Auswirkungen volkswirtschaftlicher und betrieblicher Rahmenbedingungen auf die Unternehmensfinanzierung im EU-Vergleich

Laufendes Forschungsvorhaben

Ausgangslage/Problemstellung

In Deutschland steigt seit vielen Jahren die Eigenkapitalquote von mittelständischen Unternehmen. Diese Entwicklung spiegelt eine ausgeprägte Präferenz für die Eigenfinanzierung wider. Wählen Mittelständler Fremdfinanzierung, greifen sie vornehmlich auf Bankkredite zurück. Damit unterscheidet sich der deutsche Mittelstand hinsichtlich der genutzten Finanzierungsinstrumente teils deutlich von Unternehmen im europäischen Ausland. Folglich wären auch auf europäischer Ebene einheitliche Unterstützungsmaßnahmen ("one size fits it all") in der Mittelstands- bzw. KMU-Finanzierung weniger vielversprechend als solche, die sich an den spezifischen strukturellen Unterschieden in den einzelnen Ländern orientieren.

Forschungsziele/Vorgehensweise

Das vorgeschlagene Projekt soll genau diese strukturellen Unterschiede aufzeigen, um das Verständnis dafür zu vertiefen, dass einheitliche Fördermaßnahmen in den verschiedenen Ländern nicht in einem gleichen Maße wirken, bzw. im Extremfall die gewünschte Wirkung verfehlen können. Dazu werden die Zusammenhänge zwischen der Wahl der Finanzierungsinstrumente und dem unternehmerischen sowie gesamtwirtschaftlichen Kontext untersucht und international verglichen. Von Interesse sind dabei auch Interdependenzen zwischen den Eigentumsstrukturen, etwaigen Präferenzen für Eigenkapitalfinanzierung, aber auch dem Zugang zu verschiedenen (Fremd-)Finanzierungsquellen. Datengrundlage bildet der "Survey on the access to finance of enterprises" (SAFE) der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank. Dieser Datensatz ermöglicht einen Vergleich der Unternehmensfinanzierung auf europäischer Ebene.

 

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