mindestens 50 Millionen Euro beteiligt.

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Noch zu wenig beachtet: nicht-technologische Innovationen

Die Innovati­onsbereit­schaft der kleineren und mittleren Un­ternehmen darf nicht un­terschätzt werden: Nach Berechnungen des IfM Bonn sind rund die Hälfte der KMU (49,1 %) allein im nicht-technologi­schen Bereich innovativ. Diese Innova­tionsaktivitäten können darauf ausgerichtet sein, die Pro­dukt- und Ser­vicequalität zu steigern und die Reaktions­zeiten für Marktverände­rungen zu ver­kürzen. Im or­ganisatori­schen Bereich zielen sie häu­fig darauf ab, die notwendi­gen Strukturen zu schaffen, um technolo­gische Inno­vationen bes­ser realisieren zu können.

Erwartungs­gemäß steigen die Anteile sowohl bei den nicht-technologi­schen als auch bei den technologi­schen Innova­tionen mit der Unterneh­mensgröße. Auch ist die Innovatoren­quote im Pro­duzierenden Gewerbe et­was höher als im Dienstleis­tungssektor.

Die detaillier­ten Ergeb­nisse der Stu­die "Der Stel­lenwert nicht-technologi­scher Neue­rungen im In­novationsge­schehen der mittelständi­schen Wirt­schaft" finden Sie hier.

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Digitalisierung: Deutsche KMU sind aktiver als der EU-Durchschnitt

Im Vergleich zu den Vorjah­ren ist in 2015 der Anteil der kleinen und mittleren Un­ternehmen, die Enterprise Resource Planning (ERP)-Soft­ware nutzen, deutlich ge­stiegen. Inzwi­schen sind die KMU in Deutschland innerhalb der Europäischen Union führend und liegen sechs bzw. zehn Prozent­punkte vor ih­ren Rang­nachfolgern Belgien bzw. Dänemark.

Vernetzung zu Zulieferern und Kunden noch ausbaufähig

Während Kundendaten mit Hilfe von Software-Lö­sungen wie Customer-Relationship-Management (CRM) ver­gleichsweise häufig ge­sammelt und katalogisiert werden, stag­niert der Anteil der KMU in Deutschland (24 %), die ihre Ge­schäftspro­zesse mit de­nen von Zu­lieferern und/oder Kun­den verbun­den haben. Ein Grund: Noch immer misstrauen die KMU der Da­tenverwaltung über Internet-Clouds: Ihre Sorge gilt da­bei nicht nur der Datensi­cherheit, son­dern auch der anwendbaren Gerichtsbar­keit, wenn der Cloud-Server in einem ande­ren (außer-)europäischen Land steht.

Das IfM Bonn weist die Di­gitalisierung der KMU im aktuellen EU-Vergleich jetzt auf seiner Internetseite aus. Basis hierfür sind Daten von Eurostat.

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Kongress zu Prävention 4.0

Die Digitalisie­rung wirkt sich in den kleinen und mittleren Unternehmen auch auf den Arbeitsalltag, die Mitarbei­terführung und den Arbeits­schutz aus. Im Rahmen des Kongresses "Prävention 4.0" am 7. De­zember 2016 in Berlin stel­len u. a. Dr. Annette Icks und Dr. Teita Bijedić (IfM Bonn) aktuelle Forschungs­ergebnisse zu dieser Ent­wicklung vor. Zudem wer­den auf der Veranstaltung generelle In­formationen präsentiert und die Ge­staltungskrite­rien diskutiert. Dabei stellen auch das Handwerk und die Sozialpart­ner ihre Anfor­derungen an die neuen Entwicklungen vor, die sich durch die di­gitale Trans­formation er­geben.

Bis 10. No­vember kön­nen sich Inte­ressenten noch für die gemeinsame Veranstaltung von "Offensive Mittelstand Gut für Deutschland" und dem BMBF-Ver­bundprojekt Prävention 4.0 anmelden.

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Arbeitsmarkt profitiert von den Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen

Im ersten Halbjahr 2016 erfolgten mehr Betriebsgrün­dungen von Hauptnieder­lassungen (+3,7 %) als im 1. Halbjahr 2015. Für die deut­sche Volks­wirtschaft be­sitzen diese Gründungen eine größere wirtschaftliche Bedeutung als beispielsweise Gründungen im Kleinge­werbe, weil mit ihnen zumeist die Schaffung von Arbeits­plätzen ein­hergeht.

Insgesamt be­trachtet, san­ken im ge­werblichen Bereich die Existenzgrün­dungen im 1. Halbjahr 2016 weiter (-5,7 %). Der soge­nannte "Grün­dungssaldo" die Differenz aus Gründun­gen und Schließungen bleibt damit weiterhin im negativen Be­reich (-8.700), obwohl die Zahl der Un­ternehmens­aufgaben um weitere 4,8 % gesunken sind.

Einen Ge­samtüberblick über das jährliche Gründungsge­schehen in Deutschland bietet seit Juni das IfM Bonn auf seiner Homepage.

Gewerbliche Existenzgründungen

Gewerbliche Existenzgründungen

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Selbstständigkeit ist nicht immer von Dauer

Auch wenn immer noch ein großer Anteil der Selbstständi­gen dauerhaft in der Selbst­ständigkeit verbleibt, stieg in den vergan­genen Jahr­zehnten der Anteil derjeni­gen Erwerb­stätigen, die mehrfach zwi­schen Selbst­ständigkeit und anderen Erwerbszu­ständen – da­runter abhän­gige Beschäf­tigung und Ar­beitslosigkeit – hin und her wechseln.

Wer seine Selbstständig­keit beendet, wechselt meist dauerhaft in eine abhän­gige Beschäf­tigung. Wer dagegen an­schließend eine Ausbil­dung absol­viert, in Eltern­zeit geht oder arbeitslos wird, weist zumeist auch später einen unsteten Erwerbsver­lauf auf.

Für die Studie "Einmal Un­ternehmer, immer Unter­nehmer? Selbstständig­keit im Er­werbsverlauf" haben die Wissen­schaftler des IfM Bonn erstmals die Selbstständig­keit in Deutschland aus erwerbs­biografischer Perspektive auf der Basis der Panelda­tensätze der Erwachsenen­erhebung des Nationalen Bildungspan­els (NEPS) für die Geburts­jahrgänge 1944 bis 1986 untersucht.

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Sharing Economy als Herausforderung – und Chance

Der Trend "Nutzen statt Besitzen" wird die mittelstän­dischen Un­ternehmen zu Anpassungs­strategien herausfordern, da er nicht nur das Konsum­verhalten ver­ändert, son­dern auch den Wettbewerb intensiviert. Zu diesem Er­gebnis kommt das Denkpa­pier "Sharing Economy und Mittelstand: Chancen und Herausforde­rungen".

Größenbedingte Nachteile verlieren an Bedeutung

Durch die neuen techni­schen Mög­lichkeiten wie beispielsweise Cloud-Com­puting oder CoWor­kingSpaces können allerdings kleinere Un­ternehmen auch ihre Fix- und Betriebskosten senken sowie Aufgaben bündeln. In Folge dessen ist davon auszugehen, dass beispielsweise die So­loselbststän­digkeit weiter an Bedeutung gewinnen wird.

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Aktualisierte IfM-Statistiken

Folgende Statisti­ken wurden auf der Homepage ak­tualisiert:

FuE und Innova­tionen
Ent­wicklung bei den Auszu­bilden­den

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Vorschau:

Im For­schungs-Newsletter 4/2016 können Sie u. a. lesen,

wie die in­dustriellen Mittel­ständler aktuell ihre Situation bewerten,
mit welchen Maßnah­men die Wettbe­werbsfähig­keit eines Unterneh­mens vor der Über­gabe ge­stärkt wer­den kann und
welche volkswirt­schaftliche Bedeutung die eigen­tümer- und familienge­führten Un­ternehmen besitzen.

Der Newsletter wird am 22. Dezember 2016 versandt.

Aktuelles aus dem IfM Bonn

Weitere Ehrung für IfM-Präsidentin
Prof. Dr. Frie­derike Welter wurde im Juni als Senatsmit­glied in die Deutsche In­dustriefor­schungsge­meinschaft Konrad Zuse e. V. aufge­nommen.

Prof. Dr. Friederike Welter zählt zu den wichtigsten Ökonomen
Im jüngsten F.A.Z.-Ran­king der wich­tigsten Öko­nomen in Deutschland nimmt die IfM-Präsidentin, die zugleich den Lehrstuhl für Management von kleinen und mittleren Unternehmen und Entrepre­neurship an der Universität Siegen inne hat, den 18. Platz ein.

Das F.A.Z.-Ranking "Deutschlands einfluss­reichste Öko­nomen" be­rücksichtigt nur Wirt­schaftswis­senschaftler, die innerhalb von 12 Monaten sowohl umfas­send wissen­schaftlich in Erscheinung getreten sind als auch in den Medien ihre For­schungser­gebnisse prä­sentiert haben. Zugleich müs­sen ihre Publi­kationen und ihr Rat bei den Verantwortli­chen in der Politik ge­schätzt wer­den.

Gäste im IfM Bonn
Am 18. Juli tauschte sich Katherina Ku­schel (Ph.D.), Gastwissen­schaftlerin an der Universität Siegen, mit den Wissen­schaftlern des IfM Bonn über das Thema "Culture of success and failure in the entrepreneu­rial ecosys­tem: An ex­planation to entrepreneu­rial failure" aus.

Mit Dr. Sohaib S. Hassan (Universität Siegen) disku­tierten die IfM-Wissen­schaftler über "European In­tegration through Bridging Inno­vation Divide: The Case of Cluster Net­works between Ger­many and the Baltic states".

Wie entwickelt sich der Mit­telstand in Deutschland? Mit welchen Herausforde­rungen sieht er sich aktuell konfrontiert? Mit welchen Instrumenten lässt sich das Wachstum von kleinen und mittleren Un­ternehmen fördern? Diese Fragen stan­den Anfang Juli unter an­derem im Fo­kus des Be­suchs von Krishan Khanna im IfM Bonn. Er ist in Indien Mitglied des National Board im Ministerium für kleine und mittlere Unter­nehmen.

Gäste im IfM Bonn

Ebenfalls An­fang Juli in­formierten sich Vertreter von bayerischen Industrie- und Handelskam­mern im IfM Bonn über die Herausforde­rungen der Internationali­sierung, denen sich mittel­ständische Unternehmen gegenüberge­stellt sehen.

Neue Veröffentlichungen in der IfM Working Paper-Reihe
Würden ge­zielt wirt­schaftspoliti­sche Anreize für hochquali­fizierte Frauen in wachs­tumsträchtigen Branchen ge­setzt, könnte dies mittelfris­tig dazu bei­tragen, den Anteil von weiblichen Führungs­kräften in TOP-Positio­nen zu erhöhen. Zu diesem Er­gebnis kommt das Working Paper (WP) "Gender Diversity in Top-Manage­ment Positions in Large Fa­mily and Nonfamily Bu­sinesses" von Dr. Rosema­rie Kay und Dr. Nadine Schlömer-Laufen.

Immer noch werden viele Innovationen an deutschen Hochschulen nicht kommer­ziell verwertet. Nach Untersu­chungen von Dr. Teita Bi­jedić, Dr. Si­mone Chlosta und Prof. Dr. Arndt Werner (Universität Siegen) sind hierfür eine Reihe von Gründen ur­sächlich. In ihrem WP-Beitrag "Inventions and their Commercial Exploitation in Academic In­stitutions: Analysing Determinants among Academics" stellen sie diese ausführ­lich vor.

Den "Heimli­chen Gewin­nern" kommen in Deutschland insbesondere die institutio­nellen Rah­menbedingun­gen zu Gute. Zu diesem Er­gebnis kommt das Working Paper "Determinants of hidden champions - Evidence from Germany" von Dr. Susanne Schlepphorst, Dr. Nadine Schlömer-Laufen und Michael Holz. Dagegen messen sie finanziellen Förderpro­grammen keine große Bedeutung bei.

Für die Publi­kationsserie "Working Pa­pers" des IfM Bonn können sowohl Konfe­renzpapiere als auch theo­retische oder experimentelle Beiträge und noch im Be­gutachtungs­prozess be­findliche Ar­beiten aus der Gründungs- und Entrepre­neurshipfor­schung sowie der Forschung zu Familien­unternehmen und KMU ein­gereicht wer­den.

Externe Veröffentlichungen von IfM-Wissenschaftlern
Frauen grün­den lieber neu als ein beste­hendes Unter­nehmen zu übernehmen. In ihrem Bei­trag "Business Takeover or New Venture? (Why) Do Women Prefer New Ventures" für das International Review of Ent­repreneurship zeigen Dr. Rosemarie Kay und Dr. Nadine Schlömer-Laufen mögli­che Gründe hierfür auf.

Gemeinsam mit Oleg Cernavin (BC GmbH For­schung), Hel­mut Ehnes (Berufsge­nossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie), Prof. Dr. Oliver Kruse (Hoch­schule der Bundesbank) und Achim Sieker (Bun­desministe­rium für Arbeit und Soziales) zeigt Dr. An­nette Icks im Beitrag "Neue Chancen und Herausforde­rungen für den Mittelstand" auf, wie die Unternehmen auf beides eingehen kön­nen. In zwei weiteren Ka­piteln erläutert sie zudem, warum gerade im Hinblick auf den demogra­fischen Wan­del die Be­deutung der Unterneh­menskultur nicht unter­schätzt wer­den darf und eine enga­gierte Perso­nalarbeit not­wendig ist. Die Beiträge von Dr. Annette Icks sind in der Publikation "Unterneh­mensführung für den Mittel­stand" (zweite Auflage) er­schienen, die von der Offen­sive Mittel­stand heraus­gegeben wird.

Für die Entre­preneu­rshipforschung ist es hilfreich, auch die je­weiligen Kon­texte wie bei­spielsweise die regionale wirtschaftliche Entwicklung, die sozialen Strukturen sowie die in­stitutionellen Rahmenbe­dingungen zu beleuchten. Eine umfas­sende Über­sicht über den aktuellen For­schungsstand und die zu­künftig rele­vanten metho­dischen An­sätze geben Prof. Dr. Wil­liam Gartner (Copenhagen Business School/Däne­mark und Ca­lifornia Lu­theran Univer­sity/USA) und Prof. Dr. Friederike Welter (IfM Bonn/Univer­sität Siegen) in ihrem Buch "A Research Agenda for Entrepreneu­rship and Context".

Welche Be­deutung die Erforschung der verschie­denen Rah­menbedingun­gen hat, in de­nen sich Gründer und Unternehmer bewegen, legt Prof. Dr. Friederike Welter in ih­rem Beitrag "Wandering between Contexts" für "The Rout­ledge Compa­nion to the Makers of Mo­dern Entre­preneurship" dar.

Die Forschungsergebnisse des IfM Bonn – (inter-)national präsent
Mit ihrem Im­pulsvortrag "Unternehme­rin und Inno­vation - ein Gegensatz?" leitete Prof. Dr. Friederike Welter Ende September eine Podiums­diskussion im Frauenmu­seum Bonn ein. Auf einer Veranstaltung des BDI stellte sie Mitte September in Berlin die jüngs­ten Befra­gungsergeb­nisse der Stu­die "Die größ­ten Familien­unternehmen in Deutsch­land" vor. Ende August legte die IfM-Präsidentin auf der re­nommierten Mittelstands- und Entrepre­neurshipfor­schungskonfe­renz Rencont­res de St. Gall in der Schweiz ihre "Überle­gungen zur Zukunft der Entrepreneu­rship-For­schung" dar. Zugleich lei­tete sie ge­meinsam mit Prof. Dr. Charles H. Matthews (University of Concinnati/USA) die Exper­tenrunde "In­stitutions and Governance".

Anfang Sep­tember stellte Dr. Kerstin Ettl (Universität Siegen) auf der Fachta­gung der Diversity-For­schenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Hannover die Forschungs­ergebnisse von sich und Dr. Siegrun Brink zur "Diversity im Kontext der Entrepreneu­rship- und KMU-For­schung" vor.

Über die "Ak­tuelle Ent­wicklung des Gründungsge­schehens" in­formierte Ende September Brigitte Günterberg in Wiesbaden den Bund-Länder-Aus­schuss Mittel­stand. Prof. Dr. Friederike Welter berichtete über die jüngsten Forschungsergebnisse der Studie "Mittelstandspolitik angesichts eines sich wandelnden Mittelstands".

Anlässlich der Preisverlei­hung "Aus­zeichnung Zu­kunft Mittel­stand" Ende August im Kloster Lang­waden (Gre­venbroich) referierte Dr. Annette Icks über die Her­ausforderun­gen von In­dustrie 4.0 im Unterneh­mensalltag.

Auf dem Kon­gress der kommunalen Wirtschafts­förderung in Dortmund gab Dr. Rosema­rie Kay Ende Juni einen Überblick über die aktuelle Entwicklung im Grün­dungsgesche­hen in Nord­rhein-Westfa­len. Zugleich erläuterte sie die verschie­denen Gründe, die das Grün­dungsgesche­hen sowohl im gewerblichen Bereich als auch bei den Freien Berufen beeinflussen.

Auf der Inter­disciplinary European Conference on Entrepreneu­rship Rese­arch (IECER) in Chur (Schweiz) er­läuterten Jo­nas Löher, Dr. Stefan Schneck und Prof. Dr. Arndt Werner (Uni­versität Sie­gen) Anfang September den Signalef­fekt des finanziel­len Beitrags von Gründern auf den Erfolg einer Crow­dinvesting-Kampagne.

Dr. André Pahnke stellte Ende Septem­ber auf dem BauForum Mittelstand in Berlin die "Aktuellen Herausforde­rungen mittel­ständischer Unternehmen aus wissen­schaftlicher Sicht" vor.

Auf der NEPS User Confer­ence Anfang Juli in Bamberg präsentierte Olga Suprino­vič die For­schungsergeb­nisse "Once entrepreneur – forever entre­preneur? Self-employment from the life course per­spective".

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