Mittelstand im Internetzeitalter – Neue Wege in Wirtschaft und Verwaltung

Zusammenfassung

Der Umbau zur Informationsgesellschaft durch die rasante Verbreitung der Internetnutzung wird gravierende Änderungen für das Wirtschaftsgeschehen mit sich bringen, von denen praktisch alle Unternehmen und Unternehmensbereiche betroffen sein werden. Diese Entwicklung eröffnet kleinen und mittleren Unternehmen neue Möglichkeiten. Die vorliegende Studie untersucht die Chancen und Risiken, die sich dem deutschen Mittelstand durch internetbasierte Beziehungen in der Form von Business-to-Consumer, Business-to-Business und Business-to-Administration ergeben. Dabei wird neben einer umfangreichen Literaturanalyse auf die Detailbetrachtung von Fallstudien und die Auswertung einer durch das IfM Bonn in 1999 durchgeführten Unternehmensbefragung zurückgegriffen.

Derzeit ist das Internet im Prinzip durchaus geeignet, die Vorteile des Mittelstandes besser zur Geltung zu bringen und größenbedingte Nachteile zu verringern. Das world wide web bietet Rationalisierungsmöglichkeiten, die das geringere Ressourcenpotenzial des Mittelstandes in der gesamten Logistikkette ausgleichen. Zur effizienten Ausnutzung des Potenzials ist es ist jedoch erforderlich, rechtliche Unklarheiten hinsichtlich Vertragsabschlüssen über das Internet zu beseitigen. Es ist nicht überraschend, dass die eigene Homepage in absehbarer Zukunft faktisch ein "Muss"  für Unternehmen sein wird. Das Internet kann ebenfalls einen Beitrag zur Reduktion der bürokratiebedingten Belastungen mittelständischer Unternehmen leisten. Entsprechend ist ein Interesse der Unternehmen an Electronic Government vorhanden, auch wenn dieses von Seiten der Verwaltung bislang noch nur in sehr begrenztem Ausmaß und modellhaft angeboten wird.

Clemens, R.; Wolter, H.-J.; Richter, M.; Wolff, K (2000): Mittelstand im Internetzeitalter – Neue Wege in Wirtschaft und Verwaltung, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 140, Bonn.

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