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Gründungen und Unternehmensschließungen

Das IfM Bonn erstellt basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamtes regelmäßig Statistiken zu den gewerbeanzeigepflichtigen Gründungen und Liquidationen (Aufgaben) sowie zu den Insolvenzen. Daneben ermittelt das IfM Bonn auf der Basis der Steueranmeldungen der Gründer und Gründerinnen bei den Finanzämtern die Anzahl der Gründungen in den Freien Berufen sowie unter Land- und Forstwirten.

Eine Differenzierung zwischen einem Start-up und einer Gründung ist nach Ansicht des IfM Bonn nur zielführend, wenn ein Start-up als innovative und schnell wachsende Neugründung - und zwar ohne Einschränkung auf einen Sektor - verstanden wird.

Existenzgründungen in den Freien Berufen

Ergebnisse für das Jahr 2019

Nachdem in 2018 erstmals im betrachteten Zeitraum ein Rückgang bei den freiberuflichen Existenzgründungen zu verzeichnen war, stieg im Jahr 2019 ihre Anzahl wieder auf rund 93.590 (+3,6% gegenüber 2018). Allerdings gehen der im Jahr 2018 beobachtete Rückgang wie auch der in 2019 beobachtete Anstieg u.a. auf Umstellungen bei der Datenstruktur durch die Finanzverwaltung einzelner Bundesländer zurück.

Die meisten Gründungen in den Freien Berufen wurden 2019 im Bundesland Nordrhein-Westfalen registriert. Aufgrund von IT-Umstellungen in den Finanzverwaltungen, die in einzelnen Bundesländern – darunter Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland  im Jahr 2018 erfolgten und teilweise auch das Jahr 2019 betrafen, traten Über- und Untererfassungen auf regionaler Ebene auf. Der Abschluss der Umstellung der Datenstruktur wird für 2020 erwartet. Bis dahin ist ein Vergleich mit den Vorjahresangaben für die Bundesländer nur eingeschränkt möglich.

Rund 49.200 Frauen nahmen im Jahr 2019 eine selbstständige Erwerbsarbeit in den Freien Berufen auf. Mehr als die Hälfte der freiberuflichen Gründungen entfielen somit auf Frauen. Den höchsten Anteil weist Brandenburg aus. In Hessen und im Saarland lag der Frauenanteil dagegen unter 50%. Insgesamt betrachtet, übersteigt der Frauenanteil an den Gründungen in den Freien Berufen deutlich den im Bereich Gewerbe (29,3%).

Weitere Ergebnisse

Für das Jahr 2014 wurden erstmals Angaben zu Existenzgründungen für die 20 größten Städte Deutschlands und die 96 Raumordnungsregionen, die Wirtschaftsräume abgrenzen, berechnet. Die höchste Gründungsintensität ist in Berlin zu finden gefolgt von Hamburg, Bonn, Köln, München, Düsseldorf, Leipzig, Dresden und Frankfurt a.M.

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