A.T. Kearney und BDI: Gemeinsame strategische und unternehmerische Kompetenz für frischen Wind im Mittelstand

14.04.2016

Renommiertes Mittelstandspanel soll durch neue Partnerschaft fit für die Zukunft werden

"Der Mittelstand ist traditionell stark und autark", sagt Dr. Martin Sonnenschein, Zentraleuropa-Chef bei A.T. Kearney. Allerdings stünde er an der Schwelle zu großen Veränderungen. "Das trifft beim Thema Wertschöpfungskette zu, beim Stichwort Fusionen und Übernahme-Versuche - und nicht zuletzt beim Sprung ins digitale Zeitalter."

Damit der Mittelstand in Deutschland zukünftig die richtigen Strategien für diese Veränderungen findet, zeichnen nun der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und A.T. Kearney gemeinsam für das renommierte Mittelstandspanel - die zentrale Datenbasis für und über den Mittelstand - verantwortlich.

Das erste Mittelstandspanel unter Ägide der neuen Partner wird im Herbst 2016 erscheinen: mit modernem Look & Feel und inhaltlich neu aufbereitet. Dazu wird auch ein neuer Index gehören. Dieser erlaubt nicht nur eine schnelle Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen, sondern zeigt erstmals auch diejenigen Faktoren auf, die diese Einschätzung beeinflussen.

"Zusammen mit A.T. Kearney und dem IfM als bewährtem Partner wollen wir weiter daran arbeiten, dass Öffentlichkeit und Gesellschaft wichtige Themen des Mittelstands wahrnehmen. Ziel ist, dass mittelständische Industrieunternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumsstärke erhalten und ausbauen können. Das ist gut für Unternehmen, Beschäftigten und Standorte in unserem Land", betont Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.

Seit 2005 lässt das IfM Bonn im Auftrag des BDI - und nun auch im Auftrag von A.T. Kearney - halbjährlich rund tausend mittelständische Industrieunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen befragen. Die Einschätzung der aktuellen und künftigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ist ein fester Bestandteil jeder Befragungswelle. Daneben werden die verschiedenen großen industriellen Mittelständler auch zu aktuellen Herausforderungen und Themen befragt.

Das IfM Bonn wertet die Befragungsdaten aus und analysiert die jeweiligen Entwicklungstendenzen. "Mit welchen Problemen haben die mittelständischen Industrieunternehmen in Deutschland zu kämpfen? Welche schwierigen Entwicklungen haben sie in jüngster Zeit erfolgreich gemeistert? Das Mittelstandspanel bietet eine hervorragende Chance, um zeitnah die wirtschaftliche Situation im industriellen  Mittelstand zu identifizieren", sagt Prof. Dr. Friederike Welter, Präsidentin des IfM Bonn und Lehrstuhlinhaberin an der Universität Siegen.

"Auf Basis der Faktoren, die wir als erfolgskritisch für den deutschen Mittelstand einschätzen, wollen wir Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern Denkanstöße geben", ergänzt Dr. Wulf Stolle, der als Experte für Erfolgsfaktorenforschung die inhaltliche Ausgestaltung des Mittelstandspanels begleitet.

"Dabei muss sich der Mittelstand einer ganzen Palette von teils auch völlig neuen Aufgaben stellen", sagt Dr. Götz Klink, Mittelstandsexperte und Partner bei A.T. Kearney. Diese reichten von Strategien zur Reduzierung des Kostendrucks über M&A-Transaktionen bis hin zu Lösungsansätzen für internationale Expansion und digitale Transformation.  "Bei diesen Prozessen unterstützen wir die Unternehmen, denn ohne diese nötigen Veränderungen besteht die Gefahr, dass sie gesamtwirtschaftlich und international an Bedeutung verlieren."

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