NRW liegt bei den gewerblichen Gründungen über dem Bundesdurchschnitt

29.04.2015

IfM Bonn: Höhere Anzahl an Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen wirkte sich positiv aus

In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist zwar ebenso wie in ganz Deutschland (-8,3 %) die Gesamtzahl der gewerblichen Existenzgründungen gesunken – der Rückgang verlief jedoch nach Berechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn deutlich gemäßigter (-5,8 %). Im vergangenen Jahr stieg im größten Bundesland erstmals seit 2009 wieder die Anzahl der gewerblichen Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen leicht an (+2,1 %). Zum Vergleich: Sowohl deutschlandweit (-2,3 %) als auch beispielsweise in Baden-Württemberg (-2,6 %) und Bayern (-5,6 %) ist die Zahl dieser gewerblichen Gründungen weiter zurückgegangen.

"Betriebsgründungen von Hauptniederlasssungen besitzen eine größere wirtschaftliche Bedeutung als beispielsweise Gründungen im Kleingewerbe. Letztere sind in NRW ebenso gesunken (-8,5 %) wie deutschlandweit (-11,5 %), so dass der Gründungstrend in NRW insgesamt weiterhin rückläufig geblieben ist", erläutert Dr. Rosemarie Kay, stellvertretende Geschäftsführerin des IfM Bonn. Als Ursache für den Rückgang bei den Kleinbetriebsgründungen ohne Beschäftigte und ohne Handelsregister- bzw. Handwerksrolleneintrag wird die nunmehr uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit für alle Bürger der osteuropäischen EU-Beitrittsstaaten angesehen.

Im Vergleich zu den übrigen Bundesländern nahm NRW im vergangenen Jahr eine gute Position ein: Die Zahl der gewerblichen Existenzgründungen je 10.000 Erwerbsfähige (Gründungsintensität) lag über dem Bundesdurchschnitt. Damit rangierte das Bundesland hinter den Stadtstaaten Berlin, Hamburg, Bremen sowie hinter Hessen an fünfter Stelle.

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