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Gründungen und Unternehmensschließungen

Das IfM Bonn erstellt basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamtes regelmäßig Statistiken zu den gewerbeanzeigepflichtigen Gründungen und Liquidationen (Aufgaben) sowie zu den Insolvenzen. Daneben ermittelt das IfM Bonn auf der Basis der Steueranmeldungen der Gründer und Gründerinnen bei den Finanzämtern die Anzahl der Gründungen in den Freien Berufen sowie unter Land- und Forstwirten.

Eine Differenzierung zwischen einem Start-up und einer Gründung ist nach Ansicht des IfM Bonn nur zielführend, wenn ein Start-up als innovative und schnell wachsende Neugründung - und zwar ohne Einschränkung auf einen Sektor - verstanden wird.

Existenzgründungen in den Freien Berufen

Ergebnisse für das Jahr 2021

Im Jahr 2021 stieg die Anzahl der freiberuflichen Existenzgründungen geringfügig auf rund 88.660 (+0,3% gegenüber 2020). Damit nahmen die Gründungsaktivitäten bei den Freien Berufen in 2021 weniger stark zu als im Gewerbe (+1,8%). Das Vor-Pandemie-Niveau wird damit noch nicht wieder erreicht.

Die meisten Gründungen in den Freien Berufen wurden im Bundesland Nordrhein-Westfalen registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Existenzgründungen in 5 Bundesländern: in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In allen anderen Bundesländern stieg die Anzahl der Existenzgründungen. Insgesamt hat sich die Existenzgründungsintensität in den Freien Berufen (Gründungen pro 10.000 erwerbsfähige Einwohner) im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert: Sie liegt bei 17,3.

Rund 47.650 Frauen nahmen im Jahr 2021 eine selbstständige Erwerbsarbeit in Freien Berufen auf. Wie in den Vorjahren entfällt mehr als die Hälfte der freiberuflichen Gründungen auf Frauen. Der Frauenanteil ist im vergangenen Jahr sogar von 52,8% auf 53,7 % gestiegen. In 9 Bundesländern wird die Geschlechterparität um mehr als 5 Prozentpunkte überschritten.

Regionales Gründungsgeschehen

Das Existenzgründungsgeschehen in den Freien Berufen gestaltet sich in den 96 Raumordnungsregionen, die Wirtschaftsräume innerhalb Deutschlands abgrenzen, sehr unterschiedlich. Die Gründungsintensität war in 2021 in Berlin (49,0), Hamburg (33,9) und München (31,2) am höchsten. Es folgen 8 Regionen mit einer Gründungsintensität zwischen 20 und 30: Es sind die Großstadtregionen Westsachsen, Köln, Bonn, Oberes Elbtal/Osterzgebirge, Rhein-Main und Düsseldorf sowie die im Süden Münchens liegende Region Oberland. Erstmalig gehört die Region Südlicher Oberrhein mit dem Zentrum Freiburg zu dieser Gruppe.

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