Skip to main content

Gründungen und Unternehmensschließungen

Das IfM Bonn erstellt basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamtes regelmäßig Statistiken zu den gewerbeanzeigepflichtigen Gründungen und Liquidationen (Aufgaben) sowie zu den Insolvenzen. Daneben ermittelt das IfM Bonn auf der Basis der Steueranmeldungen der Gründer und Gründerinnen bei den Finanzämtern die Anzahl der Gründungen in den Freien Berufen sowie unter Land- und Forstwirten.

Eine Differenzierung zwischen einem Start-up und einer Gründung ist nach Ansicht des IfM Bonn nur zielführend, wenn ein Start-up als innovative und schnell wachsende Neugründung - und zwar ohne Einschränkung auf einen Sektor - verstanden wird.

NUI-Indikator

NUI-Regionenranking des IfM Bonn 

Gründungen und Neuansiedlungen verändern die Unternehmenslandschaft in einer Region und sind Ausdruck eines attraktiven Wirtschaftsumfelds, das Unternehmertum und Selbstständigkeit begünstigt. Zur Bestimmung der regionalen Gründungsneigung berechnet das IfM Bonn seit 1998 jährlich das sogenannte NUI (Neue Unternehmerische Initiative) Regionenranking. Als neue unternehmerische Initiative in einer Region werden Anmeldungen von Kleingewerben und Betrieben, Nachfolgen und Zuzüge von Gewerbebetrieben sowie die Aufnahme einer gewerblichen Nebenerwerbstätigkeit herangezogen. Der NUI-Indikator gibt an, wie viele Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region im entsprechenden Jahr neu angemeldet wurden. Durch die Bildung einer Rangordnung vom höchsten NUI-Indikatorwert zum niedrigsten ergibt sich das NUI-Regionenranking. 

Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2025 

Der NUI-Indikator 2025 lag im Durchschnitt der 400 Landkreise, Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands bei 145,3. Damit befand er sich über dem Niveau des Vorjahres (136,0) – und erneut über dem Vorpandemie-Niveau (2019: 124,7). 

Die Spitzengruppe 2025

Das NUI-Regionenranking führt erneut der Landkreis München (238,6) an. Die kreisfreie Stadt Leverkusen, die in den vergangenen beiden NUI-Regionenrankings an erster Stelle stand, belegte in 2025 Platz zwei (234,6), dicht gefolgt vom Landkreis Teltow-Fläming (234,1). Mit NUI-Werten über 210 folgen die kreisfreien Städte Baden-Baden und Offenbach am Main sowie – ein absoluter Newcomer in den Top-20 – die kreisfreie Stadt Essen. Aufgerückt in die Top-20 sind zudem die kreisfreie Stadt Memmingen, die Landkreise Marburg-Biedenkopf, Bad Tölz-Wolfratshausen, Mettmann, Ostholstein sowie der Hochtaunuskreis. Dagegen gehören die Landkreise Nordfriesland und Garmisch-Partenkirchen sowie die kreisfreien Städte Rosenheim, Kempten (Allgäu), Köln, Düsseldorf und die Hauptstadt Berlin nicht mehr den Top 20 an.

Insgesamt zählen im NUI-Regionenranking 2025 sieben Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern (v. a. Großraum um die Landeshauptstadt München), fünf in Hessen (Großraum um die Stadt Frankfurt a. M.), zwei kreisfreie Städte (Essen, Leverkusen) und ein Landkreis (Mettmann) in Nordrhein-Westfalen, ein Landkreis in Schleswig-Holstein (Ostholstein), jeweils eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz (Koblenz) und in Baden-Württemberg (Baden-Baden), zwei Landkreise in Brandenburg (Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming) zu den zwanzig Höchstplatzierten. Im Vergleich zum Jahr 2024 liegen die 20 höchstplatzierten Kreise inzwischen häufiger in Hessen (2024: 3) als in Bayern (2024: 8).

Die Spannweite der gemessenen NUI-Werte hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Der Spitzenwert (Landkreis München: 238,6) ist dennoch fast drei Mal so hoch wie der niedrigste NUI-Wert (Altenburger Land: 83,6).

Aktualisierung

Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2026 voraussichtlich im Sommer 2027.

Weitere Informationen

Zur Datenquelle

Veröffentlichungen

Ansprechpartner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Olga Suprinovič

Telephone
+49 228 7299758
E-mail
Get in contact