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Ausgabe 4/2025 / 15. Dezember 2025

Inhalt

  ➜ Editorial
  ➜ Nachfolgerin und Nachfolger gesucht
  ➜ KMU-Barometer: Wirtschaftliche Situation erlebt Dämpfer im 3. Quartal
  ➜ Fachkräftemangel bleibt TOP-Herausforderung
  ➜ Interview: Mittelstand braucht für die ökologische Transformation verlässliche und angemessene Vorgaben
  ➜ Wie sich eine Geburt auf die Erwerbstätigkeit von selbstständigen Frauen auswirkt
  ➜ Aktualisierte IfM-Statistiken
  ➜ Aktuelles aus dem IfM Bonn
  ➜ Gäste im IfM Bonn
  ➜ Policy Brief: Neue Veröffentlichungen

Editorial

Nachfolgeentscheidung wird häufiger reiflich überlegt

Foto Prof. Dr. Welter Liebe Abonnentinnen, liebe Abonnenten,

angesichts der demografischen Entwicklung könnte man erwarten, dass in den kommenden 5 Jahren die Anzahl der Unternehmen steigt, für die aus Alters- und Krankheitsgründen eine Nachfolge gesucht wird. Tatsächlich sinkt ihre Anzahl jedoch leicht, wie die jüngste Schätzung des IfM Bonn für die Jahre 2026 bis 2030 zeigt. Näheres hierzu finden Sie im Beitrag "Nachfolgerin und Nachfolger gesucht".

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest – und alles Gute für das neue Jahr

Ihre

Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter
Präsidentin des IfM Bonn


Nachfolgerin und Nachfolger gesucht

Rund 37.200 Unternehmen werden nach aktuellen Schätzungen des IfM Bonn jährlich zwischen 2026 und 2030 in Deutschland übergeben, weil ihre Eigentümerinnen und Eigentümer aus persönlichen Gründen aus der Geschäftsführung ausscheiden. Dies sind rund 800 Unternehmen pro Jahr weniger als im vorherigen Schätzzeitraum 2022 bis 2026. Die Anzahl der Unternehmensübertragungen stagniert somit trotz der zunehmenden Alterung der Unternehmerinnen und Unternehmer.

Schwieriges Marktumfeld wirkt sich aus

Grund für die Stagnation ist die schlechtere Ertragslage, mit der viele Unternehmen in den vergangenen Jahren konfrontiert waren. Diese führt dazu, dass sich eine Übernahme aus Sicht von Nachfolgerinteressierten häufiger nicht mehr lohnt. Hiervon sind vor allem Unternehmen im Bereich der Unternehmensbezogenen Dienstleistungen mit Jahresumsätzen unter 500.000 Euro betroffen.

Umsatzgrößenklassenstruktur (in Euro)

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Zur Studie "Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030".


Kennen Sie schon unsere Themendossiers?

Das IfM Bonn bietet auf seiner Internetseite eine Vielfalt an Informationen rund um den Mittelstand – von Studienergebnissen, über statistische Daten bis hin zu Standpunkten, Podcasts und Youtube-Videos. In den Themendossiers sind einzelne Schwerpunktthemen so aufbereitet, dass Sie einen kompakten Überblick über die Forschungsergebnisse des IfM Bonn in den jeweiligen Bereichen erhalten.


KMU-Barometer: Wirtschaftliche Situation erlebt Dämpfer im 3. Quartal

Laut aktuellem KMU-Barometer des IfM Bonn sind Umsatz und Gewinn bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland im dritten Quartal wieder häufiger gesunken. Der Anteil der KMU mit sinkenden Umsätzen oder Gewinnen übersteigt deutlich den mit steigenden Umsätzen oder Gewinnen. Dagegen hat sich der positive Trend bei den Investitionen fortgesetzt.

Differenz aus dem Anteil der KMU, deren Umsatz, Gewinn und Investitionen in den vergangenen 3 Monaten gestiegen oder gesunken ist

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Abstand zu Euroraum bleibt bei Umsatz und Gewinn bestehen

Insgesamt betrachtet, ist die wirtschaftliche Situation der KMU im Euroraum weiterhin besser als die der KMU in Deutschland. Lediglich im Hinblick auf die Investitionen hat sich der Abstand zwischen den KMU im Euroraum und den KMU in Deutschland weiter verringert. Für das KMU-Barometer des IfM Bonn werten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die europaweite Befragung der Europäischen Zentralbank im Hinblick auf die Kennziffern Umsatz, Gewinn und Investitionen aus.

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Fachkräftemangel bleibt TOP-Herausforderung

Das Thema "Fachkräfte und demografische Entwicklung" stellt laut aktuellem Zukunftspanel Mittelstand 2025 weiterhin die größte Herausforderung für die Unternehmerinnen und Unternehmer dar. Nur bei den Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und den Unternehmensnahen Dienstleistern ist dies nicht das wichtigste zukünftige Handlungsfeld. Allerdings befürchten die Verantwortlichen in den Unternehmen nicht nur, dass sie keine geeigneten Beschäftigten finden könnten, sondern sie sorgen sich auch immer mehr um die steigenden Personalkosten.

Die größten Herausforderungen für den Mittelstand

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An zweiter und dritter Stelle folgen – wie in der Vorjahresbefragung – der erhöhte Wettbewerbsdruck sowie die Digitalisierung inklusive Künstlicher Intelligenz.

Innovation und Wachstum verlieren an Bedeutung

Nur 7,2 % der Unternehmen benannten Innovation und Unternehmenswachstum als Herausforderungen. Offenkundig sind die Unternehmen aktuell stärker durch die unmittelbar spürbaren internen oder marktbezogenen Herausforderungen gebunden, so dass langfristig angelegte Transformationsprozesse eher in den Hintergrund rücken.

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Neues YouTube-Video zur Bürokratiebelastung im Anlagen- und Maschinenbau

Neues YouTube-Video zur Bürokratiebelastung im Anlagen- und Maschinenbau

Wie nehmen die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau aktuell die bürokratischen Belastungen wahr? Wie reagieren sie darauf? Antworten auf diese Fragen gibt das aktuelle IfM-Video "Der Umgang von Unternehmen im Anlagen- und Maschinenbau mit Bürokratie".

Das YouTube-Video zeigt zugleich auf, wie den bürokratischen Belastungen effizient entgegengewirkt werden könnte.


Interview: Mittelstand braucht für die ökologische Transformation verlässliche und angemessene Vorgaben

Hans Jürgen Wolter

Laut Klimaschutzgesetz sollen die Unternehmen in Deutschland bis 2045 klimagasneutral wirtschaften. Hans-Jürgen Wolter hat mit seinem Team untersucht, auf welche Weise die Politik die mittelständischen Unternehmen bei der Bewältigung der ökologischen Transformation optimal unterstützen kann.

NL-Redaktion: "Die mittelständischen Unternehmen sehen sich aktuell mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Ist daher nicht zu erwarten, dass sie beispielsweise im Hinblick auf die ökologische Transformation mehr Abstriche machen werden?"

Hans-Jürgen Wolter: "Ich glaube dies nicht. Grundsätzlich ist ja ein Großteil des Mittelstandes aufgrund seiner Langfristorientierung und seinem Bewusstsein für seine gesellschaftliche Verantwortung bereit, einen Beitrag zum Schutz des Klimas zu leisten. Voraussetzung ist jedoch, dass der Mittelstand seine spezifischen Vorteile wie Flexibilität und Kreativität einbringen kann – und die Unternehmen nicht durch übermäßige Regulierungen belastet werden."

NL-Redaktion: "Was heißt das konkret?"

Hans-Jürgen Wolter: "Die aktuellen und geplanten Klimaregulierungen stellen ein Sammelsurium an völlig unterschiedlichen und zumeist nicht aufeinander abgestimmten Maßnahmen dar: Neben umweltökonomischen Elementen wie CO2-Zertifikaten gibt es eine Vielzahl an ordnungsrechtlichen Ge- und Verboten, Berichtspflichten und Förderungen. Das ist volkswirtschaftlich ineffizient."

NL-Redaktion: "Wie könnte denn ein ordnungspolitischer Rahmen aussehen, der gleichermaßen den Klimaschutz fördert und sowohl die wirtschaftlichen Interessen der Gesellschaft als auch die des Mittelstandes berücksichtigt?"

Hans-Jürgen Wolter: "Wichtig sind Konstanz und Verlässlichkeit, aber auch Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit der Vorgaben. Oder anders ausgedrückt: Wenn mit der Klimapolitik eine voranschreitende De-Industrialisierung in Deutschland und Produktionsverlagerung in Länder mit geringeren Standards – und anschließendem Re-Import der Güter – verbunden wird, steigt die Gefahr, dass ihre Umsetzung aufgrund mangelnder Akzeptanz scheitert. Auch sollte die Verteilungswirkung der Klimapolitik mitgedacht werden."

Zur Studie "Ordnungspolitische Rahmenbedingungen für eine zukunftsorientierte Mittelstandspolitik".

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Datennutzung zu Forschungszwecken

Daten, die das IfM Bonn selbst erhebt, können von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen kostenfrei zu eigenen Forschungszwecken in den Institutsräumen eingesehen und verwendet werden. Eine Nutzung für gewerbliche oder sonstige Zwecke ist dagegen nicht möglich. Mehr Informationen zum Anmeldeverfahren finden Sie hier.


Wie sich eine Geburt auf die Erwerbstätigkeit von selbstständigen Frauen auswirkt

In Folge einer Geburt reduzieren viele abhängig beschäftigte Frauen ihre Arbeitszeit, was meist mit Einkommenseinbußen verbunden ist. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IfM Bonn haben nun untersucht, was eine Geburt für selbständige Frauen bedeutet, weil für sie der gesetzliche Mutterschutz nicht gilt. Eines ihrer Ergebnisse: Um ihre Umsatz- und Einkommensverluste zu begrenzen, arbeiten viele selbstständige Frauen bis kurz vor der Entbindung – und kehren schon bald nach der Geburt wieder in ihre Erwerbstätigkeit zurück.

Soloselbstständige geben ihre Tätigkeit häufig auf

Unter anderem, weil Selbstständige ohne Beschäftigte Aufgaben nicht delegieren können und infolgedessen größere Probleme haben, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten, beenden zwei von drei Soloselbstständige nach der Geburt ihre Selbstständigkeit. Dagegen setzen selbstständige Frauen mit Beschäftigten ihre Erwerbstätigkeit nach der Entbindung überwiegend fort, ein Sechstel jedoch nun als Soloselbstständige.

Zum Chartbook "Selbstständige werden Mutter – Die Folgen für ihre Erwerbstätigkeit".

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Aktualisierte IfM-Statistiken

In den vergangenen Wochen wurden folgende Statistiken auf der Internetseite des IfM Bonn aktualisiert:

Selbstständige
Unternehmensinsolvenzen (1. Halbjahr 2025)
Forschung und Entwicklung

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Vorschau:

Im Forschungsnewsletter 1/2026 können Sie u. a. lesen,

wie sich internationale Krisen auf den Zugang zu ausländischen Märkten und Ressourcen auswirken,
wie die Erbschaft- und Schenkungsteuer aus ökonomischer Sicht zu bewerten ist und
inwieweit mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz der Fachkräftebedarf reduziert werden kann.

Der Newsletter wird am 16. März 2026 versandt.


Aktuelles aus dem IfM Bonn


IfM-Präsidentin hielt Schumpeter Lecture auf der europäischen SME Assembly

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Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter hielt Mitte November im Rahmen der Schumpeter Lecture "Innovation in Enterprise" der SME Assembly 2025 in Kopenhagen (Dänemark) ein Plädoyer zugunsten des "Everyday Entrepreneurship": "Die Forschung hierzu hinterfragt eine verzerrte Sichtweise auf das Unternehmertum, nämlich, dass nur bestimmte Formen des Unternehmertums zu Wohlstand, Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit führen (können). Sehr viel wichtiger ist es, die Heterogenität des Unternehmertums anzuerkennen, um bessere Theorien und Empfehlungen für politische Entscheidungsträger zu entwickeln. Man sollte schließlich auch nicht vergessen, dass die großen Unternehmen von heute als kleine Unternehmen angefangen haben." Zudem wirkte die IfM-Präsidentin beim SME Competitiveness Panel mit. Sie zeigte dabei nicht nur die aktuellen Herausforderungen für die Unternehmen in Europa auf, sondern erläuterte auch, wie beispielsweise bürokratische Belastungen zurückgebaut bzw. zukünftig ganz vermieden werden könnten. Die Schumpeter Lecture von Professorin Welter finden Sie auf YouTube hier.


International Roundtable on SMEs lobt Flexibilität des Mittelstands
Die geopolitische Situation und die zunehmend fragileren Handelsbeziehungen fordern seit Monaten besonders exportorientierte kleine und mittlere Unternehmen heraus. "Zugleich bietet beispielsweise der expandierende Verteidigungsbereich aber auch Chancen für Unternehmen, die bereit sind, ihr Geschäftsmodell entsprechend zu verändern. Aufgrund ihrer flachen Hierarchie können kleine und mittlere Unternehmen dabei deutlich flexibler als Großunternehmen agieren, was sich wiederum auf ihre Innovativität auswirkt", erklärte Dr. Dr. h.c. Friederike Welter Ende Oktober im Rahmen des International Roundtable on SMEs. Rund 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutierten online mit internationalen Entrepreneurshipforscherinnen und -forschern über die aktuelle Situation im europäischen Mittelstand.


IfM Bonn auf der RENT 2025
In drei Vorträgen präsentierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IfM Bonn ihre Forschungsergebnisse auf der diesjährigen Konferenz "Research in Entrepreneurship and Small Business" (RENT) Mitte November in Enschede (Niederlande): Dr. Christian Schröder ging der Frage nach, ob Innovationen, die in makroökonomischen Krisenzeiten entstehen, einen ähnlich positiven Effekt entfalten wie Innovationen, die in wirtschaftlich normalen Zeiten eingeführt werden. Dr. Sebastian Nielen zeigte in seinem Vortrag auf, wie sich die öffentliche Kinderbetreuung auf die Gründungsneigung von Männern und Frauen auswirkt. Felix Becker gab einen Überblick darüber, welche Rolle die breite Anwendung von digitalen Technologien in der Entrepreneurshipforschung spielt.

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Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter wirkte als Co-Autorin an dem Poster von Dr. Meike Stephan (Universität Siegen / "Too small to count? Unmasking the Political Influence of SMEs through Lobbying") und an der Studie "Doing Gender in Elite Families: Why Women in Chinese Elite Families Do Entrepreneurship" von Anna-Katharina Schaper (Technische Universität München) und Shuang L. Frost (Aarhus University/Dänemark) mit. Die drei Autorinnen erhielten für ihre Forschung über weibliches Unternehmertum in China den Best Paper Award.


Gäste im IfM Bonn


Japanische Delegation informierte sich im IfM Bonn

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Vertreterinnen und Vertreter der Organisation für kleine und mittlere Unternehmen und regionale Innovation sowie der Japan External Trade Organization diskutierten Ende November mit Dr. Christian Schröder, Dr. Jonas Löher und Dr. Sebastian Schneider über den Stand der digitalen Transformation in Deutschland.


Die Rolle von externen Einflüssen auf Unternehmerinnen

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Ebenso wie sich Lebensumstände, beispielsweise Arbeitslosigkeit, auf die Entscheidung von Frauen auswirken, unternehmerisch tätig zu werden, beeinflussen auch persönliche Erfahrungen die weitere Entwicklung von frauengeführten Unternehmen. Im IfM-Forum Mitte November stellte Dr. Mulu Hundera (Universität zu Köln) ihre Studienergebnisse vor, die sie im Kontext mit Äthiopien gewonnen hat.


Mittelstandsbeauftragte diskutierte aktuelle Forschungsergebnisse

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Die Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, Gitta Connemann, informierte sich Ende Oktober im IfM Bonn über die aktuellen Forschungsergebnisse des Instituts. Dabei hob sie die Bedeutung des Mittelstands für Deutschland und die Forschung des IfM Bonn hervor: "Das IfM ist das Zentrum der wissenschaftlichen Forschung rund um den Mittelstand – entstanden aus einem Briefwechsel zwischen Ludwig Erhard und Konrad Adenauer. Diese Wurzeln zeigen: Der Mittelstand ist mehr als eine Wirtschaftsgröße. Er ist nicht nur Rückgrat, sondern Zukunft unseres Landes. Und er ist Haltung, Herzblut und Heimat". Was der Mittelstand in Deutschland aus Sicht der Parlamentarischen Staatssekretärin sowie der IfM-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt braucht, lesen Sie hier.


Policy Brief: Neue Veröffentlichungen


Resilienzvorteile lokaler Wirtschaftsstrukturen

Investitionen in die Infrastruktur sowie Versicherungen tragen dazu bei, negative Folgen von Extremwetterereignissen zu mindern. Doch auch das lokale Unternehmertum mit seiner Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit spielt eine wichtige Rolle für die Resilienz betroffener Regionen, wie Christian Heinzel (Universität Mannheim), Ass.Prof. Dr. Scott Langford (University of Texas), Dr. Vinzenz Peters und Prof. Dr. Mark Sanders (Universität Maastricht) in ihrem Policy Brief "Lokales Unternehmertum stärkt regionale Resilienz nach Extremwetterereignissen" zeigen.


Die psychologischen Kosten der Bürokratiebelastung

Die Bürokratiebelastung in den Unternehmen wird üblicherweise anhand des Zeit- und Kostenaufwands abgebildet, der bei der Erfüllung von regulatorischen Vorgaben entsteht. In ihrem Policy Brief "Psychologische Kosten als zentraler Bestandteil der Bürokratiebelastung von Unternehmen" legen Michael Holz, Dr. Annette Icks, Dr. Nadine Schlömer-Laufen, Dr. Sebastian Schneider und Dr. Annika Reiff dar, dass Wut, Frust und Ärger (Psychologische Kosten) eine deutlich größere Rolle als die finanziellen Kosten in den Unternehmen spielen.

Die Policy Brief-Reihe von FGF und IfM Bonn

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und das FGF-Forschungsnetzwerk Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand e.V. geben seit November 2016 gemeinsam die Policy Brief-Reihe "Unternehmertum im Fokus" (früher "Mittelstand aktuell") heraus. Auf 2 Seiten werden wissenschaftlich fundierte Forschungsergebnisse zu aktuellen Themen zusammen mit möglichen Handlungsempfehlungen präsentiert.


Externe Veröffentlichungen

Was der unternehmerischen Selbstwahrnehmung von Söhnen schadet

Kinder von selbständigen Eltern sind später häufig auch selbst selbständig tätig. Allerdings sozialisieren selbstständige Väter und Mütter ihren Nachwuchs auf unterschiedliche Art und Weise. So mischen sich selbstständige Mütter seltener in die Angelegenheiten ihrer Töchter ein – ganz im Gegensatz zu selbstständigen Vätern gegenüber ihren Söhnen. Die elterliche Einmischung kann sich jedoch negativ auf die Selbstwahrnehmung der unternehmerischen Fähigkeiten von Söhnen auswirken. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Stefan Schneck in seiner Veröffentlichung "Interference in children’s affairs: An exploratory study about the role of self-employed parents".

Populärer Mythos 'Silicon Valley'?!

Der Wirtschaftsraum Silicon Valley galt lange Zeit als ökonomische Vorbildregion. Doch ist das Silicon Valley wirklich so vorbildlich? Dieser Frage gehen Prof. Dr. Ted Baker (Newark/USA) und Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter in ihrem Beitrag "Silicon-Valley-Unternehmertum. Betrachtungen eines populären Mythos" für den Herausgeberband "Wirtschaft und Evolution. Institutionen, liberale Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung" nach.

Aus der Vergangenheit für die Zukunft der Entrepreneurshipforschung lernen

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen hat in der Vergangenheit die Entwicklung der Entrepreneurship-Forschung immer wieder beeinflusst und vorangebracht. Doch müssen angesichts der sich wandelnden Herausforderungen und Kontexte nicht grundlegende Annahmen, Theorien und Methoden überdacht werden, die bislang als Standardansätze für die Erforschung des Unternehmertums galten? Dieser Frage gehen Professor David A. Kirsch (University of Maryland), Professor Daniel Wadhwani (University of Southern California) und Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter in ihrem Artikel "Contextualizing the Canon: Sociohistorical Chance and the Future of Entrepreneurship Research" nach.


Die Forschungsergebnisse des IfM Bonn – (inter-)national präsent

Auf der 28. Annual Interdisciplinary Conference on Entrepreneurship, Innovation and SMEs (G-Forum) in Stuttgart stellte Dr. Rosemarie Kay in ihrem Vortrag "Wenn Selbstständige Mutter werden – Auswirkungen auf ihre selbstständige Tätigkeit" die Ergebnisse einer Befragung von selbstständigen Handwerkerinnen vor.

Bei einem Workshop des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg präsentierte Dr. André Pahnke Mitte November Forschungsergebnisse des IfM Bonn zu der Frage, wie die Unternehmensperformance die Nachfolgeentscheidung beeinflusst.

Im Rahmen des Formats "Familie am Mittag" des Deutschen Jugendinstituts berichtete Dr. Stefan Schneck Ende Oktober über die Ergebnisse seiner Studie "Interference in children’s affairs: An exploratory study about the role of self-employed parents".

Auf dem Volkswirte-Forum des Ifh Göttingen und der Handwerkskammer zu Köln Anfang November stellte Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter aktuelle Forschungsergebnisse des IfM Bonn zu den aktuell größten Herausforderungen vor. Beim Mittelstandsbeirat Nordrhein-Westfalen hielt sie Anfang November den Impulsvortrag. Anfang Oktober war die IfM-Präsidentin Sprecherin beim Workshop "Small Acts, Big Changes: Connecting Everyday and Social Entrepreneurship" an der Aalto University School of Business (Finnland). Anschließend wirkte sie noch beim Editor-Panel mit. Ende September war sie auf der 10. European Conference on Corporate R&D and Innovation in Sevilla (Spanien) Diskussionsteilnehmerin beim Politikpanel "The start up strategy and Innovation Act: what else to spur and retain innovative firms in strategic technologies?".

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