Bürokratische Hürden bei der Realisierung von Umweltinnovationen kleiner und mittlerer Unternehmen

Zusammenfassung

Umweltinnovationen können als Lösung zur Realisierung des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung entstehen. Welche Faktoren ihre Verbreitung anregen oder auch hemmen und welche Rolle der Staat in diesem Kontext spielt, soll in dieser Studie gezeigt werden. Dabei wird den im Umweltinnovationsgeschehen auftretenden staatlichen bzw. administrativen / regulatorischen Hemmnissen besonderes Augenmerk gewidmet. Neben Literaturanalyse und Experteninterviews werden Beispiele aus der Praxis präsentiert, in denen eine Umweltinnovation neu eingeführt bzw. diffundiert wurde.

Die Frage, ob bei der Entstehung bzw. der Verbreitung von Umweltinnovationen staatliche Hemmnisse auftreten, kann eindeutig mit "ja" beantwortet werden. Es ließen sich drei Kategorien definieren: rechtliche/gesetzliche Schwierigkeiten, administrative Belastungen und Hemmnisse bei Förderprogrammen. Beim Abbau der beschriebenen Hemmnisse kommt der staatlichen Wirtschaftspolitik eine besondere Bedeutung zu. Die Studie diskutiert einige mögliche Handlungsempfehlungen, wie beispielsweise höhere Transparenz der Verfahren und Zuständigkeiten oder eine bessere Folgenabschätzung von erlassenen Gesetzen und eingeführten Förderprogrammen.

Lückgen, I.; Wallau, F. (2003): Bürokratische Hürden bei der Realisierung von Umweltinnovationen kleiner und mittlerer Unternehmen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 159, Bonn.

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