Die Ich-AG als neue Form der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit

Ich-AGs sind zu 28,5 % in der Dienstleistungsbranche tätig, 17,9 % entfallen auf den Bereich Handel, Handelsvertretung, Reparatur, 10 % auf personenbezogene Dienstleistungen, 9,6 % auf das Baugewerbe, 5,9 % auf Erziehung und Unterricht sowie 4,7 % auf das Gesundheits- und Sozialwesen. Für 73,8 % war die Ich-AG vor allem ein Ausweg aus der Arbeitslosigkeit. Die überwiegende Mehrheit der Ich-AGs war zuvor allerdings nicht der Gruppe der Langzeitarbeitslosen zuzurechnen. Bei den Gründern waren 66,5 % bis zu 12 Monaten arbeitslos, bei den Gründerinnen 80 %. Bemerkenswert ist die Qualifikation der Gründerinnen und Gründer: 86,3 % der Gründer haben eine akademische Ausbildung, eine schulische oder eine betriebliche Berufsausbildung absolviert. Bei den Gründerinnen liegt die Quote bei 93,9 %. Eher vorsichtig gehen Ich-AGs auch ins finanzielle Risiko. 76,9 % kamen mit einem Startkapital von maximal 5.000 Euro aus, 76,3 % gründeten, ohne sich zu verschulden.

May-Strobl, E.; Suprinovič, O.; Wolter, H.-J. unter Mitarbeit von Kleinen, H. (2005): Die Ich-AG als neue Form der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit - Eine empirische Analyse des Gründungserfolgs bei Inanspruchnahme des Existenzgründungszuschusses, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 13, Bottrop.

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