Wider Greenwashing: Wie integre CSR-Akteure sich absichern können

Corporate Social Responsibility (CSR) ist nicht nur eine chancenreiche, sondern auch eine mit Risiken behaftete Managementstrategie. So kann beispielsweise Opportunismus den Erfolg einer von Unternehmen betriebenen CSR-bezogenen Politik ernsthaft gefährden. Die bekannteste Form hierbei stellt Greenwashing (dt.: Grünfärberei) dar – was in zweierlei Weise für Unternehmen zur Gefahr werden kann: CSR-Unternehmen können durch das Greenwashing anderer Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen oder gar fälschlicherweise selbst des Greenwashings bezichtigt werden. Hintergrund ist in beiden Fällen Informationsasymmetrie. Gelingt es nicht, Greenwashing zu unterbinden, drohen Wettbewerbsverzerrungen. Leidtragende sind die redlichen CSR-Akteure und deren Kunden. Anhand zweier Vergleichsunternehmen aus Nordrhein-Westfalen, die sich in ihrer Größe deutlich unterscheiden, zeigt der Beitrag, welche Instrumente sich eignen, um die Risiken, die mit Greenwashing verbunden sind, zu minimieren. Als zielführend erweisen sich eine testierte Berichterstattung, der sozialkapitalgetragene Kundendialog, Signaling und eine Compliance-Kooperation – Maßnahmen also, die prinzipiell von Unternehmen jedweder Größe praktiziert werden können.

Maaß, F.; Icks, A. (2017): Wider Greenwashing: Wie integre CSR-Akteure sich absichern können, in: Bungard, P.; Schmidpeter, R. (Hrsg.): CSR in Nordrhein-Westfalen. Nachhaltigkeits-Transformation in der Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik, Köln, S. 381-394.

zum Verlag

Ansprechpartner