Folgen von hybrider Selbstständigkeit

26.04.2019

Die Zahl der Personen steigt, die gleichzeitig einer abhängigen und einer selbstständigen Erwerbstätigkeit nachgehen. Auch hat der Anteil solcher hybrid Selbstständigen an allen Selbstständigen zugenommen: Von rund 10 % in 1996 auf fast 17 % in 2017.

In ihrem Beitrag "Hybride Selbstständigkeit – aktuelle Entwicklung und politischer Handlungsbedarf" erläutern Dr. Rosemarie Kay und Olga Suprinovič, was die Entwicklung für die soziale Absicherung dieser Erwerbstätigen bedeutet: Da viele hybrid Selbstständige – darunter insbesondere Frauen – nur einer abhängigen Beschäftigung in Teilzeit oder gar einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, und in der Selbstständigkeit häufig auf die soziale Absicherung verzichtet wird, nimmt tendenziell die Anzahl der sozial unterversorgten Selbstständigen zu. Dies gilt besonders im Hinblick auf die Altersabsicherung. Grund hierfür ist die Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme, die in der Regel noch strikt zwischen Selbstständigen und abhängig Beschäftigten unterscheiden. Entsprechend empfehlen die Autoren, die Sozialversicherung hin zu einer allgemeinen Erwerbstätigenversicherung weiterzuentwickeln.

Der Beitrag der beiden IfM-Wissenschaftlerinnen ist in der Reihe "Wiso direkt" der Friedrich-Ebert-Stiftung erschienen.

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