Der gesellschaftliche Beitrag des Mittelstands

Laufendes Forschungsvorhaben

Ausgangslage/Problemstellung

Häufig wird der gesellschaftliche Beitrag des Mittelstands mit Konzepten wie Corporate Social Responsibility (CSR), Corporate Citizenship (CC) oder auch, in jüngerer Zeit, dem sozialen Unternehmertum verbunden. Diese Konzepte stellen allerdings stark auf die betrieblich messbaren Effekte des gesellschaftlichen Engagements und somit den Nutzen für das einzelne Unternehmen ab. Tatsächlich reicht jedoch die gesellschaftliche Rolle des Mittelstands darüber hinaus, wie bereits Ludwig Erhardt konstatierte: Er betrachtete den Mittelstand als eine bedeutende Stütze der Gesellschaft, weil er über seine ökonomische Bedeutung hinaus u.a. für gesellschaftlich-sozialen Ausgleich und Partizipation sorge. Dies kann, muss jedoch nicht Ergebnis eines auf dieses Ziel ausgerichteten unternehmerischen Verhaltens sein.

Forschungsziele/Vorgehensweise

Hier setzt das Forschungsprojekt an und untersucht die Frage, welchen Beitrag der Mittelstand zur Bewältigung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit – bspw. Demokratie und Freiheit, Teilhabe, Integration und Diversität, soziale und regionale Ungleichheiten – leistet. Ziel ist es, konzeptionell neu zu fassen, was unter dem gesellschaftlichen Beitrag des Mittelstands zu verstehen ist, wie dieser Beitrag gemessen werden kann und ihn schließlich empirisch zu überprüfen. In der ersten Projektphase (2020) gilt es, mittels kritischer Aufarbeitung der Literatur sowohl ein neues Konzept des gesellschaftlichen Beitrags des Mittelstands als auch ein Konzept zur empirischen Erfassung des gesellschaftlichen Beitrags zu erarbeiten. Zur Validierung der Ergebnisse dieser Arbeitsschritte werden diese mit zwei bis drei Fokusgruppen diskutiert. Diese Arbeiten bilden die Grundlage für empirische Untersuchungen in der nächsten Projektphase.

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