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Entwicklungsverläufe von mittelständischen Unternehmen - Unternehmensnachfolge | 2012
Unternehmensnachfolgen in Deutschland

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

Projektbearbeitung

In Kooperation mit dem Stiftungslehrstuhl für allgemeine BWL, insbesondere Unternehmensnachfolge an der Universität Siegen

Zusammenfassung

Seit 1989 wurde in Deutschland keine große, bundesweite Befragung unter Übergebern und Nachfolgern mehr durchgeführt. Da aufgrund der zunehmenden Berichterstattung über das Thema von einem veränderten Bewusstsein für die Unternehmensnachfolge auszugehen ist, hat der Stiftungslehrstuhl für allgemeine BWL, insbesondere Unternehmensnachfolge an der Universität Siegen in Kooperation mit dem IfM Bonn im Winter 2008/2009 mittels einer bundesweiten Befragung aktuelle Daten zur Unternehmensnachfolge in Deutschland erhoben. An der Befragung beteiligten sich insgesamt 1.171 Unternehmer.

Familieninterne Nachfolgelösungen von Übergebern bevorzugt

Die Mehrheit der Übergeber plant für den Fall ihres Rückzugs aus dem Unternehmen eine Übertragung des Unternehmens. Das Gros der Übergeber mit Übergabeplänen strebt eine familieninterne Nachfolge an, wobei das Unternehmen am häufigsten an einen Sohn übergehen soll. Die Befunde der Übernehmerbefragung fügen sich in dieses Bild ein: Die meisten Übernehmer sind als familieninterne Nachfolger ins Unternehmen eingetreten.

Eigenkapital und Bankkredite die am häufigsten genutzten Finanzierungsmittel

Angesichts des hohen Anteils familieninterner Übernahmen überrascht es nicht, dass fast zwei Drittel der befragten Nachfolger das Unternehmen unentgeltlich übertragen bekommen haben. Unternehmensanteile wurden demnach entweder komplett oder teilweise verschenkt, oder sie verblieben in den Händen des Alteigentümers. Diejenigen, die das Unternehmen käuflich erworben haben, griffen dafür am häufigsten auf eigene Ersparnisse zurück oder nahmen einen Bankkredit auf.