Einflussfaktoren der Gründungsneigung von Studierenden - Ergebnisse einer empirischen Untersuchung

Wie die Erfahrungen anderer Länder zeigen, liegt ein entscheidender Hebel für die Verbreiterung der Basis von Unternehmensgründungen in den Hochschulen. In den letzten Jahren zeichnete sich gerade bei den jüngeren Hochschulabsolventen eine größere Neigung zur Selbständigkeit. Die Einstellung zum Unternehmertum wie auch der Konkretisierungsgrad der Gründungsabsicht werden von einer Vielzahl personen-, kontext- und infrastrukturbedingter Faktoren beeinflusst. Die nähere Kenntnis dieser Einflussgrößen bildet folglich eine wichtige Grundlage für die Förderung und Qualifizierung potentieller Gründer aus den Hochschulen. Die vorliegende Studie stellt hierzu auf der Grundlage einer an der Universität Siegen durchgeführten, breit angelegten empirischen Studie einige signifikante personen- und umfeldbezogene Zusammenhänge dar und gibt Empfehlungen für die Hochschullandschaft.

Die Untersuchungsergebnisse zeigen unter anderem, dass sich neben dem notwendigen Fachwissen vor allem einschlägige Berufs- und Branchenkenntnisse sowie bereits während des Studiums gesammelte unternehmerische Erfahrungen positiv auf die Gründungsneigung der Studierenden auswirken. Zudem trägt eine möglichst schon während des Studiums entwickelte Geschäftsidee zur Verkürzung des Zeitraums zwischen der Reflektions- und der Umsetzungsphase bei und erhöht damit insgesamt die Wahrscheinlichkeit für die Gründung einer selbständigen Existenz.

Pinkwart, A. (2002): Einflussfaktoren der Gründungsneigung von Studierenden - Ergebnisse einer empirischen Untersuchung, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2001, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 91 NF, Wiesbaden, S. 63-84.

    

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