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IfM-Präsidentin hielt Schumpeter Lecture auf der europäischen SME Assembly
Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter hielt Mitte November im Rahmen der Schumpeter Lecture "Innovation in Enterprise" der SME Assembly 2025 in Kopenhagen (Dänemark) ein Plädoyer zugunsten des "Everyday Entrepreneurship": "Die Forschung hierzu hinterfragt eine verzerrte Sichtweise auf das Unternehmertum, nämlich, dass nur bestimmte Formen des Unternehmertums zu Wohlstand, Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit führen (können). Sehr viel wichtiger ist es, die Heterogenität des Unternehmertums anzuerkennen, um bessere Theorien und Empfehlungen für politische Entscheidungsträger zu entwickeln. Man sollte schließlich auch nicht vergessen, dass die großen Unternehmen von heute als kleine Unternehmen angefangen haben." Zudem wirkte die IfM-Präsidentin beim SME Competitiveness Panel mit. Sie zeigte dabei nicht nur die aktuellen Herausforderungen für die Unternehmen in Europa auf, sondern erläuterte auch, wie beispielsweise bürokratische Belastungen zurückgebaut bzw. zukünftig ganz vermieden werden könnten. Die Schumpeter Lecture von Professorin Welter finden Sie auf YouTube hier.
International Roundtable on SMEs lobt Flexibilität des Mittelstands
Die geopolitische Situation und die zunehmend fragileren Handelsbeziehungen fordern seit Monaten besonders exportorientierte kleine und mittlere Unternehmen heraus. "Zugleich bietet beispielsweise der expandierende Verteidigungsbereich aber auch Chancen für Unternehmen, die bereit sind, ihr Geschäftsmodell entsprechend zu verändern. Aufgrund ihrer flachen Hierarchie können kleine und mittlere Unternehmen dabei deutlich flexibler als Großunternehmen agieren, was sich wiederum auf ihre Innovativität auswirkt", erklärte
Dr. Dr. h.c. Friederike Welter
Ende Oktober im Rahmen des International Roundtable on SMEs. Rund 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutierten online mit internationalen Entrepreneurshipforscherinnen und -forschern über die aktuelle Situation im europäischen Mittelstand.
IfM Bonn auf der RENT 2025
In drei Vorträgen präsentierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IfM Bonn ihre Forschungsergebnisse auf der diesjährigen Konferenz "Research in Entrepreneurship and Small Business" (RENT) Mitte November in Enschede (Niederlande):
Dr. Christian Schröder
ging der Frage nach, ob Innovationen, die in makroökonomischen Krisenzeiten entstehen, einen ähnlich positiven Effekt entfalten wie Innovationen, die in wirtschaftlich normalen Zeiten eingeführt werden.
Dr. Sebastian Nielen
zeigte in seinem Vortrag auf, wie sich die öffentliche Kinderbetreuung auf die Gründungsneigung von Männern und Frauen auswirkt.
Felix Becker gab einen Überblick darüber, welche Rolle die breite Anwendung von digitalen Technologien in der Entrepreneurshipforschung spielt.
Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter wirkte als Co-Autorin an dem Poster von Dr. Meike Stephan (Universität Siegen / "Too small to count? Unmasking the Political Influence of SMEs through Lobbying") und an der Studie "Doing Gender in Elite Families: Why Women in Chinese Elite Families Do Entrepreneurship" von Anna-Katharina Schaper (Technische Universität München) und Shuang L. Frost (Aarhus University/Dänemark) mit. Die drei Autorinnen erhielten für ihre Forschung über weibliches Unternehmertum in China den Best Paper Award.
Japanische Delegation informierte sich im IfM Bonn
Vertreterinnen und Vertreter der Organisation für kleine und mittlere Unternehmen und regionale Innovation sowie der Japan External Trade Organization diskutierten Ende November mit Dr. Christian Schröder, Dr. Jonas Löher und Dr. Sebastian Schneider über den Stand der digitalen Transformation in Deutschland.
Die Rolle von externen Einflüssen auf Unternehmerinnen
Ebenso wie sich Lebensumstände, beispielsweise Arbeitslosigkeit, auf die Entscheidung von Frauen auswirken, unternehmerisch tätig zu werden, beeinflussen auch persönliche Erfahrungen die weitere Entwicklung von frauengeführten Unternehmen. Im IfM-Forum Mitte November stellte Dr. Mulu Hundera (Universität zu Köln) ihre Studienergebnisse vor, die sie im Kontext mit Äthiopien gewonnen hat.
Mittelstandsbeauftragte diskutierte aktuelle Forschungsergebnisse
Die Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, Gitta Connemann, informierte sich Ende Oktober im IfM Bonn über die aktuellen Forschungsergebnisse des Instituts. Dabei hob sie die Bedeutung des Mittelstands für Deutschland und die Forschung des IfM Bonn hervor: "Das IfM ist das Zentrum der wissenschaftlichen Forschung rund um den Mittelstand – entstanden aus einem Briefwechsel zwischen Ludwig Erhard und Konrad Adenauer. Diese Wurzeln zeigen: Der Mittelstand ist mehr als eine Wirtschaftsgröße. Er ist nicht nur Rückgrat, sondern Zukunft unseres Landes. Und er ist Haltung, Herzblut und Heimat". Was der Mittelstand in Deutschland aus Sicht der Parlamentarischen Staatssekretärin sowie der IfM-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt braucht, lesen Sie hier.
Resilienzvorteile lokaler Wirtschaftsstrukturen
Investitionen in die Infrastruktur sowie Versicherungen tragen dazu bei, negative Folgen von Extremwetterereignissen zu mindern. Doch auch das lokale Unternehmertum mit seiner Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit spielt eine wichtige Rolle für die Resilienz betroffener Regionen, wie Christian Heinzel (Universität Mannheim), Ass.Prof. Dr. Scott Langford (University of Texas), Dr. Vinzenz Peters und Prof. Dr. Mark Sanders (Universität Maastricht) in ihrem Policy Brief "Lokales Unternehmertum stärkt regionale Resilienz nach Extremwetterereignissen" zeigen.
Die psychologischen Kosten der Bürokratiebelastung
Die Bürokratiebelastung in den Unternehmen wird üblicherweise anhand des Zeit- und Kostenaufwands abgebildet, der bei der Erfüllung von regulatorischen Vorgaben entsteht. In ihrem Policy Brief "Psychologische Kosten als zentraler Bestandteil der Bürokratiebelastung von Unternehmen" legen Michael Holz, Dr. Annette Icks, Dr. Nadine Schlömer-Laufen, Dr. Sebastian Schneider und Dr. Annika Reiff dar, dass Wut, Frust und Ärger (Psychologische Kosten) eine deutlich größere Rolle als die finanziellen Kosten in den Unternehmen spielen.
Die Policy Brief-Reihe von FGF und IfM Bonn
Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und das FGF-Forschungsnetzwerk Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand e.V. geben seit November 2016 gemeinsam die Policy Brief-Reihe "Unternehmertum im Fokus" (früher "Mittelstand aktuell") heraus. Auf 2 Seiten werden wissenschaftlich fundierte Forschungsergebnisse zu aktuellen Themen zusammen mit möglichen Handlungsempfehlungen präsentiert.
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Was der unternehmerischen Selbstwahrnehmung von Söhnen schadet
Kinder von selbständigen Eltern sind später häufig auch selbst selbständig tätig. Allerdings sozialisieren selbstständige Väter und Mütter ihren Nachwuchs auf unterschiedliche Art und Weise. So mischen sich selbstständige Mütter seltener in die Angelegenheiten ihrer Töchter ein – ganz im Gegensatz zu selbstständigen Vätern gegenüber ihren Söhnen. Die elterliche Einmischung kann sich jedoch negativ auf die Selbstwahrnehmung der unternehmerischen Fähigkeiten von Söhnen auswirken. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Stefan Schneck in seiner Veröffentlichung "Interference in children’s affairs: An exploratory study about the role of self-employed parents".
Populärer Mythos 'Silicon Valley'?!
Der Wirtschaftsraum Silicon Valley galt lange Zeit als ökonomische Vorbildregion. Doch ist das Silicon Valley wirklich so vorbildlich? Dieser Frage gehen Prof. Dr. Ted Baker (Newark/USA) und Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter in ihrem Beitrag "Silicon-Valley-Unternehmertum. Betrachtungen eines populären Mythos" für den Herausgeberband "Wirtschaft und Evolution. Institutionen, liberale Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung" nach.
Aus der Vergangenheit für die Zukunft der Entrepreneurshipforschung lernen
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen hat in der Vergangenheit die Entwicklung der Entrepreneurship-Forschung immer wieder beeinflusst und vorangebracht. Doch müssen angesichts der sich wandelnden Herausforderungen und Kontexte nicht grundlegende Annahmen, Theorien und Methoden überdacht werden, die bislang als Standardansätze für die Erforschung des Unternehmertums galten? Dieser Frage gehen Professor David A. Kirsch (University of Maryland), Professor Daniel Wadhwani (University of Southern California) und Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter in ihrem Artikel "Contextualizing the Canon: Sociohistorical Chance and the Future of Entrepreneurship
Research" nach.
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Auf der 28. Annual Interdisciplinary Conference on Entrepreneurship, Innovation and
SMEs (G-Forum) in Stuttgart stellte Dr. Rosemarie Kay in ihrem Vortrag "Wenn Selbstständige Mutter werden – Auswirkungen auf ihre selbstständige Tätigkeit" die Ergebnisse einer Befragung von selbstständigen Handwerkerinnen vor.
Bei einem Workshop des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg präsentierte Dr. André Pahnke Mitte November Forschungsergebnisse des IfM Bonn zu der Frage, wie die Unternehmensperformance
die Nachfolgeentscheidung beeinflusst.
Im Rahmen des Formats "Familie am Mittag" des Deutschen Jugendinstituts berichtete
Dr. Stefan Schneck Ende Oktober über die Ergebnisse seiner Studie "Interference in children’s affairs: An exploratory study about the role of self-employed parents".
Auf dem Volkswirte-Forum des Ifh Göttingen und der Handwerkskammer zu Köln Anfang November stellte Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter aktuelle Forschungsergebnisse des IfM Bonn zu den aktuell größten Herausforderungen vor. Beim Mittelstandsbeirat Nordrhein-Westfalen hielt sie Anfang November den Impulsvortrag. Anfang Oktober war die IfM-Präsidentin Sprecherin beim Workshop "Small Acts, Big Changes: Connecting Everyday and Social Entrepreneurship" an der Aalto University School of Business (Finnland). Anschließend wirkte sie noch beim Editor-Panel mit. Ende September war sie auf der 10. European Conference on Corporate R&D and Innovation in Sevilla (Spanien) Diskussionsteilnehmerin beim Politikpanel "The start up strategy and Innovation Act: what else to spur and retain innovative firms in strategic technologies?".
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