Gründer entdecken Schwabach bei Nürnberg

29.11.2017

IfM Bonn: Offenbach bleibt weiterhin beim NUI Spitze

Im Kreis Schwabach ist es zunehmend attraktiv, ein Gewerbe zu eröffnen: Laut aktuellem NUI-Regionenranking konnte sich die nordbayerische Region vom Platz 51 (2015) auf Rang 18 (2016) verbessern – und landete damit zum ersten Mal seit 2006 unter den 20-Top-Gründungsregionen. NUI-Spitzenreiter bleibt jedoch die kreisfreie Stadt Offenbach am Main (282,6). Ebenso konnte der Landkreis München (253,0) weiterhin seinen zweiten Platz behaupten.

In die Spitzengruppe zurückgekehrt sind die beiden bayerischen Landkreise Ebersberg und Passau. Dagegen befinden sich die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz sowie die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Fürstenfeldbruck nicht mehr unter den 20 attraktivsten Gründungsregionen. Insgesamt zählen 10 Kreise und kreisfreie Städte in Bayern, 5 in Hessen, die Bundeshauptstadt Berlin sowie je eine Stadt in Rheinland-Pfalz (Zweibrücken), Baden-Württemberg (Baden-Baden) und Nordrhein-Westfalen (Landeshauptstadt Düsseldorf) und der Landkreis Harburg (Niedersachsen) zu den TOP-20 des Regionenrankings. Nur um Haaresbreite verfehlte zudem der Landkreis Storman in Schleswig-Holstein den Einzug in die Spitzengruppe.

Insgesamt belegt der NUI-Indikator, dass sich die Gründungsneigung in Deutschland weiter verringert hat – jedoch in abgeschwächter Form (-5,2 Punkte). Auch hat sich die Spannbreite der gemessenen NUI-Werte über die Jahre hinweg verringert. Gleichwohl ist der Abstand zwischen dem Spitzenreiter Offenbach am Main (282,6) und dem letztplatzierten Landkreis Elbe-Elster (64,1) weiterhin groß.

Im Bundesländer-Vergleich konnte nur Berlin seine Gründungsattraktivität auf hohem Niveau fast halten – in allen anderen Ländern ging die Gründungsneigung etwas zurück. Besonders markant ist das Gefälle in Thüringen und Sachsen-Anhalt: während hier die kreisfreien Städte vergleichsweise hohe Gründungszahlen aufweisen, sind die ländlichen Gebiete noch immer eher gründungsschwach. In Nordrhein-Westfalen erzielten 36 Kreise höhere Platzierungen als im Vorjahr.

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