Möglichkeiten und Maßnahmen zur Beschleunigung von Baugenehmigungen

Zusammenfassung

Sowohl auf internationaler Ebene, als auch auf nationaler Ebene ergeben sich erhebliche Unterschiede in Qualität und Dauer von Genehmigungsverfahren zur Erstellung von Bauten. Befragt zu Problemen und Ursachen, geben die beteiligten Baubehörden und Unternehmen teils gegenläufige Argumentationslinien. Die unterschiedliche Wahrnehmung von Problemen im Genehmigungsverfahren durch die unmittelbar Beteiligten belegt die Notwendigkeit einer objektiven Ursachenanalyse. Interviews sowohl mit Mitarbeitern von Kommunalverwaltungen als auch mit Unternehmen und externen Experten ermöglichen einen bipolaren Untersuchungsansatz. So konnten Bestimmungsfaktoren für einen verbesserten Ablauf von Baugenehmigungsverfahren sowohl seitens der Verwaltung als auch der Unternehmen ermittelt werden.

Die Auswertung ergab, dass verschiedene Kommunen exemplarische Ansätze verfolgen, die zu einer schnelleren Baugenehmigungspraxis führten. Als Beispiele sind das Sternverfahren, in dem eine Bauakte gleichzeitig von mehreren Mitarbeitern geprüft wird, oder das Angebot einer Bauvorbesprechung mit dem Bauherren und allen involvierten Ämter, in der bereits frühzeitig auftretende Probleme gelöst werden können, zu nennen. Von Unternehmensseite kann z.B. durch eine sorgfältige Auswahl eines externen Experten, frühzeitige Kontaktaufnahmen mit der Verwaltung und Nutzung der angebotenen kommunalen Dienstleistungen Einfluss auf die Dauer des Baugenehmigungsverfahrens genommen werden.

Icks, A.; Richter, M. (2001): Möglichkeiten und Maßnahmen zur Beschleunigung von Baugenehmigungen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 151, Bonn.

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