Existenzgründungen von ausländischen Staatsbürgern

Ausländer haben das Existenzgründungsgeschehen in den Jahren 2004 bis

2014 sowohl in Deutschland als auch Nordrhein-Westfalen in zunehmendem

Maße beeinflusst. Eine besonders große Rolle haben ausländische Gründer

im gewerblichen Bereich gespielt. Differenzierende Analysen auf Basis

der Gewerbeanzeigenstatistik zeigen, dass der Gründungsboom unter den

Ausländern ausschließlich auf die Bürger der ost- und mitteleuropäischen

EU-Beitrittsstaaten von 2004 und 2007 zurückgeht. Unter den übrigen

Ausländern war im betrachteten Zeitraum ebenso wie unter den Deutschen

ein Rückgang bei den gewerblichen Gründungen zu beobachten. Die

Gründungen von Ausländern weisen teils andere Tätigkeitsschwerpunkte und

eine im Durchschnitt geringere wirtschaftliche Substanz auf als die der

deutschen Gründer. Diese Unterschiede sind wiederum zu einem größeren

Teil auf die Bürger der genannten EU-Beitrittsstaaten zurückzuführen,

deren Anteil am gewerblichen Gründungsgeschehen seit 2014 aber

rückläufig ist.

Kay, R.; Günterberg, B. (2015): Existenzgründungen von ausländischen Staatsbürgern, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 15, Bonn.

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