Forschungsfeld "Weibliches Unternehmertum"

12.10.2018

Welche wissenschaftlichen Themen beschäftigen aktuell die Ökonomen im Hinblick auf weibliches Unternehmertum? Welche Aspekte könnten zukünftig relevant sein? Anhand verschiedener theoretischer und empirischer Forschungsbeiträge sowie konkreter Praxisstudien geben die Herausgeber Jun.-Prof. Stephanie Birkner (Universität Oldenburg), Jun.-Prof. Kerstin Ettl (Universität Siegen), Prof. Dr. Friederike Welter (IfM Bonn/Universität Siegen) und Prof. Dr. Ilona Ebbers (Europa-Universität Flensburg) in ihrem Handbuch "Women´s Entrepreneurship in Europe" eine umfassende Antwort.

So haben beispielsweise die drei IfM-Wissenschaftler Dr. Rosemarie Kay, Dr. André Pahnke und Dr. Susanne Schlepphorst die geplanten Übergaben von frauengeführten Unternehmen im Vergleich mit männergeleiteten untersucht. Das Ergebnis: Das unternehmerische Verhalten in der Vorübergabephase unterscheidet sich ebenso wie die Performance nur geringfügig. Infolgedessen rechnen beide Unternehmensgruppen selten mit existenzbedrohenden Problemen im Zuge des Übergabeprozesses. Ein frauengeführtes Unternehmen hat demnach grundsätzlich die gleichen Übergabechancen wie ein männergeführtes. Werden allerdings die strukturellen Unterschiede – frauengeführte Unternehmen sind beispielsweise kleiner und häufiger im Dienstleistungssektor angesiedelt – berücksichtigt, ist davon auszugehen, dass sie häufiger als männergeführte Unternehmen im Zuge der Unternehmensnachfolge geschlossen werden.

Das Handbuch bietet insgesamt eine gute Übersicht darüber, wie sich die Forschungsergebnisse auf die weitere wissenschaftliche Tätigkeit, Bildung sowie die Praxis auswirken (können). Daher ist es auch besonders für Studenten hilfreich.

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