Skip to main content

Gründungen und Unternehmensschließungen

Das IfM Bonn erstellt basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamtes regelmäßig Statistiken zu den gewerbeanzeigepflichtigen Gründungen und Liquidationen (Aufgaben) sowie zu den Insolvenzen. Daneben ermittelt das IfM Bonn auf der Basis der Steueranmeldungen der Gründer und Gründerinnen bei den Finanzämtern die Anzahl der Gründungen in den Freien Berufen sowie unter Land- und Forstwirten.

Eine Differenzierung zwischen einem Start-up und einer Gründung ist nach Ansicht des IfM Bonn nur zielführend, wenn ein Start-up als innovative und schnell wachsende Neugründung - und zwar ohne Einschränkung auf einen Sektor - verstanden wird.

Existenzgründungen insgesamt

Die Gesamtstatistik des IfM Bonn zu den Existenzgründungen umfasst alle steuerrechtlich selbstständigen Tätigkeiten von Personen. Neben gewerblichen Tätigkeiten gehören dazu die nichtgewerblichen Bereiche der Land-/Forstwirte und Freien Berufe inklusive weiterer sogenannter sonstiger selbstständiger Tätigkeiten (z.B. Berufsbetreuer). Ausgewiesen wird die Anzahl der Personen, die im jeweiligen Kalenderjahr eine selbstständige Tätigkeit im Vollerwerb neu aufgenommen haben.

Ergebnisse für das Jahr 2025

Im Jahr 2025 waren in Deutschland rund 395.000 Existenzgründungen zu verzeichnen. Dies waren deutlich mehr Gründungen als im Vorjahr. Allerdings ist im Bereich des Gewerbes (wegen Erfassungsungenauigkeiten) und im Bereich der Freien Berufe (wegen Umstellungen in der Erfassung) von Übererfassungen auszugehen, auf die allein der Anstieg jedoch nicht zurückzuführen ist. 2025 wurden mehr Existenzgründungen als in den vorangegangenen 10 Jahren angezeigt. Die positive Entwicklung im Jahr 2025 geht auf einen Anstieg in allen drei Tätigkeitsbereichen zurück. Gleichwohl hat sich die Struktur der Tätigkeitsbereiche dabei leicht zu Gunsten der freiberuflichen Tätigkeiten verschoben. 

Die beschriebenen Veränderungen spiegeln sich auch in der Existenzgründungsintensität wider, der Anzahl der Existenzgründungen je 10.000 Personen im erwerbsfähigen Alter (18 bis unter 65 Jahre): Sie ist in 2025 gestiegen: auf 78,1.
 

In den Stadtstaaten Berlin und Hamburg wurden mit mehr als 100 Existenzgründungen je 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter die meisten Existenzen gegründet. Dahinter folgten 2025 in der Reihenfolge die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Im Vergleich zu 2015 ist die Existenzgründungsintensität 2025 in den ostdeutschen Bundesländern sowie in Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und im Saarland gestiegen.  

Tabellen zu Existenzgründungen insgesamt

Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht als pdf-Datei zur Verfügung.

MerkmalDifferenzierung
Existenzgründungen nach TätigkeitsbereichenDBL 
Existenzgründungsintensität nach TätigkeitsbereichenDBL 

D = Deutschland; BL = Bundesländer

Aktualisierung

Daten für das Jahr 2026 voraussichtlich im April 2027.

Weitere Informationen

Zur Datenquelle

Veröffentlichungen

Ansprechpartner