Frauen in der Unternehmensnachfolge

Die Erforschung von frauenspezifischen Aspekten in der Unternehmensnachfolge steht erst am Anfang. Die Untersuchung ermittelt, inwieweit die Unternehmensnachfolge ein für Frauen attraktiver und gangbarer Weg in die Selbstständigkeit darstellt - z.B. im Vergleich zur Existenzgründung. Dabei werden auch die näheren Begleitumstände der Unternehmensübertragungen berücksichtigt, wie die Größe der übertragenen Unternehmen, der Wirtschaftsbereich, dem das Unternehmen zuzuordnen ist, das Alter des Unternehmens bis hin zu den Erfolgspotenzialen und die Rentabilität der Unternehmen. Zur Analyse wird eine Befragung von 9000 Unternehmen aus den Bereichen Industrie und wirtschaftsnahe Dienstleistungen herangezogen, die zu Beginn des Jahres 2001 bundesweit durchgeführt wurde.

Die Autoren stellen fest, dass der Unternehmerinnenanteil bei Unternehmensnachfolgen in der 2. Unternehmensgeneration deutlich höher ist als bei Existenzgründungen. Innerhalb der Unternehmensnachfolge gelangen Frauen jedoch fast ausschließlich als Mitglied der Eigentümerfamilie in die Unternehmensspitze. Unternehmen mit relativ "weichen" Erfolgspotenzialen wie z.B. Beratung, Service, Kundennähe etc. weisen einen deutlich höheren Anteil an Unternehmerinnen auf.

Freund, W. (2002): Frauen in der Unternehmensnachfolge, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2001, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 91 NF, Wiesbaden, S. 45-61.

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