Wertschätzung für Unternehmerinnen und Gründerinnen steigt

19.10.2015

Auch wenn inzwischen in den Medien deutlich mehr als noch vor einigen Jahren über Unternehmerinnen und Gründerinnen berichtet wird, liegt die Gesamtzahl der Berichte noch immer deutlich unter der Zahl der Artikel über Unternehmer und Gründer. In inhaltlicher Hinsicht hat sich die Berichterstattung insgesamt versachlicht, auch wenn es noch immer Beiträge gibt, die tradierte Rollenbilder vermitteln. Zu diesem Ergebnis kommen Prof. Dr. Friederike Welter  und Dr. Kerstin Ettl in einer Untersuchung des Unternehmerinnen- und Gründerinnenbildes in der west- und ostdeutschen Presse zwischen 1995 und 2013, die Dr. Kerstin Ettl auf der Abschlusskonferenz der Initiative "grOW – Frauen gründen (in) Ost und West" Anfang Oktober in Berlin vorstellte. Gemeinsam haben die beiden Forscherinnen des IfM Bonn und der Universität Siegen in den vergangenen Monaten die Berichterstattung über Unternehmerinnen und Gründerinnen in fünf ausgewählten, überregionalen deutschen Tageszeitungen in quantitativer und qualitativer Hinsicht analysiert.

Die Studie ist ein Teil des vom BMBF geförderten Projektes "Frauen gründen (in) Ost und West (grOW)", bei dem Wissenschaftler der Freien Universität Berlin im Verbund mit der Universität Siegen und dem IfM Bonn sich eineinhalb Jahre lang unter verschiedenen Blickwinkeln intensiv mit der Frage auseinandergesetzt haben, welche Faktoren und Rahmenbedingungen zu nachhaltigen Unternehmensgründungen durch Frauen führen.

Freie Universität Berlin, Center für Digitale Systeme, AV-Medien

"Hierzulande wurde mittlerweile erkannt, dass das lange Zeit unausgeschöpfte Potenzial von Frauen genutzt werden kann und muss ─ nicht zuletzt, um dem Fachkräftemangel in den Unternehmen zu begegnen und unternehmerische Selbstständigkeit auszuweiten. Trotzdem klafft in Deutschland wie auch in vielen anderen Ländern dieser Welt das Niveau beruflicher Selbstständigkeit von Frauen und Männern immer noch auseinander", konstatierte Prof. Dr. Friederike Welter in ihrer Keynote auf dem Abschlusskongress. Zukünftige Wege der Gründungsförderung von Frauen wurden anschließend in einer Podiumsdiskussion erörtert, der auch die IfM-Präsidentin angehörte.

zur Initiative grOW – Frauen gründen (in) Ost und West