Investitionsverhalten von KMU

Abgeschlossenes Forschungsvorhaben

Ausgangslage/Problemstellung

Während in den letzten Jahren mittelgroße Unternehmen das Niedrigzinsniveau für Investitionen nutzten, stagniert der Anteil von Klein- und Kleinstunternehmen, die Investitionen tätigen. Zudem ist die Investitionsdeckung, also das Verhältnis zwischen Investitionsvolumen und Abschreibungen, der kleinen Unternehmen deutlich stärker gefallen als dies bei den mittelgroßen Unternehmen der Fall ist. Insgesamt zeigen sich damit deutliche Veränderungen beim Investitionsverhalten innerhalb der KMU. In Frage steht dabei, welche Faktoren, diese Entwicklungen maßgeblich erklären können.

Forschungsziel/Vorgehensweise

Das Forschungsprojekt soll klären, ob das Investitionsverhalten der KMU von betriebswirtschaftlichen Motiven (z.B. Rentabilität, Wachstum) oder strukturellen Faktoren, wie u.a. demografischer Entwicklung, Finanzierungshemmnissen, Strukturwandel oder Digitalisierung dominiert wird.  Daher wird zunächst auf aggregierte Unternehmensbilanzdaten von KMU (Deutsche Bundesbank, DSGV) zurückgegriffen, um die Investitions- und Rentabilitätsentwicklung, differenziert nach Art und Niveau für verschiedene Unternehmensgrößen und Branchen darzustellen. Um mögliche Einflussfaktoren näher zu analysieren, schließt sich daran eine Untersuchung auf Unternehmensebene (Markus-Datenbank) an. Anhand ökonometrischer Verfahren werden sowohl unternehmensspezifische Merkmale als auch Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen als Erklärung für das Investitionsverhalten berücksichtigt.

  • Aktuelle Veröffentlichung
Das Investitionsverhalten kleiner und mittlerer Unternehmen

Dienes, C.; Pahnke, A.; Wolter, H.J. (2018): Das Investitionsverhalten kleiner und mittlerer Unternehmen, IfM Bonn: IfM-Materialien Nr. 268, Bonn

Ansprechpartner