Bürokratie im Handwerk

08.10.2019

Die Wirtschaftsunternehmen besitzen ein anderes Bürokratieverständnis als die Politik: Während letztere den Begriff auf die Dokumentations- und Informationspflichten sowie auf den benötigten Erfüllungsaufwand beschränkt, zählt der Großteil der Unternehmen auch halböffentliche Vorgaben von Selbstverwaltungsorganisationen der Wirtschaft, Normungsinstituten oder Berufsgenossenschaften dazu.

Auf dem Volkswirte-Forum des ifh Göttingen Anfang Oktober in Düsseldorf zeigte Dr. Annette Icks neben diesem grundlegenden Forschungsergebnis auch die Merkmale der drei identifizierten Bürokratiewahrnehmungstypen auf: So fühlen sich die Verdrossenen unverhältnismäßig stark vom bürokratischen Aufwand belastet und reagieren daher häufig sehr emotional auf das Thema "Bürokratie". Die Pragmatischen empfinden zwar auch die Bürokratiebelastung als vergleichsweise "hoch" – sie gehen damit aber wesentlich sachlicher als die Verdrossenen um. Dagegen zeichnen sich die Unbelasteten durch einen eher sachlichen und emotionslosen Umgang mit Bürokratie aus.

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