Die internationale Wirschaftstätigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen im Lichte der amtlichen und nicht-amtlichen Statistik

Zusammenfassung

Im Gegensatz zu den Internationalisierungs- und Globalisierungsaktivitäten der Großunternehmen ist über das quantitative Ausmaß der Auslandsaktivitäten mittelständischer Unternehmen nur wenig bekannt. Die Hochrechnung in der vorliegenden Studie liefert erstmals Schlüsselzahlen zum Auslandsengagement mittelständischer Unternehmen. Um eine geeignete Datenbasis für die Auswertungen zu erhalten, wurden die im MIND-Datensatz  in 1999 erfassten Wirtschaftsbereiche Produzierendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungen mit der Umsatzsteuerstatistik verknüpft. Dies erlaubte eine zuverlässige Hochrechnung auf alle mittelständischen Unternehmen mit 250.000 DM bis 100 Mill. DM Jahresumsatz.

Die Befunde zeigen eine fortgeschrittene Internationalisierung der mittelständischen Unternehmen. 329.000 mittelständische Unternehmen sind über Handelsbeziehungen mit ausländischen Märkten verbunden. Die Anzahl der mittelständischen Direktinvestoren beläuft sich auf rund 105.000 und ist damit um ein Vielfaches höher als die von der Deutschen Bundesbank ausgewiesene Zahl von 8.304 Unternehmen (im Jahre 1999), die aufgrund der Eingangsgrenze vornehmlich aus Großunternehmen bestehen. Die Anzahl der grenzüberschreitend kooperierenden mittelständischen Unternehmen beläuft sich auf rund 112.000. Bereits 40.000 mittelständische Unternehmen verfolgen eine differenzierte Internationalisierungsstrategie und sind sowohl handelsmäßig als auch mit Direktinvestitionen und Kooperationen auf Auslandsmärkten aktiv.

Kokalj, L.; Wolff, K. (2001): Die internationale Wirschaftstätigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen im Lichte der amtlichen und nicht-amtlichen Statistik, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 153, Bonn.

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