Mehr volkswirtschaftlich bedeutsame Gründungen

25.09.2019

Jede 3. gewerbliche Gründung ist eine Betriebsgründung von einer Hauptniederlassung

Im ersten Halbjahr 2019 ist die Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen weiter leicht gesunken (-2,1%). Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum fiel der Rückgang jedoch schwächer aus: Insgesamt fanden rund 139.400 Gründungen im gewerblichen Bereich statt. Zugleich sank in den ersten 6 Monaten auch die Anzahl der Unternehmensschließungen auf rund 138.700 (-5,7%). Damit ist der Gründungssaldo – die Differenz aus Gründungen und Schließungen – erstmals seit dem 2. Halbjahr 2011 wieder positiv.

"Erfreulich für die deutsche Volkswirtschaft ist, dass jede dritte gewerbliche Gründung eine Betriebsgründung einer Hauptniederlassung ist. Diese Gründungen gehen in der Regel mit der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen – und nicht nur für die Gründer selbst – einher", erläutert Dr. Rosemarie Kay.

Die Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen ist im ersten Halbjahr 2019 – wie schon in den Vorjahren – vor allem aufgrund des Rückgangs bei den Gründungen im Kleingewerbe gesunken. Insgesamt gehen die Wissenschaftler des IfM Bonn davon aus, dass sich der aktuelle Trend bei den gewerblichen Existenzgründungen und den Unternehmensschließungen bis Jahresende fortsetzen wird. "Inwieweit sich die Abkühlung der Konjunktur auf den Arbeitsmarkt und in der Folge auf das Gründungsgeschehen auswirken wird, ist aktuell nicht absehbar. Bisher standen für gut qualifizierte Fach- und Führungskräfte ausreichend attraktive Stellen zur Verfügung", resümiert die stellvertretende Geschäftsführerin des IfM Bonn.

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