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Aktuell sind 8,3 % der nicht-mittelständischen Unternehmen im Sicherheits- und Verteidigungssektor aktiv, bei den mittelständischen Unternehmen sind es 6,8 %. Rund 40 % der nicht engagierten mittelständischen Unternehmen halten jedoch ein Engagement im Sicherheits- und Verteidigungssektor grundsätzlich für denkbar. Bei den nicht-mittelständischen Unternehmen trifft dies lediglich auf ein Drittel zu. Ein Grund für dieses Ergebnis könnte darin liegen, dass mittelständische Unternehmen aufgrund ihrer Strukturen schneller auf die neuen Marktchancen im Sicherheits- und Verteidigungssektor reagieren können.
Beteiligung am Sicherheits- und Verteidigungsmarkt (Mittelstand/Nicht-Mittelstand)
► Chartbook "Der deutsche Sicherheits- und Verteidigungssektor: Potenziale des Verarbeitenden Gewerbes – Ergebnisse einer Kurzbefragung"
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Nachdem sich hierzulande sowohl Umsatz als auch Gewinn der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zum Ende 2025 leicht verbessert hatten, trübte sich ihre wirtschaftliche Situation wie auch im EU-Raum – nicht zuletzt aufgrund des Krieges im Nahen Osten – in den vergangenen Monaten wieder ein. Entsprechend rückt das Problem "Produktions- und Arbeitskosten" in den Vordergrund, auch wenn weiterhin der Fachkräftemangel die größte Herausforderung darstellt. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der KMU in Deutschland weiterhin schlechter als die der KMU im EU-Raum.
Differenz aus dem Anteil der KMU, deren Umsatz, Gewinn und Investitionen in den vergangenen
3 Monaten gestiegen oder gesunken ist
► KMU-Barometer
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Laut aktueller Kurzbefragung des IfM Bonn wird die eigene wirtschaftliche Lage mit zunehmender Unternehmensgröße besser eingeschätzt: Während rund 31 % der Kleinstunternehmen des Verarbeitenden Gewerbes ihre Lage als (sehr) gut bewerten, liegt dieser Anteil bei den Großunternehmen (mehr als 250 Beschäftigte) bei rund 45 %. Weiterhin kritisiert werden dabei die Standortbedingungen in Deutschland: 49 % der Kleinstunternehmen und rund 58 % der Großunternehmen halten sie für (sehr) schlecht.
► Kurzbefragung "Bedeutung des Sicherheits- und Verteidigungssektors für das Verarbeitende Gewerbe"
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Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sind sich einig: Die Sicherung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit stellt weiterhin die größte Herausforderung für den Mittelstand in Deutschland dar. Dahinter folgen der Bürokratierückbau sowie die Gewinnung von Fachkräften, die tätigkeitsspezifische und digitale Kenntnisse aufweisen. Dagegen treten die Herausforderungen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gegenwärtig in den Hintergrund, ohne jedoch grundsätzlich an Relevanz zu verlieren.
► Die Zukunft des Mittelstands 2026 - Update der Experten und Expertinnen-Befragung zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen
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Unternehmensaustritte sind regional unterschiedlich verteilt: Besonders häufig treten Unternehmen in städtischen Regionen vom Markt aus, in Großstädten wie Berlin und Hamburg sind die Austrittsraten hoch. Allerdings sind Marktaustritte nicht zwangsläufig negativ für die Entwicklung einer Region. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Region gleichzeitig durch ein reges Gründungsgeschehen geprägt ist.
► Studie "Muster regionaler Marktaustritte und ihre wirtschaftlichen Folgen"
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China zählt zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands. In den vergangenen Jahren hat die politische Führung der Volksrepublik die engen Handelsbeziehungen jedoch zunehmend genutzt, um politischen Druck auszuüben. Entsprechend werden Rufe nach einem "De-Risking" in den Lieferbeziehungen laut. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IfM Bonn haben daher untersucht, ob und wie der Mittelstand seine Abhängigkeit von chinesischen Zulieferern reduzieren kann.
NL-Redaktion: "Die Politik auf nationaler und EU-Ebene ruft die Unternehmen seit geraumer Zeit dazu auf, sich der Gefahren durch die Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen, Vorprodukten und Produkten bewusst zu werden. Wie reagiert der Mittelstand darauf?"
Dr. Markus Rieger-Fels: "Die mittelständischen Unternehmen nehmen die politischen Risiken im Hinblick auf ihre Lieferketten durchaus wahr und beschäftigen sich mit Alternativen. Diese sind jedoch häufig mit Kostensteigerungen verbunden, die die Kunden nur im begrenzten Maße bereit sind, zu tragen. Mit anderen Worten: De-Risking ist aktuell mit Wettbewerbsnachteilen verbunden."
NL-Redaktion: "Wie kann die Politik die Unternehmen dabei unterstützen, sich aus einseitigen Abhängigkeiten zu lösen?"
Dr. Markus Rieger-Fels: "Es wäre sinnvoll, wenn die Politik weiter Handelshemmnisse mit Drittstaaten reduziert, damit alternative Lieferanten attraktiver werden. Zudem gilt es, regulatorische Hürden einer Abhängigkeitsreduktion abzubauen: So behindern Berichtspflichten über Lieferbeziehungen die Zuliefer- und Abnehmer-Diversifizierung im Mittelstand, Genehmigungspflichten erschweren eine Materialsubstitution und Beschränkungen für den grenzüberschreitenden Handel von Abfällen machen Recycling unwirtschaftlich."
► Studie "Abhängigkeit des Mittelstands von Zulieferungen aus China"
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Angesichts der geopolitischen Herausforderungen scheint der Mittelstand in Deutschland nicht aus dem Krisenmodus zu kommen. Zusätzlich dazu stehen die Unternehmen vor der Aufgabe, die ökologische Transformation zu meistern. Im Podcast "Die ökologische Transformation kann nur mit dem richtigen Augenmaß gelingen" zeigt IfM-Projektleiter Hans-Jürgen Wolter auf, wie die Politik den Mittelstand in der aktuellen Situation unterstützen kann.
Das IfM Bonn hat die neue Podcast-Reihe "Mittelstandsforschung trifft Praxis" gestartet. Zu Gast in der ersten Folge ist Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Im Interview mit der IfM-Präsidentin spricht er über seine Erfahrungen in Forschung und Politik.
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Erzielungsziele in unsicheren Zeiten
Kinder von selbstständigen Eltern stehen einer späteren Selbstständigkeit tendenziell offener gegenüber als Kinder von abhängig beschäftigten Eltern. Die aktuelle Forschung zeigt jedoch, dass eine auf Risikovermeidung ausgerichtete Erziehung die positiven Effekte des elterlichen Selbstständigkeitsrollenmodells aufheben kann. Vor dem Hintergrund ökonomischer Krisen und Unsicherheiten analysiert Dr. Stefan Schneck in seinem Policy Brief, ob Eltern aktuell im Rahmen ihrer Erziehung ihre Kinder mehr zur Risikovermeidung
anregen.
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Prof. Dr. Ute Stephan
Professorin am Kings College London/UK
Was ist für Sie das Besondere am Mittelstand in Deutschland?
"Was den deutschen Mittelstand besonders auszeichnet, ist die oft unterschätzte hohe Anzahl an mittelständischen Unternehmen und ihre kollektive hohe Wirtschaftskraft. Weil mittelständische Unternehmen typischerweise inhabergeführt sind, sind sie oft fest in ihren Gemeinden verwurzelt und Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter kennen und schätzen. Das bedeutet, dass Arbeitsplätze lokal entstehen und dauerhaft erhalten bleiben. Dies steht im Gegensatz zu Großunternehmen, die schnell Arbeitsplätze und Produktion in andere kostengünstigere Regionen oder Länder verlagern können, etwa wenn Subventionen auslaufen oder auch wenn neue Zölle eingeführt werden, weil sich die politischen Beziehungen verschlechtern."
Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Maßnahme, die die Wirtschaftspolitik in der aktuellen Situation zur Unterstützung des Mittelstands ergreifen sollte? Welche Maßnahmen sind hierfür aus Ihrer Sicht vorbildhaft in Großbritannien?
"Mein Eindruck ist, dass es in Großbritannien mehr Pragmatismus und Flexibilität für kleine und mittlere Unternehmen gibt. Allerdings bis 2025 stellte – zusätzlich zu den Mehrfachkrisen (Brexit, Covid, Inflation) – vor allem die politische Instabilität eine erhebliche Herausforderung für britische kleine und mittlere Unternehmen dar. In Deutschland ist es nicht zwingend die Instabilität, die Investitionen hemmt, sondern der anhaltende Reformstau beziehungsweise wiederkehrende Reformankündigungen, die zu Unsicherheit führen – Mittelständlerinnen und Mittelständler wissen nicht, ob sie bereits jetzt handeln sollen oder ob sich die Rahmenbedingungen doch noch ändern werden."
Als wie resilient sehen Sie derzeit die Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland und in Ihrer Forschungsheimat Großbritannien an?
"Unternehmerinnen und Unternehmer werden gemeinhin als resilient wahrgenommen, und unsere Forschung bestätigt ein hohes Maß an Resilienz. Dennoch bereitet mir die Kumulation von Mehrfachkrisen sowie die hohen und steigenden Lebenshaltungskosten und Betriebskosten zunehmend Sorge – sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland. Resilienz hat ihre Grenzen, und niemand kann dauerhaft unter extremem Druck funktionieren."
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