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Der Forschungsnewsletter zum Mittelstand

– ein kostenloser Service des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Ausgabe 4/2019 / 13. Dezember 2019

Inhalt

  ➜ Editorial
  ➜ Zunehmender Protektionismus beeinträchtigt auch die KMU
  ➜ Weitgehendes Verbot chinesischer Direktinvestitionen nicht sinnvoll
  ➜ Produktivitätsschere zwischen Groß und Klein
  ➜ In der Krise durch unerwartete Liquiditätsengpässe
  ➜ Gründungssaldo war im ersten Halbjahr 2019 erstmals wieder positiv
  ➜ Neu auf der IfM-Webseite: Daten zur Überlebensrate von Unternehmen
  ➜ Neu im IfM-YouTube-Kanal: Globale Wertschöpfungsketten
  ➜ Aktualisierte IfM-Statistiken
  ➜ Aktuelles aus dem IfM Bonn

Editorial

Foto Prof. Dr. Welter Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

die globalen Handelsbeziehungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert – nicht zuletzt, seitdem der US-amerikanische Präsident Donald Trump mit immer neuen Zöllen und handelsbegrenzenden Maßnahmen versucht, die Wirtschaft in den USA unilateral zu fördern. Damit hat er jedoch eine Protektionismusspirale in Gang gesetzt, die sich weltweit negativ auf die Auslandsaktivitäten der Unternehmen auswirkt. Unabhängig davon – und von der Öffentlichkeit weniger bemerkt – wird das internationale Engagement der Unternehmen zunehmend auch durch digitale Protektionsmusbestrebungen einzelner Staaten erschwert. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des IfM Bonn haben die Folgen dieser Entwicklungen für die kleinen und mittleren Unternehmen untersucht. Das Ergebnis finden Sie unter anderem im Beitrag "Zunehmender Protektionismus beeinträchtigt auch die KMU".

Auch im kommenden Jahr werden uns sicherlich die weltweite Wirtschaftsentwicklung und ihre Auswirkungen auf den Mittelstand weiter beschäftigen.

Doch zunächst möchte ich Ihnen für 2020 alles Gute, Gesundheit und viele schöne Momente wünschen.

Prof. Dr. Friederike Welter
Präsidentin des IfM Bonn

Zunehmender Protektionismus beeinträchtigt auch die KMU

Der zunehmende Protektionismus und die handelspolitischen Konflikte belasten immer mehr den weltweiten Handel. Darunter leiden neben den Großunternehmen insbesondere auch die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die Produkte zuliefern oder direkt außenwirtschaftlich aktiv sind. Mitunter stehen sie sogar selbst an der Spitze einer internationalen Wertschöpfungskette. Allein in 2017 erzielten die KMU ein Exportumsatzvolumen von gut 214 Milliarden Euro.

Doch nicht nur offensichtliche protektionistische Maßnahmen wie Schutzzölle oder nicht-tarifäre Handelshemmnisse wirken sich auf die Außenwirtschaftsaktivitäten der KMU aus, sondern zunehmend auch digitale Handelshemmnisse. Dazu zählen beispielsweise die Zensur von Online-Inhalten, das Blockieren von Webseiten oder Einschränkungen bei der grenzüberschreitenden Verarbeitung und der Speicherung von produktbezogenen Daten.

Mögliche Gegenstrategien der KMU

Wie stark die Unternehmen von Protektionismus und wirtschaftspolitischen Konflikten betroffen sind, hängt von verschiedenen Aspekten ab: Beispielsweise werden sie umso weniger von diesen beeinflusst, je kundenspezifischer die Produkteigenschaften, diversifizierter die Produktpalette und flexibler die Herstellungsprozesse sind. Als Reaktion auf die aktuellen außenwirtschaftspolitischen Entwicklungen zeigt das Denkpapier "Die Renaissance des Protektionismus: Auswirkungen auf KMU", unternehmerische Handlungsoptionen in den Bereichen Risikomanagement, externe Ressourcenergänzung und strategische Unternehmensausrichtung auf.

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Weitgehendes Verbot chinesischer Direktinvestitionen nicht sinnvoll

Ein staatliches Verkaufsverbot von einheimischen Unternehmen mit herausragenden Wissens- und Technologiepotenzialen an chinesische Investoren widerspricht den grundlegenden marktwirtschaftlichen Prinzipien und ist zudem wirtschaftspolitisch nicht sinnvoll. Zu diesem Ergebnis kommt das Denkpapier "Chinesische Direktinvestitionen in Deutschland: Chancen und Risiken für den Mittelstand". So gehört es hierzulande zur unternehmerischen Freiheit, dass Unternehmer ihr Eigentum ohne staatlichen Genehmigungsvorbehalt auch an ausländische Investoren verkaufen können. Nur in sicherheitsrelevanten Bereichen (z. B. Verteidigung, Infrastruktur) ist eine staatliche Prüfung basierend auf der Außenwirtschaftsverordnung sinnvoll und wichtig, um mögliche Gefährdungen und einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden.

Nur eine positive Unternehmenskultur motiviert

Das Wissen, das beispielsweise in einzelnen Maschinen und Unternehmensprozessen steckt oder durch Patente geschützt wird, ist am ehesten im Wege von Unternehmensübernahmen ins Ausland transferierbar. Dieses Wissen ist jedoch vergangenheitsbezogen. Dauerhaft von Innovations- und Wachstumsimpulsen profitieren können die chinesischen Investoren nur dann, wenn sie die Wissens- und Know-how-Träger in den übernommenen Unternehmen zur aktiven Zusammenarbeit motivieren können. Dies gelingt jedoch nur über die Fortführung einer (mittelständisch geprägten) Unternehmenskultur, die die Identifikation der Beschäftigten mit dem Unternehmen fördert und die Mitarbeiter wertschätzt. Anderenfalls verlassen hierzulande die Wissens- und Know-how-Träger das Unternehmen und der erhoffte Wissenstransfer unterbleibt.

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Produktivitätsschere zwischen Groß und Klein

Zwischen 2012 und 2016 ist die Produktivitätsschere zwischen Großunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) auseinander gegangen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Produktivität von kleinen und mittleren Unternehmen", die Wissenschaftler des IfM Bonn in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung erarbeitet haben.

Zwei Faktoren identifiziert die Studie als wesentliche Ursachen für die stagnierende Produktivität bei den KMU: hohe Kosten und ein zunehmender Mangel an Fachkräften. So ist der Anteil der Betriebe, die den Fachkräftemangel als Innovationshemmnis angeben, seit 2006 um mehr als ein Drittel gestiegen.

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In der Krise durch unerwartete Liquiditätsengpässe

Vor allem unerwartete Liquiditätsengpässe haben in den vergangenen fünf Jahren zu Krisen bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in und um Frankfurt am Main geführt. Migrantengeführte KMU (40 %) gerieten dabei deutlich häufiger in eine krisenhafte Situation als nicht-migrantengeführte Unternehmen (27 %). Gleichwohl erholten sich die kleinen und mittleren Unternehmen, die von Migranten geleitet werden, schneller als nicht-migrantengeführte KMU von der jeweiligen Krise.

Krisendauer bis zur vollständigen Erholung (nach Migrationsstatus)

Krisendauer bis zur vollständigen Erholung (nach Migrationsstatus)

Dagegen benötigten frauengeführte Unternehmen deutlich mehr Zeit, um sich von einer Krise zu erholen, als Unternehmen, die von Männern geleitet werden. Allerdings scheinen etablierte Unternehmerinnen Krisen deutlich frühzeitiger erkennen und entgegenwirken zu können. Insgesamt waren über 500 KMU mit bis zu 99 Beschäftigten zu ihrem Umgang mit Krisen und zu ihren Präventionsmaßnahmen befragt worden.

Krisendauer bis zur vollständigen Erholung (nach Geschlecht)

Krisendauer bis zur vollständigen Erholung (nach Migrationsstatus)

Die Studie "Krisen von KMU: Herausforderungen, Verlauf und Resilienz frauen- und migrantengeführter Unternehmen" ist auf der Homepage des Instituts für Mittelstandsforschung abrufbar. Voraussichtlich im Februar 2020 wird ein Vergleich der deutschen Ergebnisse mit denen in London, Paris, Mailand und Madrid vorliegen.

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Gründungssaldo war im ersten Halbjahr 2019 erstmals wieder positiv

Im ersten Halbjahr 2019 ist die Zahl der gewerblichen Existenzgründungen weiter leicht gesunken (-2,1 %). Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum fiel der Rückgang jedoch schwächer aus: Insgesamt fanden rund 139.400 Gründungen im gewerblichen Bereich statt. Zugleich sank in den ersten 6 Monaten auch die Zahl der Unternehmensschließungen auf rund 138.700 (-5,7 %). Damit ist der Gründungssaldo – die Differenz aus Gründungen und Schließungen – erstmals seit dem 2. Halbjahr 2011 wieder positiv.

Gewerbliche Existenzgründungen und Schließungen (1. Halbjahr 2015-2019)

Krisendauer bis zur vollständigen Erholung (nach Migrationsstatus)

Insgesamt geht das IfM Bonn davon aus, dass sich der aktuelle Trend bei den gewerblichen Existenzgründungen und den Unternehmensschließungen auch in der zweiten Jahreshälfte 2019 fortgesetzt hat. Die aktuellen Zahlen zu den Gründungen und Unternehmensschließungen im gewerblichen Bereich finden Sie hier.

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Neu auf der IfM-Webseite: Daten zur Überlebensrate von Unternehmen

Um die Qualität von Gründungen beurteilen zu können, ist es sinnvoll, deren Überlebensrate zu beobachten. Eine Übersicht hierüber findet sich nun auf der Internetseite des IfM Bonn: Demnach waren von den Unternehmen, die in 2012 gegründet wurden, nach einem Jahr noch 78% am Markt aktiv. Allerdings nahm die Überlebensrate mit jedem weiteren Jahr ab: Nach 5 Jahren betrug sie nur noch 39,8%.

Die höchste Überlebensrate nach 5 Jahren (2012-2017) zeigte sich im Wirtschaftszweig Gesundheits- und Sozialwesen (58,2%), die niedrigste im Grundstücks- und Wohnungswesen (23,8%).

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Neu im IfM-YouTube-Kanal: Globale Wertschöpfungsketten

Neu im IfM-YouTube-Kanal: Globale Wertschöpfungsketten

Mit welchen Herausforderungen haben mittelständische Zulieferer in globalen Wertschöpfungsketten zu kämpfen? Wie können sie dem Druck, den Leadunternehmen ausüben, erfolgreich begegnen? Antworten hierauf gibt der neue YouTubefilm "Globale Wertschöpfungsketten in 3 Minuten erklärt".

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Aktualisierte IfM-Statistiken

In den vergangenen Wochen wurden folgende Statistiken auf der Internetseite des IfM Bonn aktualisiert:

Forschung und Entwicklung (FuE)
Freie Berufe

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Vorschau:

Im Forschungs-Newsletter (1/2020) können Sie u. a. lesen,

wie sich Neugründungen in innovativen Bereichen entwickeln,
warum Fachkräfte in wissensintensiven Engpassberufen lieber selbstständig als festangestellt arbeiten und welche Herausforderungen sich hierdurch für den Mittelstand ergeben,
inwieweit sich die veränderten internen und externen Rahmenbedingungen (z. B. Digitalisierung) auf die Innovationsweise von mittelständischen Unternehmen auswirken.

Der Newsletter wird am 6. März 2020 versandt.

Aktuelles aus dem IfM Bonn

IfM-Präsidentin zählt zu den einflussreichsten Ökonominnen
IfM-Präsidentin Prof. Dr. Friederike Welter ist laut F.A.Z.-Ranking die zweit "einflussreichste Ökonomin in Deutschland". An erster Stelle steht die Bonner Professorin Isabel Schnabel. Hinter Prof. Dr. Friederike Welter folgen Prof. Dr. Claudia Kemfert (DIW Berlin), Prof. Dr. Dina Pomeranz (Universität Zürich) und Prof. Dr. Maja Göpel (Leuphana Universität).

Erstmals hat die F.A.Z. ein Ökonominnenranking erstellt. Berücksichtigt wurden hierfür nur Wissenschaftlerinnen, die im vergangenen Jahr sowohl Impulse in der Forschung gesetzt haben als auch in den Medien präsent waren. Nach Angaben der F.A.Z. besitzt Prof. Dr. Friederike Welter besonders viel Einfluss in der Wissenschaft.

Round Table Mittelstand diskutierte über die Rahmenbedingungen im Mittelstand
Der wirtschaftliche Mittelstand in Deutschland ist volkswirtschaftlich bedeutsam. Damit dies so bleibt, sind nach Aussagen von Prof. Dr. Friederike Welter verlässliche Rahmenbedingungen und gute Standortbedingungen notwendig. Aktuell haben die mittelständischen Unternehmen schließlich nicht nur das große Thema "Digitale Transformation" zu bewältigen, sondern auch die Folgen der internationalen Handelsstreitigkeiten, die Vorgaben der Klimaschutzpolitik und den zunehmenden Fachkräfteengpass. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedener Forschungsinstitute sowie Vertreter und Vertreterinnen von Wirtschaftsverbänden und der KfW Bankengruppe diskutierten Mitte November mit Vertretern und Vertreterinnen der Wirtschaftspolitik, wie gut der Mittelstand in Deutschland die aktuellen Herausforderungen unter den bestehenden Rahmenbedingungen bewältigen kann.

Round Table Mittelstand diskutierte über die Rahmenbedingungen im Mittelstand
© Andreas Mertens BMWi

Erfolgreiche Konferenzauftritte
Prof. Dr. Friederike Welter ist auf der Konferenz "Research in Entrepreneurship and Small Business" (RENT) Ende November in Berlin für ihre Gutachtertätigkeit ausgezeichnet worden. Insgesamt waren die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des IfM Bonn mit einem Vortrag und zwei Postern auf der RENT vertreten: Jonas Löher berichtete, welche Rolle Equity Crowdfunding bei der Finanzierung von jungen Unternehmen spielt, und leitete den Chair "Entrepreneurial Finance for new and growing Businesses. Zudem war der IfM-Wissenschaftler für den "José Maria Veciana Best Paper Award" nominiert worden. Dr. Sebastian Nielen zeigte anhand seines Posters auf, wie sich die Bankenkonzentration auf die Kreditverfügbarkeit für kleine und mittlere Unternehmen in Europa auswirkt. Dr. Christian Schröder stellte mit Hilfe seines Posters dar, wie das Streben nach Unabhängigkeit die Unternehmensfinanzierung von Familienunternehmen beeinflusst.

RENT

Auf der Interdisciplinary European Conference on Entrepreneurship Research (IECER) in Utrecht referierte Dr. Teita Bijedić Ende Oktober über den Innovationsverwertungs-Gap bei Akademikern und Akademikerinnen.

Auf der Interdisziplinären Jahreskonferenz zu Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand (G-Forum) in Wien zeigte Dr. Rosemarie Kay Mitte Oktober den Einfluss der Arbeitsbedingungen auf die Bereitschaft von Steuerberatern und Steuerberaterinnen auf, sich selbstständig zu machen. Zugleich leitete sie die Session "Entrepreneurial Intention". Dr. Olivier Butkowski legte dar, was die Bankenkonzentration für die Verfügbarkeit von Bankenkrediten für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet. Dr. André Pahnke erläuterte, was den besonderen Ruf des Mittelstands rechtfertigt. Zudem leitete er die Sessions "Mittelstand und KMU" und "Family Firms". Dr. Christian Schröder berichtete, wie sich der Wunsch nach Unabhängigkeit auf die Unternehmensfinanzierung von Familienunternehmen niederschlägt. Dr. Christian Dienes zeigte den Zusammenhang zwischen Unternehmertum und regionalem Wirtschaftswachstum auf. Dr. Sebastian Nielen berichtete über das Zusammenspiel von Bankdarlehen und Lieferantenkrediten bei der Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen. Zudem leitete er die Session "Entrepreneurial Finance".

Auf der Forscherkonferenz "Mapping Entrepreneurial Group Trajectories" Ende September in Berlin ordnete Prof. Dr. Friederike Welter die bisherige Entwicklung der Kontextforschung ein.

Zur Arbeitskreisleiterin gewählt
Dr. Rosemarie Kay ist zur neuen FGF-Arbeitskreisleiterin "Gender & Entrepreneurship" (ehemals "Women Entrepreneurship") gewählt worden. Der Arbeitskreis bietet Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die zu genderspezifischen Entrepreneurship- und Mittelstandsthemen forschen und lehren, die Möglichkeit zur Vernetzung. Zugleich ist er der nationale und internationale Ansprechpartner innerhalb des Förderkreises Gründungs-Forschung e.V.

Zu Gast im IfM Bonn

Zu Gast Im IFM Bonn

Die Entstehung und Entwicklung von Unternehmertum werden durch die jeweiligen Kontexte beeinflusst. Im Rahmen des IfM-Forums stellte Prof. Dr. David B. Audretsch (Indiana University/USA) Anfang Oktober unter anderem anhand von Standortfaktoren und individuellen Persönlichkeitsmerkmalen dar, welche Rolle die jeweilige länderspezifische Kultur dabei spielt.

Zu Gast Im IFM Bonn

Seit gut 30 Jahren wertet das Institut für Sozialökonomische Strukturanalysen (Söstra) u.a. die Daten des IAB-Betriebspanels für verschiedene Landesministerien aus. Im Rahmen des IfM-Forums berichtete Dr. Silke Kriwoluzky Mitte Oktober über die Tätigkeit des Berliner Instituts.

Datennutzung zu Forschungszwecken
Daten, die das IfM Bonn selbst erhebt, können von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen kostenfrei zu eigenen Forschungszwecken in den Institutsräumen eingesehen und verwendet werden. Eine Nutzung für gewerbliche oder sonstige Zwecke ist dagegen nicht möglich. Mehr Informationen zum Anmeldeverfahren finden Sie hier.

Neuer Beitrag in der Working Paper-Reihe
Können Emotionen Unternehmertum und Gründergeist beeinflussen? In ihrem Beitrag "Emotions and Entrepreneurship Education: State of the Art and Future Research Agenda" geben Victor Pérez (University of Lapland, Yliopistonkatu/Finnland) und Juha Kansikas (Jyväskylä University School of Business and Economics/Finnland) einen Überblick über die bisherigen wissenschaftlichen Ergebnisse.

Externe Veröffentlichungen von IfM-Wissenschaftlern
Internationale Wissenschaftler haben für die OECD-Reihe "Studies on SMEs and Entrepreneurship" die aktuelle Situation der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Irland analysiert und auf dieser Basis wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen erstellt. Sebastian Ptok und Dr. Susanne Schlepphorst untersuchten in ihrem Beitrag die Bedeutung von unternehmensgeführten Netzwerken.

Welche Chancen bieten datenbasierte Geschäftsmodelle für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)? Vor welche Herausforderungen werden sie hierdurch gestellt? Antworten auf diese Fragen geben Marina Hoffmann und Dr. Christian Schröder in ihren Beitrag "Datenbasierte Geschäftsmodelle" in den Wirtschaftspolitischen Blättern 3/2019.

In ihrem Sammelband zeigen Dr. Teita Bijedić, Prof. Dr. Ilona Ebbers (Europa-Universität Flensburg) und Prof. Dr. Brigitte Halbfas (Universität Kassel) gemeinsam mit weiteren Autoren die Entwicklungslinien und Perspektiven des Forschungsfeldes "Entrepreneurship Education" im Kontext der Wirtschaftsdidaktik auf. Zugleich geben sie einen Überblick über die inter- und transdisziplinäre Herangehensweise an das Forschungsfeld, insbesondere im Kontext ökonomischer Bildung.

Die Forschungsergebnisse des IfM Bonn – (inter-)national präsent
Vor dem Bund-Länder-Ausschuss Mittelstand Ende September in Speyer präsentierte Dr. Siegrun Brink die Studienergebnisse "Bürokratiewahrnehmung von Unternehmen". Brigitte Günterberg berichtete über das gewerbliche Gründungs- und Liquidationsgeschehen im 1. Halbjahr 2019 und Marina Hoffmann über die Studie "Unternehmensfinanzierung im EU-Vergleich".

Auf dem Volkswirte-Forum des ifh Göttingen Anfang Oktober in Düsseldorf zeigte Dr. Annette Icks neben den Gründen für die unterschiedliche Bürokratiewahrnehmung von Politik und Wirtschaft auch die Merkmale der drei identifizierten Bürokratiewahrnehmungstypen auf.

Auf dem Treffen der Regionalpartner der Unternehmensnachfolgebörse "nexxt-change" in Frankfurt stellte Dr. Rosemarie Kay Mitte November die Chancen und Risiken einer Unternehmensübernahme durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dar. Im Rahmen des Runden Tischs "Gründungsfinanzierung im digitalen Wandel" berichtete Dr. Rosemarie Kay Mitte Oktober in Berlin über das aktuelle Gründungsgeschehen in Deutschland.

Auf der Sitzung des Fachbeirats der NRW.International GmbH Mitte Oktober in Düsseldorf stellten Sebastian Ptok und Hans-Jürgen Wolter die Folgen handelspolitischer Konflikte für die KMU dar.

Im Rahmen eines wissenschaftlichen Workshops der Walter-Raymond-Stiftung ging Dr. Susanne Schlepphorst Mitte November in Berlin der Frage nach, inwieweit sich Unternehmen für die Gesellschaft engagieren und ob sich dies mit ihren Wachstumszielen verbinden lässt. Im Rahmen der Veranstaltung "Frauen sind gesucht" der Konrad-Adenauer-Stiftung stellte Dr. Susanne Schlepphorst Mitte September in Bielefeld die Ergebnisse verschiedener IfM-Studien vor.

Dr. Nadine Schlömer-Laufen wirkte bei der Jurysitzung der Initiative "Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie Anfang Dezember in Berlin mit.

Auf der Halbzeitbilanz des Nationalen Normenkontrollrats zeigte Prof. Dr. Friederike Welter Ende Oktober in Berlin einige Gründe für die negative Bürokratiewahrnehmung von Unternehmen in Deutschland auf.

Hans-Jürgen Wolter und Brigitte Günterberg stellen Mitte Dezember die Mittelstandsstatistik des IfM Bonn in der IHK Düsseldorf vor.

Frohe Weihnachten

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