Mitarbeiterbeteiligung in kleinen und mittleren Unternehmen - Verbreitung, Effekte, Voraussetzungen

Die materielle Mitarbeiterbeteiligung ist, trotz der ihr zugeschriebenen Vorteile, in Deutschland wenig verbreitet. Dieser Befund, der vor allem für kleine und mittlere Unternehmen gilt, wirft eine Reihe von Fragen auf, die das IfM Bonn auf der Basis schriftlicher und mündlicher Unternehmensbefragungen mithilfe bi- und multivariater Analysemethoden beantwortet hat:

  • In welchem Umfang sind die verschiedenen Beteiligungsformen verbreitet und gibt es unternehmensgrößenspezifische Unterschiede?

  • Welche finanzwirtschaftlichen, steuerlichen und personalwirtschaftlichen Effekte können von den verschiedenen materiellen Beteiligungsformen erwartet werden?

  • Inwieweit lassen sich positive Effekte materieller Beteiligungssysteme auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen empirisch nachweisen?

  • Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Einführung eines materiellen Beteiligungsmodells erfolgreich und dauerhaft wirksam ist?

Es wird deutlich, dass insbesondere die Einführung einer Kapitalbeteiligung ein sehr komplexer Prozess ist, der ein hohes Maß an Know How erfordert und mit einem enormen Aufwand verbunden ist. Dies trägt ebenso wenig zur Verbreitung materieller Beteiligungssysteme bei wie die engen Voraussetzungen, unter denen positive finanz- oder personalwirtschaftliche Effekte solcher Systeme erwartet werden können.

Backes-Gellner, U.; Kay, R.; Schröer, S.; Wolff, K. (2002): Mitarbeiterbeteiligung in kleinen und mittleren Unternehmen - Verbreitung, Effekte, Voraussetzungen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 92 NF, Wiesbaden.

Publikation herunterladen

Ansprechpartner