Gründungen und Unternehmensschließungen

Das IfM Bonn erstellt basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamtes regelmäßig Statistiken zu den gewerbeanzeigepflichtigen Gründungen und Liquidationen (Aufgaben) sowie zu den Insolvenzen. Daneben ermittelt das IfM Bonn auf der Basis der Steueranmeldungen der Gründer und Gründerinnen bei den Finanzämtern die Anzahl der Gründungen in den Freien Berufen sowie unter Land- und Forstwirten.

Beginnend mit Berichtsjahr 2012 wurden die einzelnen Gründungsstatistiken (Gewerbe, Freie Berufe, Land- und Forstwirtschaft) zu einer übergreifenden Gesamtstatistik Existenzgründungen insgesamt zusammengeführt. Damit wird die Anzahl aller Gründungen in Deutschland im Vollerwerb näherungsweise ausgewiesen.

Einen weiteren Teilbereich des Gesamtgründungsgeschehens stellen die Gründungen aus der Arbeitslosigkeit dar, die von der Bundesagentur für Arbeit gefördert wurden. Außerdem veröffentlicht das IfM Bonn jeweils im Herbst das NUI-Regionenranking. Dieses zeigt auf, wie viele Gewerbe im vorigen Jahr regional pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter angemeldet wurden (Neue Unternehmerische Initiative - NUI).

Eine Differenzierung zwischen einem Start-up und einer Gründung ist nach Ansicht des IfM Bonn nur zielführend, wenn ein Start-up als innovative und schnell wachsende Neugründung - und zwar ohne Einschränkung auf einen Sektor - verstanden wird.

  • Existenzgründungen insgesamt

    Die Gesamtstatistik des IfM Bonn zu den Existenzgründungen umfasst alle steuerrechtlich getrennt behandelten selbstständigen Tätigkeiten von Personen. Neben gewerblichen Tätigkeiten gehören dazu die nichtgewerblichen Bereiche Freie Berufe, Land-/Forstwirte und weitere sog. sonstige selbstständige Tätigkeiten. Ausgewiesen wird die Anzahl der Personen, die im jeweiligen Kalenderjahr eine selbstständige Tätigkeit im Vollerwerb neu aufgenommen hat.

    Im Jahr 2017 waren in Deutschland insgesamt 381.000 Existenzgründungen zu verzeichnen. Dies waren rund 3.000 mehr als im Vorjahr +0,8%).  Für das 2018 erwartet das IfM Bonn eine insgesamt leicht ansteigende Tendenz im Gründungsgeschehen. Eine weiter steigende Anzahl von Gründungen von Freiberuflern sowie Land- und Forstwirten dürfte eine weiterhin sinkende Anzahl von gewerblichen Gründungen kompensieren.

    Im Jahr 2017 entfielen 279.000 Existenzgründungen auf den gewerblichen Sektor, 94.700 auf die Freien Berufe und knapp 7.300 auf Land- oder Forstwirte. Freiberufliche Gründungen haben einen Anteil von 24,9 % und Land- und Forstwirte von 1,9% an allen Existenzgründungen. Der Anteil gewerblicher Gründungen geht stetig zurück. (2012: 81,0%, 2017: 73,2%).

    Bezogen auf 10.000 Personen im erwerbsfähigen Alter (18 bis unter 65 Jahre) starteten im Jahr 2017 in Deutschland 73,9 Erwerbspersonen eine Existenzgründung. Die Existenzgründungsintensität des Jahres 2017 ist im Vergleich zum Vorjahr (73,3) leicht gestiegen. Die Entwicklung der Existenzgründungsintensität ist jedoch nicht einheitlich, in acht Bundesländern stieg sie und in acht Bundesländern sank sie: Berlin liegt mit einer Existenzgründungsintensität von 161,0 weit vorne, in Thüringen beträgt sie dagegen nur ein Viertel des Wertes von Berlin.

    Existenzgründungen insgesamt - weitere Informationen

    Tabellen zu Existenzgründungen insgesamt

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    Merkmal Differenzierung
    Existenzgründungen nach Tätigkeitsbereichen D BL
    Existenzgründungsintensität nach Tätigkeitsbereichen D BL

    D = Deutschland; BL = Bundesländer

    Aktualisierung

    Daten für das Jahr 2018 voraussichtlich im April 2019.

    Weitere Informationen

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    Existenzgründungen insgesamt - Ansprechpartner

  • Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen

    Ergebnisse für das Jahr 2017

    Die Zahl der gewerblichen Existenzgründungen betrug im Jahr 2017 rund 279.000. Sie liegt damit um rund 3.400 bzw. 1,2% unter der des Vorjahreszeitraums. Dies stellt den siebten Rückgang seit 2011 dar. Die Zahl der mit dem Gründungszuschuss geförderten Gründungen ist im Jahr 2017 um rund 1.100 oder 4,1% gegenüber dem Jahr 2016 zurückgegangen.

    Bei den gewerblichen Liquidationen ist im Jahr 2017 ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 299.000 zu verzeichnen (-3,7%). Trotz dieser positiven Entwicklung lag der gewerbliche Existenzgründungssaldo (Differenz aus Existenzgründungen und Liquidationen) im Jahr 2017 bei rund -20.000 (2016: -rund 29.000). Damit hat sich der Wert gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich verbessert.

    Positiv ist dagegen der Saldo der Betriebsgründungen und -aufgaben von Hauptniederlassungen. Mit knapp 90.200 Anmeldungen haben diese Betriebsgründungen, die eine größere wirtschaftliche Bedeutung für die Volkswirtschaft besitzen (Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen), im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr erneut - wenn auch nur leicht - zugenommen (+0,4%). Die Betriebsaufgaben von Hauptniederlassungen sind im Jahr 2017 um 1,1% auf rund 73.300 gesunken. Der Saldo lag bei rund +16.900 und ist damit um rund 1.100 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen.

    Auch der Saldo der Übernahmen und Übergaben durch Erbfolge, Kauf, Pacht ist mit knapp +6.300 positiv. Die Zahl der Übernahmen durch Erbfolge, Kauf, Pacht lag im Jahr 2017 bei rund 31.400 (-2,1%) und die der Übergaben bei rund 25.100 (-2,2%).

    Die Zahl der Nebenerwerbsgründungen war im Jahr 2017 mit rund 249.000 konstant. Zugleich ist die Zahl der Nebenerwerbsaufgaben mit rund 185.000 um 1,7% gestiegen, so dass der Saldo aus Nebenerwerbsgründungen und Nebenerwerbsaufgaben 2017 mit rund 64.200 um rund 3.700 gegenüber 2016 gesunken ist.

    Die Existenzgründungsintensität (Anzahl der Existenzgründungen je 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter 18 bis unter 65 Jahren) lag in Deutschland bei 54,1. In den Bundesländern gibt es große Unterschiede. Die höchste Existenzgründungsintensität weisen die Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit 112,2 bzw. 87,5 auf. Bei den Flächenländern liegt Hessen mit 66,6 vorne.

    Weitere Ergebnisse für Deutschland

       

    • Weniger als die Hälfte (41,2%) der rund 677.000 Gewerbeanmeldungen galt im Jahr 2017 als Existenzgründung entsprechend der Definition des IfM Bonn. Im Jahr 2007 lag der Anteil der Existenzgründungen bei 50,2%.
    •  

    • Fast jede dritte gewerbliche Existenzgründung (32,3%) stellte im Jahr 2017 eine Betriebsgründung einer Hauptniederlassung dar. Im Jahr 2007 lag deren Anteil bei 23,4% und zeigt seit 2004 eine nahezu kontinuierlich steigende Tendenz.
    •  

    • Der Anteil der Kleingewerbegründungen an den gewerblichen Existenzgründungen lag im Jahr 2017 bei 56,4% (2007: 65,1%).
    •  

    • 73,3% der Existenzgründungen im gewerblichen Bereich erfolgten in Form eines Einzelunternehmens.
    •  

    • Der Anteil der Frauen unter den gewerblichen Existenzgründungen von Einzelunternehmen lag im Jahr 2017 bei 29,3% – und ist damit gegenüber 2016 konstant geblieben. Gleiches gilt für den Frauenanteil bei den  gewerblichen Nebenerwerbsgründungen von Einzelunternehmen ( 41,8% im Jahr 2017).
    •  

    • 42,9% der gewerblichen Existenzgründungen von Einzelunternehmen wurden im Jahr 2017 von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit angemeldet, bei den gewerblichen Nebenerwerbsgründungen von Einzelunternehmen lag der Ausländeranteil bei 12,6%. Damit ist der Anteil ausländischer Existenzgründer zwar geringfügig um 0,4 Prozentpunkte gegenüber 2016 gestiegen, liegt aber immer noch deutlich unter dem Wert von 46,5% im Jahr 2013.
    •  

    • Bei den gewerblichen Liquidationen von Einzelunternehmen lag der Ausländeranteil im Jahr 2017 bei 33,3% und damit nahezu auf dem gleich Niveau wie im Jahr 2016 (33,8%).
    •  

    Schätzung für das Jahr 2018

    Das IfM Bonn geht davon aus, dass sich der zuletzt beobachtete Trend der Existenzgründungen und Liquidationen im Jahr 2018 fortsetzen wird.

    Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen - weitere Informationen

    Tabellen zu gewerblichen Existenzgründungen und Liquidationen bis zum Jahr 2016

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    Merkmal Differenzierung
    Aktuelle Kennzahlen zu Gründungen, Liquidationen
    und Insolvenzen
    D NRW                
    Zeitreihen                    
    Existenzgründungen, Liquidationen (Aufgaben) D BL WZ RF STR BL-STR M/F NAT BES-GRKL  
    Nebenerwerbsgründungen und Nebenerwerbsaufgaben D BL WZ       M/F      
    Existenzgründungsintensität D BL                
    Liquidationsquote D BL                


    D = Deutschland; NRW = Nordrhein-Westfalen; BL = Bundesländer; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; STR = Struktur; BL-STR = Bundesländer Struktur; M/F = Geschlecht ; NAT = Staatsangehörigkeit; BES-GRKL = Beschäftigtengrößenklassen

    Aktualisierung

    Endgültige Daten für das 1. Halbjahr 2018 voraussichtlich im September 2018.

    Weitere Informationen

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    Gründungen und Unternehmensschließungen - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Existenzgründungen von ausländischen Staatsbürgern: Aktualisierung 2018

    Günterberg, B.; Kay, R. (2018): Existenzgründungen von ausländischen Staatsbürgern: Aktualisierung 2018, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 20, Bonn.

    Kay, R.; Günterberg, B. (2015): Existenzgründungen von ausländischen Staatsbürgern, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 15, Bonn.

    Günterberg, B. (2011): Gründungen, Liquidationen, Insolvenzen 2010 in Deutschland, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 1, Bonn.

    Gründungen und Unternehmensschließungen - Ansprechpartner

    Ansprechpartner

  • Existenzgründungen in den Freien Berufen

    Im Jahr 2017 stieg die Anzahl der freiberuflichen Existenzgründungen auf rund 94.700. Das Gründungsgeschehen in den Freien Berufen unterliegt weiter großer Dynamik (+6,6% gg. 2016). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der freiberuflichen Gründer um 5.900 Personen gestiegen.

    Die meisten Gründungen in Freien Berufen wurden im Bundesland Nordrhein-Westfalen realisiert – gefolgt von Bayern und Berlin. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Anzahl der Existenzgründungen in 11 Bundesländern zu. Aufgrund von IT-Umstellungen in den Finanzverwaltungen, die noch nicht abgeschlossen sind, kann es zu Über- oder Untererfassungen kommen, so dass die Vergleichbarkeit mit Vorjahresangaben eingeschränkt ist.

    Weitere Ergebnisse

    Für das Jahr 2014 wurden erstmals Angaben zu Existenzgründungen für die 20 größten Städte Deutschlands und die 96 Raumordnungsregionen, die Wirtschaftsräume abgrenzen, berechnet. Die höchste Gründungsintensität ist in Berlin zu finden gefolgt von Hamburg, Bonn, Köln, München, Düsseldorf, Leipzig, Dresden und Frankfurt a.M.

    Tabellen zu Existenzgründungen in den Freien Berufen

    Existenzgründungen in den Freien Berufen 2013 bis 2017 nach Bundesländern

    Existenzgründungsintensitäten für Freie Berufe 2013 bis 2017 nach Bundesländern

    Existenzgründungen in den Freien Berufen und Gründungsintensitäten 2014 nach Raumordnungsregionen, geordnet nach Bundesländern

    Aktualisierung

    Voraussichtlich im April 2019.

    Weitere Informationen

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    Existenzgründungen in den Freien Berufen - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland und seinen Regionen im Jahr 2014

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2015): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland und seinen Regionen im Jahr 2014, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 14, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2013): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland im Jahr 2012, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 10, Bonn.

    Kranzusch, P. (2012): Freiberufliche Gründungen in Deutschland - Auswertung von Daten der Finanzverwaltung für die Jahre 2008 bis 2011, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 3, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O.; Haunschild, L. (2012): Freiberufliche Gründungen in Deutschland - Ergebnisse einer erstmaligen Auswertung von Daten der Finanzverwaltung, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 213, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2012): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland, in: PKM-Journal der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heft 2, S. 22-23.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2011): Die Ergänzung der Gründungsstatistik des IfM Bonn durch freiberufliche Gründungen - Ergebnisse einer Pilotstudie am Beispiel Nordrhein-Westfalen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 211, Bonn.

    Suprinovič, O.; Kranzusch, P.; Haunschild, L. (2011): Einbeziehung freiberuflicher Gründungen in die Gründungsstatistik des IfM Bonn - Analyse möglicher Datenquellen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 210, Bonn.

    Existenzgründungen in den Freien Berufen - Ansprechpartner

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  • Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

    In den Jahren 2003 bis 2011 war das Gründungsgeschehen in Deutschland stark durch Gründungen aus der Arbeitslosigkeit geprägt, die in der Regel in Form einer "kleinen Selbstständigkeit" ohne Beschäftigte umgesetzt wurden. Einen besonders hohen Zuwachs erlangten Gründungen aus der Arbeitslosigkeit mit der Einführung des sogenannten Existenzgründungszuschusses (Ich-AG) im Jahr 2003. Dieser ergänzte  das bereits seit 1986 existierende Überbrückungsgeld.

    Inzwischen sind die Hoch-Zeiten dieses Gründungstyps längst vorbei. Die strengeren Regelungen bei der  Förderungsvergabe (siehe Datenquelle) führten zu einer Verringerung der Begünstigtenzahl. Seit 2005 sind die Bezieher von Arbeitslosengeld (ALG) II aus dem Kreis der Förderungsberechtigten ausgeschlossen – für sie wurde ersatzweise eine Existenzgründungshilfe in Form des sogenannten Einstiegsgeldes eingeführt. Im August 2006 sind  der Existenzgründungszuschuss und das Überbrückungsgeld zum Gründungszuschuss zusammengelegt worden. Zum 28.12.2011 wurde der Rechtsanspruch auf Gründungszuschuss in eine Ermessensleistung mit modifizierten Förderbedingungen umgestellt, was im Jahr 2012 starke Auswirkungen auf die Zugangszahlen von der Arbeitslosigkeit in die geförderte Selbstständigkeit hatte. Nachdem im Jahr 2012 die Zugangszahlen um 84,8% gegenüber dem Jahr 2011 zurückgegangen waren, stiegen sie in den Jahren 2013 und 2014  wieder an. 2015 gingen die Zugangszahlen allerdings wieder leicht zurück.

    Ergebnisse für das Jahr 2016

    Im Jahr 2016 waren die Zugangszahlen beim Gründungszuschuss weiter leicht rückläufig auf 27.700 (-6,9%). Auch beim Einstiegsgeld sind die Zugangszahlen auf 2.800 (-18,2%) weiter gesunken. Insgesamt wurde rund 30.600 Personen im Jahr 2016 mit Hilfe der beiden Förderprogramme der Schritt in die Selbstständigkeit erleichtert (-8,1% gegenüber 2015).

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - weitere Informationen

    Tabellen zu Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

    Zugänge in die Förderung der Selbstständigkeit durch Überbrückungsgeld und Existenzgründungszuschuss bzw. Einstiegsgeld und Gründungszuschuss 2003 bis 2016 in Deutschland
    Zugänge in die Förderung durch Einstiegsgeld und Gründungszuschuss 2012 bis 2016 in den Bundesländern

    Aktualisierung

    Daten für 2017 voraussichtlich im Mai 2018.

    Weitere Informationen

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    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Nachhaltigkeit und Erfolg von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ergebnisse einer Nachbefragung bei aus den Gründungs- und Begleitzirkeln der G.I.B. hervorgegangenen Gründungen

    May-Strobl, E. (2010): Nachhaltigkeit und Erfolg von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ergebnisse einer Nachbefragung bei aus den Gründungs- und Begleitzirkeln der G.I.B. hervorgegangenen Gründungen, Untersuchung im Auftrag der G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH Bottrop, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 196, Bonn.

    Bölke, G.; Kleinen, H.; May-Strobl, E. (2008): Evaluation der Gründungs- und Begleitzirkel, Kurzbericht, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 20, Materialien zur Gründung aus der Arbeitslosigkeit, Bottrop.

    May-Strobl, E. unter Mitarbeit von  Werner, A. (2008): Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Evaluation der Gründungs- und Begleitzirkel, Untersuchung im Auftrag der G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH Bottrop, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 179, Bonn.

    Suprinovič, O. (2005): Existenzgründungszuschuss und Überbrückungsgeld - Mobilisiert die Ich-AG-Förderung zusätzliche Gründungen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2004, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 107 NF, Wiesbaden, S. 31-59.

    May-Strobl, E.; Suprinovič, O.; Wolter, H.-J. unter Mitarbeit von Kleinen, H. (2005): Die Ich-AG als neue Form der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit - Eine empirische Analyse des Gründungserfolgs bei Inanspruchnahme des Existenzgründungszuschusses, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 13, Bottrop.

    Kleinen, H.; May-Strobl, E.; Suprinovič, O.; Wolter, H.-J. (2004): Ich-AG und Überbrückungsgeld - Eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 12, Bottrop.

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ansprechpartner

    Ansprechpartner

  • NUI-Indikator

    • Regionenranking
    • Interaktive Deutschlandkarte
    • Bundesländer und NRW

    NUI-Regionenranking des IfM Bonn

    Gründungen und Neuansiedlungen verändern die Unternehmenslandschaft in einer Region und sind Ausdruck eines attraktiven Wirtschaftsumfelds, das Unternehmertum und Selbstständigkeit begünstigt. Zur Bestimmung der regionalen Gründungsneigung berechnet das IfM Bonn seit 1998 jährlich das so genannte NUI (Neue Unternehmerische Initiative) Regionenranking. Als neue unternehmerische Initiative in einer Region werden nicht nur Existenzgründungen, sondern auch Betriebsgründungen, Übernahmen und Zuzüge von Gewerbebetrieben sowie Aufnahmen einer gewerblichen Nebenerwerbstätigkeit herangezogen. Der NUI-Indikator gibt an, wie viele Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region im entsprechenden Jahr neu angemeldet wurden. Durch die Bildung einer Rangordnung vom höchsten NUI-Indikatorwert zum niedrigsten ergibt sich das NUI-Regionenranking.

    Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2016

    Die Gründungsneigung in Deutschland hat sich im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. Der NUI-Indikator 2016 lag im Durchschnitt der 401 Landkreise, Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands um 5,2 Punkte niedriger als 2015, und zwar bei 125,4. Damit setzte sich der Abwärtstrend bei der Gründungsneigung im gewerblichen Bereich fort.

    Insgesamt betrachtet sanken in 284 Kreisen die Werte, womit i. d. R. auch eine Verschlechterung im Regionenranking verbunden war. In 259 Kreisen verminderte sich der NUI in Folge eines Rückgangs der Gewerbeanmeldungen. Allerdings kann sich der Indikatorwert auch durch die Entwicklung bei der Erwerbsbevölkerung verändern. Überwiegend ist eine zum Gewerbemeldegeschehen gegenläufige, positive Entwicklung bei der erwerbsfähigen Bevölkerung zu beobachten. Hierdurch wird der Abschwächungseffekt noch verstärkt. In 116 Kreisen konnte ein Anstieg des NUI-Indikators festgestellt werden, der regelmäßig auf eine Zunahme der gewerblichen Gründungen zurückgeführt werden kann.

    Die Spitzengruppe 2016

    Zum 11. Mal in Folge hat im vergangenen Jahr die kreisfreie Stadt Offenbach am Main ihren Spitzenplatz im NUI-Regionenranking behauptet (282,6). Die Neigung, in der Stadt Offenbach ein Gewerbe zu gründen, zeigte sich dabei nahezu unverändert. Der langjährige Zweitplatzierte, der Landkreis München (253,0), konnte sich ebenfalls auf dieser Position behaupten. Unter den weiteren Top-Platzierten gab es einzelne Veränderungen: So ist der Kreis Schwabach (Mittelfranken) in die Spitzengruppe aufgerückt. Auch sind die Landkreise Ebersberg und Passau (Bayern) in die Top-20 zurückgekehrt.  Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz sowie die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Fürstenfeldbruck befinden sich hingegen jetzt nicht mehr in der Spitzengruppe.

    Im NUI-Regionenranking 2016 zählen nunmehr zehn Kreise und kreisfreie Städte in Bayern (Großraum um die Landeshauptstadt München), fünf in Hessen (Großraum um die Stadt Frankfurt a. M. und die Landeshauptstadt Wiesbaden) die Bundeshauptstadt Berlin und je eine Stadt in Rheinland-Pfalz (Zweibrücken), Baden-Württemberg (Baden-Baden) und Nordrhein-Westfalen (Landeshauptstadt Düsseldorf) sowie in Niedersachsen der Landkreis Harburg zu den zwanzig Höchstplatzierten. Um Haaresbreite verfehlte hingegen ein Landkreis in Schleswig-Holstein (Stormarn) den Einzug in die Spitzengruppe.

    Tendenziell hat sich die Spannbreite der gemessenen NUI-Werte über die Jahre verringert. Der Abstand zwischen dem Spitzenwert (Offenbach am Main: 282,6) und dem Schlusslicht (Landkreis Elbe-Elster: 64,1) bleibt jedoch weiterhin groß.

    NUI-Indikator 2016

    Entwicklung der Gründungsneigung in den Bundesländern

    In 2016 hat in allen Bundesländern die Gründungsneigung nachgelassen. Nur in Berlin blieb sie nahezu stabil und auf hohem Niveau. Ansonsten fallen die Rückgänge unterschiedlich aus, was sich auch auf das Bundesländerranking gegenüber 2015 auswirkt.

    Die höchsten NUI-Werte weisen  – wie in den Vorjahren –  die Stadtstaaten Berlin und Hamburg auf, gefolgt von Hessen und Schleswig-Holstein. Bayern rückt um eine Position auf Rang 5 vor. Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

    Auch innerhalb der Bundesländer sind regional unterschiedlich starke Entwicklungen auszumachen. Besonders ausgeprägt bleibt der regionale Gründungsunterschied in den Bundesländern Hessen und Bayern. Hier finden sich überdurchschnittlich viele Kreise mit hohem NUI-Indikator in der Spitzengruppe, vor allem in den Ballungsgebieten Rhein-Main sowie der Landeshauptstadt München. Andere Landesteile finden sich auf den mittleren Rangplätzen wieder.

    Entwicklung der Gründungsneigung in Nordrhein-Westfalen

    In Nordrhein-Westfalen (NRW) liegt der NUI-Indikator 2016 mit einem Landesdurchschnitt von 130,3 über dem Bundesdurchschnitt. Von den 53 nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten erreichten 20 einen höheren NUI-Wert als im Vorjahr. In allen diesen Kreisen war die Zunahme der Gründungszahlen sogar prozentual stärker als der Zuwachs der erwerbsfähigen Bevölkerung.

    Insgesamt erreichten 36 der in NRW gelegenen Kreise im bundesweiten Regionenranking höhere Platzierungen als im Vorjahr. 17 Kreise fielen hingegen auf einen etwas niedrigeren Rangplatz zurück. Auch zeigt sich, dass die NUI-Werte der einzelnen Kreise Nordrhein-Westfalens weniger stark als im Bundesgebiet differieren: Insgesamt sind die nordrhein-westfälischen Kreise und kreisfreien Städte häufiger im Mittelfeld und oberhalb des Mittelfelds platziert.

    Gründungsstärkste Stadt in NRW war in 2016 wieder die Landeshauptstadt Düsseldorf: Sie nimmt mit einem NUI-Indikatorwert von 186,1 den zwölften Platz im bundesweiten Ranking ein. Zweitplatziert in Nordrhein-Westfalen ist die Stadt Mönchengladbach (169,6), dicht gefolgt von dem Rhein-Erft-Kreis (169,1) und dem Kreis Viersen (169,0). An fünfter Position steht die Stadt Köln (163,8).

    Die Entwicklung im Ruhrgebiet verlief hingegen 2016 im Vergleich zu den übrigen Landesteilen Nordrhein-Westfalens verhaltener: Nur 5 der 15 zum Ruhrgebiet zählenden Kreise konnten im Ranking Plätze gutmachen. Im Durchschnitt kommen die Ruhrgebietskreise auf einen NUI-Indikatorwert von 120,2. Essen (150,8) hält wie schon im Vorjahr den Spitzenplatz unter den Ruhrgebietskreisen.

    NUI-Indikator - weitere Informationen

    Tabellen zum NUI-Regionenranking

    Das NUI-Regionenranking 2016

    Das NUI-Regionenranking 2016 nach amtlichem Gemeindeschlüssel

    Das NUI-Regionenranking 2016 nach Bundesländern

    Aktualisierung

    Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2017 voraussichtlich im Herbst 2018.

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    NUI-Indikator - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    NUI Regionenranking 2009  - Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands

    May-Strobl, E. (2011): NUI Regionenranking 2009 - Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 204, Bonn.

    May-Strobl, E. (2009): Regionales Gründungsgeschehen - das Regionenranking auf Basis des NUI-Indikators, in: George, W.; Bonow, M. (Hrsg.): Regionales Zukunftsmanagement Band 3: Regionales Bildungs- und Wissensmanagement, Lengerich, S. 124-136

    May-Strobl, E. (2005): Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands - Positionsbestimmung und Ursachenanalyse auf Basis des regionalstatistischen Datenkatalogs, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2004, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 107 NF, Wiesbaden, S. 61-105.

    NUI-Indikator - Ansprechpartner

    Ansprechpartner

  • Insolvenzen

    Laut Insolvenzstatistik des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2016 in Deutschland 21.518 Unternehmen Insolvenz angemeldet - rund 1.600 (6,9%) weniger als in 2015. Wird die Zahl der Insolvenzen ins Verhältnis zum Unternehmensbestand gesetzt, ergibt sich für 2016 eine geschätzte Quote der insolventen Unternehmen von nur noch 6,6 je 1.000 Unternehmen.

    Detaillierte Aussagen über den Anteil der Unternehmensinsolvenzen im Mittelstand sind nicht möglich. Die amtliche Statistik weist zwar Unternehmensinsolvenzen nach Beschäftigtengrößenklassen aus, allerdings entsprechen die gewählten Größenklassen nicht den Schwellenwerten der KMU-Definitionen. Gleichwohl zeigt die Insolvenzstatistik, dass im Jahr 2016 lediglich 0,7% aller Insolvenzanträge von Unternehmen mit über 100 Beschäftigten gestellt wurden. Folglich entfällt das Gros der Unternehmensinsolvenzen auf kleine und mittlere Unternehmen. Nach Angaben vom Verband der Vereine Creditreform e.V. stammen nur 60 Insolvenzanmeldungen von Unternehmen mit über 50 Mio. € Jahresumsatz.

    Sanierungen: Insolvenzplan und Eigenverwaltung

    Unternehmen mit eröffnetem Insolvenzverfahren können seit 1999 zur Sanierung ihrer Unternehmen die beiden Fortführungsinstrumente "Insolvenzplan" oder "Eigenverwaltung" und seit dem Jahr 2012 auch das sogenannte Schutzschirmverfahren nutzen. Die Inanspruchnahme dieser Instrumente war bis dato sehr gering: Insolvenzplan- bzw. Eigenverwaltungsverfahren fanden im Zeitraum 1999 bis 2011 lediglich in 1 bis 2% aller Insolvenzverfahren Anwendung. Seit der Insolvenzrechtsreform von 2012 ist die Zahl der Eigenverwaltungen deutlich gestiegen, speziell bei Personen- und Kapitalgesellschaften.

    Insolvenzen - Weitere Informationen

    Tabellen zu Unternehmensinsolvenzen

    Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht Ihnen als pdf-Datei zur Verfügung.

    Merkmal Differenzierung
    Insolvenzen D BL WZ RF ALT GrKl WZ/GrKl Besch/WZ
    Quote der insolventen Unternehmen D BL WZ
    Insolvenzplan D BL
    Eigenverwaltung D RF

    D = Deutschland; BL = Bundesländer; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; ALT = Alter der Unternehmen; GrKl = Größenklasse; Besch = Beschäftigte

    Aktualisierung

    Daten zum Insolvenzgeschehen (darunter Eigenverwaltungen) für 2016 voraussichtlich im April 2018; Daten zu Insolvenzplanverfahren beruhen auf nichtamtlichen Quellen und erscheinen nur unregelmäßig.

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    Zur IfM-Hintergrundinformation zum eigenverwalteten Insolvenzverfahren als Sanierungsweg

    Insolvenzen - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    Die Nutzung insolvenzrechtlicher Sanierungswege durch kleine und mittlere Unternehmen - das Beispiel der Eigenverwaltung

    Kranzusch, P.; Icks, A. (2018): Die Nutzung insolvenzrechtlicher Sanierungswege durch kleine und mittlere Unternehmen - das Beispiel der Eigenverwaltung, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 19, Bonn.

    Insolvenzen - Anprechpartner

    Ansprechpartner