Regionale Unterschiede im Gründungsgeschehen: Diagnose und Ursachenanalyse der IHK-Bezirke Nordrhein-West­fa­lens

Die Studie ergründet die Ursachen für regionale Entwicklungsunterschiede im Gründungsgeschehen in Nordrhein-Westfalen. Räumliche Untersuchungseinheit sind die Industrie- und Handelskammerbezirke. Das Gründungsgeschehen wird anhand der Anzahl der Neuerrichtungen auf Grundlage der Gewerbeanzeigenstatistik dargestellt. Es zeigen sich sowohl hinsichtlich der Gründungsneigung der regionalen Bevölkerung wie auch in Bezug auf die Erneuerungsfähigkeit des Unternehmensbestandes regionale Unterschiede, so dass von räumlichen Disparitäten im wissenschaftlichen Sinne auszugehen ist. Die Ursachenanalyse zeigt, dass sich räumlich begrenzt auftretende Nachfrageveränderungen im lokalen Gründungsgeschehen niederschlagen. Dabei spielen sowohl die regionale Kaufkraft der privaten Haushalte wie auch Unterschiede in den Produktions- und Produktivitätssteigerungen der ortsansässigen Unternehmen eine Rolle.  Es zeigt sich ferner, dass die regionale Wirtschaftsstruktur und die daraus resultierenden standortspezifischen Kompetenzen die Gründungstätigkeit in den Teilräumen maßgeblich bestimmen.  Weiterhin wird aufgezeigt, dass eine ausgeprägte Kultur der Selbständigkeit in einer Region dem Gründungsgeschehen zuträglich ist. Auch von einer hohen Forschungs- und Entwicklungsintensität an einem Standort gehen stimulierende Effekte auf das Gründungsgeschehen aus.

Maaß, F. (2000): Regionale Unterschiede im Gründungsgeschehen: Diagnose und Ursachenanalyse der IHK-Bezirke Nordrhein-West­fa­lens, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2000, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 88 NF, Wiesbaden, S. 125-148.

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