Sanierungen in Insolvenzverfahren - übertragende Sanierungen und insolvenzplanbasierte Eigensanierungen in NRW

Die im Jahr 1999 vorgenommene Reform des Insolvenzrechts sollte u.a. mehr insolventen Unternehmen eine Fortführung der Tätigkeit ermöglichen. Bislang liegen jedoch kaum repräsentative Daten vor, in welchem Umfang das Ziel erreicht wird. Dank der Unterstützung zahlreicher Vertreter der NRW-Landesregierung und aus dem Justizwesen in NRW konnte das IfM Bonn hierzu erstmals Daten erheben. Die Auswertung von Gerichtsakten abgeschlossener Regelinsolvenzverfahren von Unternehmen mit mindestens 6 Mitarbeitern aus den Eröffnungsjahrgängen 2004/05, die das IfM Bonn an zehn von 19 Insolvenzgerichten in NRW durchgeführt hat, zeigen u.a., dass in den Jahren 2004 und 2005 in Nordrhein-Westfalen insgesamt 15.500 Insolvenzverfahren für Unternehmen (darunter 10.000 Einzelunternehmen und Freiberufler) eröffnet wurden. Davon war Ende 2008 weniger als die Hälfte (45%) abgeschlossen. Insbesondere die Verfahren von Kapitalgesellschaften erwiesen sich als langwierig.


Icks, A.; Kranzusch, P. (2010): Sanierungen in Insolvenzverfahren - übertragende Sanierungen und insolvenzplanbasierte Eigensanierungen in NRW, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 195, Bonn.

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