Industrielle Familienunternehmen fürchten Änderung des Erbschaftsteuergesetzes

10.12.2014

Mehr als zwei Drittel (68,2 %) aller familiengeführten Industrieunternehmen sehen bei einem Wegfall der Verschonungsregeln in der Erbschaftsteuer die Entwicklung ihres Unternehmens gefährdet. 63,9 % der Familienunternehmen, in denen bis 2019 ein Generationenwechsel ansteht, wären in diesem Fall gezwungen, ihre Investitionen zu senken. Fast die Hälfte (48 Prozent) geht in einem solchen Fall davon aus, Beschäftigung abbauen zu müssen. Das ergab die Herbstbefragung 2014, die das IfM Bonn im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und Pricewaterhouse Cooper (PwC) ausgewertet hat.

Fast 88 % der Unternehmen melden aktuell zudem Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen. Für rund 67 % der Unternehmen ist dabei das Fehlen der erforderlichen Qualifikation Hauptgrund für die Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung. Neun von zehn Unternehmern (90,6 %) fordern daher die Verbesserung der allgemeinen schulischen Ausbildung.

Im Hinblick auf die Diskussion um die Frauenquote geben rund 49 % der Unternehmen ohne weibliche Führungskräfte an, dass nach ihrer Meinung Frauen für Führungspositionen nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind. Zugleich zeigte die Befragung für das BDI-PwC-Mittelstandspanel: Je kleiner ein Unternehmen ist, desto mehr Frauen gibt es in Führungspositionen. So liegt in kleinen Betrieben mit weniger als 20 Beschäftigten der Anteil an weiblichen Führungskräften bei rund einem Viertel – und damit deutlich höher als in Großunternehmen, wo knapp zehn Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt sind.

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