IfM-Studie findet in der Politik Gehör

23.10.2019

Die Bundesregierung hat in der Vergangenheit zahlreiche Bürokratieentlastungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Dennoch fühlen sich weiterhin viele Unternehmen von den bürokratischen Vorgaben und Regulierungen enorm belastet.

Auf der Halbzeitbilanz des Nationalen Normenkontrollrats am 22. Oktober in Berlin zeigte Prof. Dr. Friederike Welter (IfM Bonn/Universität Siegen) in der Podiumsdiskussion einige Gründe hierfür auf. So fasst die überwiegende Mehrheit der Unternehmensvertreter und -vertreterinnen den Bürokratie-Begriff weiter als die Politik, die den Begriff auf die Dokumentations- und Informationspflichten sowie auf den benötigten Erfüllungsaufwand beschränkt. Dagegen zählt der Großteil der Unternehmen auch halböffentliche Vorgaben von Selbstverwaltungsorganisationen der Wirtschaft, Normungsinstituten oder Berufsgenossenschaften dazu.

Für die Studie "Bürokratiewahrnehmung von Unternehmen" hatten die IfM-Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen erstmalig das Bürokratieverständnis in den Unternehmen untersucht – und nicht den messbaren Zeit- und Kostenaufwand.

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