Die größten Familienunternehmen befürchten eine sinkende Attraktivität des Standorts Deutschland

01.04.2014

Deutschlands größte Familienunternehmen stellen ihrem Heimatstandort sehr gute Noten aus – fürchten aber politischen Gegenwind. Fast die Hälfte (47%) unter ihnen erwartet, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland aufgrund der aktuellen Wirtschaftspolitik an Attraktivität verliert. In der Industrie liegt der Anteil sogar bei 54%. Das ergibt die aktuelle Befragung "Die größten Familienunternehmen in Deutschland", die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Deutsche Bank und das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn Anfang April in Berlin vorgestellt haben. Befragt wurden im Januar und Februar rund 400 der 4.500 größten Familienunternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen €.

Größter Belastungsfaktor sind aus Sicht der Familienunternehmer die Energiekosten: Zwei Drittel (67%) bewerten diese als schlecht oder sehr schlecht für den Standort. Fast die Hälfte der befragten Familienunternehmen (47%) meint, dass die Energiewende zum deutlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz im Ausland wird. Jedes dritte große Familienunternehmen (32%) hält es sogar für denkbar, in den nächsten zwei Jahren Arbeitsprozesse aufgrund der Energiewende ins Ausland zu verlagern.

zur Publikation

zur IfM-Hintergrundinformation