Digitale Kompetenzen in der Führungsebene im Mittelstand

Laufendes Forschungsvorhaben

Ausgangslage/Problemstellung

Die zunehmende Digitalisierung ist eine der größten Herausforderungen für den Mittelstand. Bisher wird darunter noch sehr oft eine rein technische Herangehensweise verstanden. Um jedoch die Digitalisierung erfolgreich umzusetzen, sind umfangreiche Anpassungen der Organisationsstruktur und ihre positive Gestaltung durch die Belegschaft erforderlich. Die neuen Vernetzungstechnologien erfordern neue Aufgabenzuschnitte, Mitarbeiterkompetenzen sowie eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Eine wesentliche Rolle in diesem Veränderungsprozess nehmen die Führungskräfte ein. Ihre digitalen Kompetenzen sind für die erfolgreiche Bewältigung des umfassenden Veränderungsprozesses entscheidend. Dabei ist die Erfassung benötigter und vorhandener digitaler Kompetenzen als Entscheidungsgrundlage für organisationale und politische Digitalisierungsmaßnahmen, z. B. die Bereitstellung geeigneter (Weiter-) Bildungsmaßnahmen, unverzichtbar.

Forschungsziel/Vorgehensweise

Ziel des Projektes ist es, die (digitalen) Kompetenzen herauszuarbeiten, die auf der Führungsebene im Zuge der Digitalisierung benötigt werden. Im Fokus stehen sowohl die Veränderungen, die eine Unternehmensführung selbst durchläuft, als auch die daraus entstehenden Konsequenzen für die gesamte Unternehmensorganisation bzw. die Mitarbeiter. Zudem sollen personalpolitische und organisationsbezogene Maßnahmen identifiziert werden, die geeignet sind, die entsprechenden Kompetenzen bereitzustellen. Die aufgeworfenen Fragen werden mittels qualitativer Methoden beantwortet. Zum einen werden vergleichende Interviews mit solchen Mittelständlern durchgeführt, die eine umfassende digitale Transformation bereits erfolgreich gestaltet haben, und solchen, die noch gar nicht in diesen Prozess eingetreten sind oder mit diesem Schwierigkeiten haben. Zum anderen werden Gespräche mit Experten aus der Wissenschaft und Praxis geführt. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Forschungskolleg der Universität Siegen (FoKoS) durchgeführt (Oliver Heger und Prof. Dr. Björn Niehaves, Leiter).

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