NUI-Regionenranking: Landkreis München vor Offenbach

04.02.2020

Gewerbliche Gründungsneigung stieg leicht in Brandenburg, Thüringen, Saarland und Rheinland-Pfalz

Der Landkreis München hat nach 12 Jahren die kreisfreie Stadt Offenbach am Main an der Spitze des NUI-Regionen-Rankings abgelöst. Auf Platz 3 und 4 folgen die Landkreise Miesbach und Starnberg, die ebenfalls im Umland von München liegen.

Der weiteste Sprung nach vorn in die TOP-20-Gruppe gelang Leverkusen: Die kreisfreie Stadt konnte ihren Rang um 27 Plätze verbessern (von Position 37 auf 10). Zudem kehrten die Stadt Schwabach (von Rang 46 auf 18) sowie der Landkreis Landsberg am Lech (von Platz 23 auf 19) in die Spitzengruppe zurück. Die Landkreise Ebersberg, Nordfriesland sowie Garmisch-Partenkirchen gehören hingegen nicht mehr der Bestplatziertengruppe an. Insgesamt zählen 9 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern, fünf Landkreise und kreisfreie Städte in Hessen einschließlich der Landeshauptstadt Wiesbaden, Leverkusen und Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen, Berlin sowie Zweibrücken (Rheinland-Pfalz), Baden-Baden (Baden-Württemberg und der Landkreis Görlitz (Sachsen) zur TOP-20-Gruppe.

Das IfM Bonn veröffentlicht seit 1998 jährlich die Zahl der Gewerbeanmeldungen je 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter (Neue Unternehmerische Initiative – NUI). Als neue unternehmerische Initiative gelten sowohl Existenzgründungen als auch Betriebsgründungen, Übernahmen und Zuzüge von Gewerbebetrieben und gewerbliche Nebenerwerbstätigkeiten. Sowohl ein Rückgang der Gewerbeanmeldungen als auch eine Zunahme der erwerbsfähigen Bevölkerung können sich negativ auf den NUI-Wert auswirken.

Etwas höhere Gründungsneigung in vier Bundesländern

Entgegen dem weiterhin leicht negativen Trend in Deutschland (-0,9 Punkte) ist die Anzahl der neu angemeldeten Gewerbebetriebe je 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter im Saarland (+3,8 Punkte), in Brandenburg (+2,3 Punkte), Thüringen (+1,3 Punkte) und in Rheinland-Pfalz (+1,3 Punkte) geringfügig gestiegen. Die höchsten NUI-Werte unter den Bundesländern weisen jedoch weiterhin die Stadtstaaten Berlin und Hamburg auf.

Innerhalb der Bundesländer kann der NUI-Indikator stark divergieren: So finden sich neben den Spitzenregionen in Bayern 49 und in Hessen 8 Landkreise im Mittelfeld oder im unteren Drittel des bundesweiten Rankings wieder – was sich letztlich auf den gesamten NUI-Indikatorwert der beiden Bundesländer auswirkt.

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