Gründungen und Unternehmensschließungen

Das IfM Bonn erstellt basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamtes regelmäßig Statistiken zu den gewerbeanzeigepflichtigen Gründungen und Liquidationen (Aufgaben) sowie zu den Insolvenzen. Daneben ermittelt das IfM Bonn auf der Basis der Steueranmeldungen der Gründer und Gründerinnen bei den Finanzämtern die Anzahl der Gründungen in den Freien Berufen sowie unter Land- und Forstwirten.

Beginnend mit Berichtsjahr 2012 wurden die einzelnen Gründungsstatistiken (Gewerbe, Freie Berufe, Land- und Forstwirtschaft) zu einer übergreifenden Gesamtstatistik Existenzgründungen insgesamt zusammengeführt. Damit wird die Anzahl aller Gründungen in Deutschland im Vollerwerb näherungsweise ausgewiesen.

Außerdem veröffentlicht das IfM Bonn jeweils im Herbst das NUI-Regionenranking. Dieses zeigt auf, wie viele Gewerbe im vorigen Jahr regional pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter angemeldet wurden (Neue Unternehmerische Initiative - NUI).

Eine Differenzierung zwischen einem Start-up und einer Gründung ist nach Ansicht des IfM Bonn nur zielführend, wenn ein Start-up als innovative und schnell wachsende Neugründung - und zwar ohne Einschränkung auf einen Sektor - verstanden wird.

  • Existenzgründungen insgesamt

    Die Gesamtstatistik des IfM Bonn zu den Existenzgründungen umfasst alle steuerrechtlich getrennt behandelten selbstständigen Tätigkeiten von Personen. Neben gewerblichen Tätigkeiten gehören dazu die nichtgewerblichen Bereiche Freie Berufe, Land-/Forstwirte und weitere sog. sonstige selbstständige Tätigkeiten. Ausgewiesen wird die Anzahl der Personen, die im jeweiligen Kalenderjahr eine selbstständige Tätigkeit im Vollerwerb neu aufgenommen hat.

    Ergebnisse für das Jahr 2018

    Im Jahr 2018 waren in Deutschland insgesamt 367.000 Existenzgründungen zu verzeichnen. Dies waren rund 14.000 weniger als im Vorjahr (-3,6 %). Zu berücksichtigen ist dabei, dass das Gründungsgeschehen im freiberuflichen Bereich in 2017 (aufgrund von Umstellungen bei den Finanzverwaltungen z.B. in Bayern und Nordrhein-Westfalen) überzeichnet war und damit ein Vergleich mit dem Vorjahr nur begrenzt möglich ist. Erstmals sank die Anzahl der Gründungen in allen drei Tätigkeitfeldern. Abgesehen von der Hauptstadtregion und einzelnen norddeutschen Ländern ist Gründungsgeschehen in allen Bundesländern rückläufig.

    Im Jahr 2018 entfielen rund 270.000 Existenzgründungen auf den gewerblichen Sektor, 90.000 auf die Freien Berufe und 6.700 auf Land- oder Forstwirte. Freiberufliche Gründungen haben einen Anteil von 24,6 % und Land- und Forstwirte von 1,8 % an allen Existenzgründungen. In den letzten Jahren sank der Anteil gewerblicher Gründungen an allen Gründungen stetig, während der Anteil der freiberuflichen Gründungen stieg. Diese Entwicklungstrends stoppten im Jahr 2018.

    Von 10.000 Personen im erwerbsfähigen Alter (18 bis unter 65 Jahre) vollzogen im Jahr 2018 71 Erwerbspersonen in Deutschland eine Existenzgründung. Die Existenzgründungsintensität des Jahres 2018 ist damit im Vergleich zum Vorjahr (73,3) leicht gesunken. Die Existenzgründungsintensität hat sich regional unterschiedlich entwickelt: in 6 Bundesländern stieg sie (geringfügig) und in 10, darunter die großen Flächenländer Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, sank sie. Berlin liegt mit einer Existenzgründungsintensität von 161,0 nach wie vor weit vorne.

    Existenzgründungen insgesamt - weitere Informationen

    Tabellen zu Existenzgründungen insgesamt

    Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht als pdf-Datei zur Verfügung.

    Merkmal Differenzierung
    Existenzgründungen nach Tätigkeitsbereichen D BL
    Existenzgründungsintensität nach Tätigkeitsbereichen D BL

    D = Deutschland; BL = Bundesländer

    Aktualisierung

    Daten für das Jahr 2019 voraussichtlich im April 2020.

    Weitere Informationen

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    Existenzgründungen insgesamt - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    Regionale Analyse des Gründungsgeschehens in Nordrhein-Westfalen – 2015 bis 2017

    Günterberg, B.; Kay, R.; Kranzusch, P. (2018): Regionale Analyse des Gründungsgeschehens in Nordrhein-Westfalen – 2015 bis 2017, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 21, Bonn.

    Existenzgründungen insgesamt - Ansprechpartner

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  • Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen

    Ergebnisse für das 1. Halbjahr 2019

    Die Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen betrug im 1. Halbjahr 2019 knapp 139.400. Sie lag damit um rund 3.000 bzw. 2,1% niedriger als im Vorjahreszeitraum. Dies stellt zwar den neunten Rückgang seit 2011 dar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2018 gegenüber 1. Halbjahr 2017: -5.100 bzw. -3,5%) fiel er jedoch etwas schwächer aus.

    Bei den gewerblichen Liquidationen ist im 1. Halbjahr 2019 ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2018 auf rund 138.700 zu verzeichnen (-5,7%).

    Der gewerbliche Existenzgründungssaldo (Differenz aus Existenzgründungen und Liquidationen) lag im 1. Halbjahr 2019 bei rund 640 (1. Halbjahr 2018: -4.750). Dies ist der erste positive Halbjahressaldo seit dem 2. Halbjahr 2011. Der Positivsaldo resultiert aus der positiven Entwicklung der Betriebsgründungen mit einer größeren wirtschaftlichen Bedeutung (Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen) und dem starken Rückgang der Kleingewerbeaufgaben. Aus der Differenz von rund 46.200 Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen im 1. Halbjahr 2019 (+1,0% gegenüber 1. Halbjahr 2018) und den knapp 35.000 Betriebsaufgaben von Hauptniederlassungen (-3,5%) ergibt sich ein positiver Saldo von rund +11.200. Dieser ist um knapp 1.800 höher als im Vorjahreszeitraum. Jede dritte gewerbliche Existenzgründung (33,2%) war im 1. Halbjahr 2019 eine Betriebsgründung einer Hauptniederlassung. Zum Vergleich: Im 1. Halbjahr 2009 lag deren Anteil noch bei 25,8%. Seither zeigt sich eine steigende Tendenz (1. HJ 2015: 28,7%). 

    Auch der Saldo der Übernahmen und Übergaben durch Erbfolge, Kauf, Pacht ist mit rund +2.800 positiv. Die Anzahl der Übernahmen durch Erbfolge, Kauf, Pacht lag im 1. Halbjahr 2019 bei rund 15.500 (-1,5%) und die der Übergaben bei rund 12.700 (+0,7%).

    Negativ ist der Saldo der "Echten" Kleingewerbegründungen und Kleingewerbeaufgaben in Höhe von rund -13.400. Schon seit 2012 ist zu beobachten, dass es mehr Aufgaben von Kleingewerbe gibt als Gründungen von Kleingewerbe. Seit dem 1. Halbjahr 2016 ist in dieser Hinsicht jedoch eine steigende Tendenz festzustellen.

    Die Anzahl der Nebenerwerbsgründungen war im 1. Halbjahr 2019 mit rund 138.400 um 5,9% deutlich höher als im 1. Halbjahr 2018. Zugleich ist die Zahl der Nebenerwerbsaufgaben mit rund 93.800 nur um 0,6% gestiegen, so dass der Saldo aus Nebenerwerbsgründungen und Nebenerwerbsaufgaben im 1. Halbjahr 2019 mit rund 44.600 um rund 7.100 höher war als im 1. Halbjahr 2018.

     

    Die gewerbliche Existenzgründungsintensität (Anzahl der Existenzgründungen je 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter (18 bis unter 65 Jahren)) lag in Deutschland im 1. Halbjahr 2019 nach vorläufigen Berechnungen bei 27,0. In den Bundesländern gibt es große Unterschiede. Die höchste gewerbliche Existenzgründungsintensität weisen die Stadtstaaten Berlin und Hamburg auf mit 53,5 bzw. 44,6. Bei den Flächenländern liegen Hessen mit 32,9, Schleswig-Holstein mit 29,8 und Nordrhein-Westfalen mit 27,4 vorne.

    Weitere Ergebnisse für Deutschland

       

    • Weniger als die Hälfte (39,6%) der rund 352.200 Gewerbeanmeldungen galt im 1. Halbjahr 2019 als Existenzgründung entsprechend der Definition des IfM Bonn (1. Halbjahr 2015: 42,7%).
    •  

    • Der Anteil der Kleingewerbegründungen an den gewerblichen Existenzgründungen lag im 1. Halbjahr 2019 bei 55,7% (1. Halbjahr 2015: 60,2%).
    •  

    • 72,9% der Existenzgründungen im gewerblichen Bereich erfolgten in Form eines Einzelunternehmens.
    •  

    • Der Anteil der Frauen unter den gewerblichen Existenzgründungen von Einzelunternehmen lag im 1. Halbjahr 2019 bei 28,9% – und ist damit gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 geringfügig um 0,6 Prozentpunkte gestiegen. Bei den gewerblichen Nebenerwerbsgründungen von Einzelunternehmen ist der Frauenanteil mit 41,0% genauso hoch wie im 1. Halbjahr 2018.
    •  

    • 43,6% der gewerblichen Existenzgründungen von Einzelunternehmen wurden im 1. Halbjahr 2019 von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit angemeldet, was dem Niveau vom 1. Halbjahr 2018 entspricht (43,7%). Bei den gewerblichen Nebenerwerbsgründungen von Einzelunternehmen lag der Ausländeranteil bei 13,5% (1. Halbjahr 2018: 13,2%). Zahlenmäßig am stärksten sind die gewerblichen Existenzgründungen von Polen im 1. Halbjahr 2019 gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 zurückgegangen (-840), gefolgt von denen der Rumänen (-630).  Die Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen von Italienern und Bulgaren stieg hingegen leicht (+70 bzw. +10).
    •  

    • Bei den gewerblichen Liquidationen von Einzelunternehmen lag der Ausländeranteil im 1. Halbjahr 2019 bei 34,2% und damit nur um 0,4 Prozentpunkte unter dem Niveau des 1. Halbjahres 2018. Bei den gewerblichen Unternehmensaufgaben hatte das Abmeldeverhalten der Rumänen und der Polen einen stärkeren Einfluss auf die Entwicklung (-960 bzw. -870) als der Rückgang der Liquidationen von Bulgaren und Türken (rund -370 bzw. -280).
    •  

    Schätzung für das Jahr 2019

    Das IfM Bonn geht davon aus, dass sich der zuletzt beobachtete Trend bei den gewerblichen Existenzgründungen und Liquidationen im 2. Halbjahr 2019 fortsetzen wird. Für das gesamte Jahr 2019 wird geschätzt, dass es einen Rückgang der Existenzgründungen auf rund 264.000 und einen Rückgang der Liquidationen auf rund 274.000 geben wird. Dies würde wiederum einen negativen Gründungssaldo zur Folge haben.

    Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen - weitere Informationen

    Tabellen zu gewerblichen Existenzgründungen und Liquidationen bis zum Jahr 2018

    Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht als pdf-Datei zur Verfügung.

    Merkmal Differenzierung
    Aktuelle Kennzahlen zu gewerblichen Gründungen und Liquidationen D NRW                
    Zeitreihen                    
    Existenzgründungen, Liquidationen (Aufgaben) D BL WZ RF STR BL-STR M/F NAT BES-GRKL  
    Nebenerwerbsgründungen und Nebenerwerbsaufgaben D BL WZ       M/F      
    Existenzgründungsintensität D BL                
    Liquidationsquote D BL                


    D = Deutschland; NRW = Nordrhein-Westfalen; BL = Bundesländer; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; STR = Struktur; BL-STR = Bundesländer Struktur; M/F = Geschlecht ; NAT = Staatsangehörigkeit; BES-GRKL = Beschäftigtengrößenklassen

    Aktualisierung

    Endgültige Daten für das Jahr 2019 voraussichtlich im April 2020.

    Weitere Informationen

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    Gründungen und Unternehmensschließungen - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Existenzgründungen von ausländischen Staatsbürgern: Aktualisierung 2018

    Günterberg, B.; Kay, R. (2018): Existenzgründungen von ausländischen Staatsbürgern: Aktualisierung 2018, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 20, Bonn.

    Kay, R.; Günterberg, B. (2015): Existenzgründungen von ausländischen Staatsbürgern, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 15, Bonn.

    Günterberg, B. (2011): Gründungen, Liquidationen, Insolvenzen 2010 in

    Deutschland, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 1, Bonn.

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  • Existenzgründungen in den Freien Berufen

    Ergebnisse für das Jahr 2018

    Im Jahr 2018 sank die Anzahl der freiberuflichen Existenzgründungen - erstmals im betrachteten Zeitraum - auf rund 90.400 oder um -4,5% gegenüber 2017). Unklar ist, inwieweit dieser Rückgang auf Umstellungen bei der Datenermittlung seitens der Finanzverwaltung zurückgeht und inwieweit die anhaltend gute Arbeitsmarktlage nun auch im Bereich der Freien Berufe dämpfend auf die Gründungsaktivitäten wirkt.

    Die meisten Gründungen in Freien Berufen wurden 2018 erneut im Bundesland Nordrhein-Westfalen (21.300) registriert. Das waren zwar weniger als im Vorjahr. 2017 war jedoch durch eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Meldevorgängen gekennzeichnet. Aufgrund von IT-Umstellungen in den Finanzverwaltungen, die in einzelnen Bundesländern (darunter auch Nordrhein-Westfalen) noch nicht abgeschlossen sind, örtlichen Umstrukturierungen (wie in München) und geänderten Zuständigkeiten der Finanzämter (z.B. bei Unternehmen aus Polen) traten im Jahr 2017 Über- und Untererfassungen auf regionaler Ebene auf.

    So geht der Anstieg der Anzahl der Gründungen in Bayern im Jahr 2017 teils auf diese Umstellungen zurück. Der Abschluss der Umstellung der Datenstruktur wird für 2020 erwartet. Bis dahin ist ein Vergleich mit Vorjahresangaben nur eingeschränkt möglich.

    Fast 47.000 Frauen nahmen im Jahr 2018 eine selbstständige Erwerbsarbeit in Freien Berufen auf. Mehr als die Hälfte der freiberuflichen Gründungen entfallen somit auf Frauen. Alleine in Bremen liegt der Frauenanteil unter 50%. Den höchsten Anteil weist Sachsen aus. Der Frauenanteil an den Gründungen in Freien Berufen übersteigt den im Bereich Gewerbe (28,8%) erheblich.

    Weitere Ergebnisse

    Für das Jahr 2014 wurden erstmals Angaben zu Existenzgründungen für die 20 größten Städte Deutschlands und die 96 Raumordnungsregionen, die Wirtschaftsräume abgrenzen, berechnet. Die höchste Gründungsintensität ist in Berlin zu finden gefolgt von Hamburg, Bonn, Köln, München, Düsseldorf, Leipzig, Dresden und Frankfurt a.M.

    Tabellen zu Existenzgründungen in den Freien Berufen

    Existenzgründungen in den Freien Berufen 2014 bis 2018 nach Bundesländern

    Existenzgründungsintensitäten für Freie Berufe 2014 bis 2018 nach Bundesländern

    Existenzgründungen in den Freien Berufen und Gründungsintensitäten 2014 nach Raumordnungsregionen, geordnet nach Bundesländern

    Aktualisierung

    Voraussichtlich im April 2020.

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    Existenzgründungen in den Freien Berufen - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland und seinen Regionen im Jahr 2014

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2015): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland und seinen Regionen im Jahr 2014, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 14, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2013): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland im Jahr 2012, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 10, Bonn.

    Kranzusch, P. (2012): Freiberufliche Gründungen in Deutschland - Auswertung von Daten der Finanzverwaltung für die Jahre 2008 bis 2011, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 3, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O.; Haunschild, L. (2012): Freiberufliche Gründungen in Deutschland - Ergebnisse einer erstmaligen Auswertung von Daten der Finanzverwaltung, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 213, Bonn.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2012): Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland, in: PKM-Journal der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heft 2, S. 22-23.

    Kranzusch, P.; Suprinovič, O. (2011): Die Ergänzung der Gründungsstatistik des IfM Bonn durch freiberufliche Gründungen - Ergebnisse einer Pilotstudie am Beispiel Nordrhein-Westfalen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 211, Bonn.

    Suprinovič, O.; Kranzusch, P.; Haunschild, L. (2011): Einbeziehung freiberuflicher Gründungen in die Gründungsstatistik des IfM Bonn - Analyse möglicher Datenquellen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 210, Bonn.

    Existenzgründungen in den Freien Berufen - Ansprechpartner

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  • NUI-Indikator

    • Regionenranking
    • Interaktive Deutschlandkarte
    • Bundesländer und NRW

    NUI-Regionenranking des IfM Bonn

    Gründungen und Neuansiedlungen verändern die Unternehmenslandschaft in einer Region und sind Ausdruck eines attraktiven Wirtschaftsumfelds, das Unternehmertum und Selbstständigkeit begünstigt. Zur Bestimmung der regionalen Gründungsneigung berechnet das IfM Bonn seit 1998 jährlich das sogenannte NUI (Neue Unternehmerische Initiative) Regionenranking. Als neue unternehmerische Initiative in einer Region werden nicht nur Existenzgründungen (einschließlich Übernahmen), sondern auch Betriebsgründungen von Zweigniederlassungen, Zuzüge von Gewerbebetrieben sowie Aufnahmen einer gewerblichen Nebenerwerbstätigkeit herangezogen. Der NUI-Indikator gibt an, wie viele Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region im entsprechenden Jahr neu angemeldet wurden. Durch die Bildung einer Rangordnung vom höchsten NUI-Indikatorwert zum niedrigsten ergibt sich das NUI-Regionenranking.

    Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2018

    Die Gründungsneigung in Deutschland hat sich im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verringert. Der NUI-Indikator 2018 lag im Durchschnitt der 401 Landkreise, Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands um 0,9 Punkte niedriger als 2017, und zwar bei 123,0.

    In insgesamt 234 Kreisen sanken die NUI-Werte, womit i. d. R. auch eine Verschlechterung im Regionenranking verbunden war. Der Rückgang der NUI-Werte ging in den meisten Kreisen mit rückläufigen Zahlen bei den Gewerbeanmeldungen einher. In gut der Hälfte dieser Fälle wirkte sich zusätzlich der Anstieg bei der erwerbsfähigen Bevölkerung negativ auf die NUI-Werte aus. In insgesamt 167 Kreisen konnte hingegen ein Anstieg des NUI-Indikators festgestellt werden, der regelmäßig auf eine Zunahme der Gewerbeanmeldungen zurückgeführt werden kann.

    Die Spitzengruppe 2018  

    Die kreisfreie Stadt Offenbach (244,7), die zwölf Jahre lang das Ranking anführte, ist nun durch den Landkreis München (267,8), der langjährig zweitplatziert war, abgelöst worden. Auch unter den weiteren Top-Platzierungen gab es einige Veränderungen: So konnte die kreisfreie Stadt Leverkusen in die Top-20 aufrücken. Außerdem sind die kreisfreie Stadt Schwabach sowie der Landkreis Landsberg am Lech in die Spitzengruppe zurückgekehrt. Die Landkreise Ebersberg, Nordfriesland sowie Garmisch-Partenkirchen befinden sich hingegen nicht mehr in der Spitzengruppe.

    Im NUI-Regionenranking 2018 zählen nach wie vor neun Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern (v. a. der Großraum um die Landeshauptstadt München), fünf in Hessen (Großraum um die Stadt Frankfurt a. M. und die Landeshauptstadt Wiesbaden), zwei kreisfreie Städte in Nordrhein-Westfalen (Leverkusen und die Landeshauptstadt Düsseldorf), die Bundeshauptstadt Berlin und je eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz (Zweibrücken) und Baden-Württemberg (Baden-Baden) sowie ein Landkreis in Sachsen (Görlitz) zu den zwanzig Höchstplatzierten. Um Haaresbreite verfehlt hingegen Hamburg den Einzug in die Spitzengruppe.

    Die Spannweite der gemessenen NUI-Werte hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Der Spitzenwert (Landkreis München: 267,8) übertrifft den Schlusslicht-Wert (Kyffhäuserkreis: 62,4) im Jahr 2018 um gut ein Vierfaches.

    NUI 2018

    Gründungsneigung in den Bundesländern

    In 2018 hat die Gründungsneigung in den meisten Bundesländern leicht abgenommen oder sie stagnierte. Einen leichten Anstieg verzeichneten nur Saarland und Brandenburg sowie Thüringen und Rheinland-Pfalz. Dies wirkt sich auch auf das Bundesländerranking aus, indem bspw. Brandenburg einen Rang aufsteigt und somit Platz 11 vor Sachsen einnimmt. Die Vergleichbarkeit der Ranking-Ergebnisse mit dem Vorjahr ist jedoch bedingt durch Untererfassungen im Bundesland Bremen in 2016/2017 stark eingeschränkt.

     

    Die höchsten NUI-Werte weisen die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen auf, gefolgt von Hessen, Schleswig-Holstein und Bayern. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, dessen NUI-Wert nahe am bundesdeutschen Durchschnitt liegt.
    Innerhalb der Bundesländer sind teilweise sehr stark ausgeprägte Unterschiede im regionalen NUI-Indikator zu erkennen: So finden sich bspw. in Bayern neun und in Hessen fünf Kreise in der NUI-Spitzengruppe (vor allem in den Ballungsgebieten der Landeshauptstadt München und dem Rhein-Main-Gebiet). Andere Kreise dieser Bundesländer liegen aber nur im Mittelfeld oder im unteren Drittel des bundesweiten Rankings (Bayern: 49, Hessen: 8), wodurch der landesweite Durchschnitt verringert wird.

    Entwicklung der Gründungsneigung in Nordrhein-Westfalen

    In Nordrhein-Westfalen (NRW) liegt der NUI-Indikator 2018 mit einem Landesdurchschnitt von 125,2 etwas über dem Bundesdurchschnitt von 123,0. Von den 53 nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten erreichten 15 einen höheren NUI-Wert als im Vorjahr. Dabei weist die kreisfreie Stadt Leverkusen (28,3 Punkte) die größte Verbesserung auf, gefolgt von der kreisfreien Stadt Duisburg (8,6 Punkte) und dem Landkreis Heinsberg (6,8 Punkte). Der Anstieg der NUI-Werte in den 15 Kreisen geht auf eine angestiegene Anzahl der Gewerbeanmeldungen zurück, wobei der NUI-Wert meist (Ausnahmen: Städte Leverkusen und Mönchengladbach sowie der Landkreis Herford) zusätzlich durch einen Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung begünstigt wird.

    Im bundesweiten Ranking liegen in 2018 in Nordrhein-Westfalen 18 Kreise im oberen Drittel, 20 Kreise im Mittelfeld und lediglich 15 Kreise unterhalb des Mittelfeldes.

    Gründungsstärkste Region in NRW war 2018 anders als in 2017 die kreisfreie Stadt Leverkusen: Mit einem NUI-Indikatorwert von 187,0 nimmt sie den zehnten Platz im bundesweiten Ranking ein und verweist die Landeshauptstadt Düsseldorf (175,1), die in 2017 noch das NRW Ranking anführte, auf den zweiten Platz. Zu den ersten fünfplatzierten Regionen in NRW zählen zudem die kreisfreie Stadt Mönchengladbach (159,4), der Landkreis Mettmann (155,0) und der Rhein-Erft-Kreis (154,3).

    Die Ruhrgebietskreise kommen im Durchschnitt auf einen NUI-Indikatorwert von 118,9. Zu den drei bestplatzierten Ruhrgebietskreisen zählen die kreisfreien Städte Duisburg (146,3), Essen (142,3) und Herne (127,6). Als einzige Ruhrregionen liegen zudem ihre NUI-Werte über dem Landesdurchschnitt.

    NUI-Indikator - weitere Informationen

    Tabellen zum NUI-Regionenranking

    NUI-Regionenranking 2018

    NUI-Regionenranking 2018 nach amtlichem Gemeindeschlüssel

    NUI-Regionenranking 2018 nach Bundesländern

    Aktualisierung

    Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2019 voraussichtlich im Herbst 2020.

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    NUI - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    NUI Regionenranking 2009  - Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands

    May-Strobl, E. (2011): NUI Regionenranking 2009 - Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 204, Bonn.

    May-Strobl, E. (2009): Regionales Gründungsgeschehen - das Regionenranking auf Basis des NUI-Indikators, in: George, W.; Bonow, M. (Hrsg.): Regionales Zukunftsmanagement Band 3: Regionales Bildungs- und Wissensmanagement, Lengerich, S. 124-136

    May-Strobl, E. (2005): Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands - Positionsbestimmung und Ursachenanalyse auf Basis des regionalstatistischen Datenkatalogs, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2004, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 107 NF, Wiesbaden, S. 61-105.

    NUI-Indikator - Ansprechpartner

    Ansprechpartner

  • Insolvenzen

    Ergebnisse für das Jahr 2017

    Laut Insolvenzstatistik des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2017 in Deutschland 20.093 Unternehmen Insolvenz angemeldet - rund 1.400 (6,6%) weniger als in 2016. Wird die Zahl der Insolvenzen ins Verhältnis zum Unternehmensbestand gesetzt, ergibt sich für 2017 eine Quote der insolventen Unternehmen von nur noch 6,1 je 1.000 Unternehmen.

    Detaillierte Aussagen über den Anteil der Unternehmensinsolvenzen im Mittelstand oder unter den kleinen und mittleren Unternehmen sind nicht möglich. Die amtliche Statistik weist zwar Unternehmensinsolvenzen nach Beschäftigtengrößenklassen aus, allerdings entsprechen die gewählten Größenklassen nicht den Schwellenwerten der KMU-Definitionen. Gleichwohl zeigt die Insolvenzstatistik, dass im Jahr 2017 lediglich für 174 Unternehmen mit über 100 Beschäftigten ein Insolvenzantrag gestellt wurde (<1% aller Insolvenzanträge). Folglich entfällt das Gros der Unternehmensinsolvenzen auf kleine und mittlere Unternehmen. Nach Angaben vom Verband der Vereine Creditreform e.V. stammen nur 80 Insolvenzanmeldungen von Unternehmen mit über 50 Mio. € Jahresumsatz.

    Sanierungen: Seltene Nutzung von Insolvenzplan, Eigenverwaltung und Schutzschirmverfahren

    Unternehmen mit eröffnetem Insolvenzverfahren können seit 1999 zur Sanierung ihrer Unternehmen die beiden Fortführungsinstrumente "Insolvenzplan" oder "Eigenverwaltung" und seit dem Jahr 2012 auch das sogenannte "Schutzschirmverfahren" nutzen. Die Inanspruchnahme dieser Instrumente war bis dato sehr gering: Sie finden lediglich in 1 bis 2% aller Insolvenzverfahren Anwendung. Seit der Insolvenzrechtsreform von 2012 ist die Zahl der Eigenverwaltungen allerdings gestiegen, speziell bei Personen- und Kapitalgesellschaften.

    Insolvenzen - Weitere Informationen

    Tabellen zu Unternehmensinsolvenzen

    Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht Ihnen als pdf-Datei zur Verfügung.

    Merkmal Differenzierung
    Insolvenzen D BL WZ RF ALT GrKl WZ/GrKl Besch/WZ
    Quote der insolventen Unternehmen D BL WZ          
    Eigenverwaltung D     RF        

    D = Deutschland; BL = Bundesländer; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; ALT = Alter der Unternehmen; GrKl = Größenklasse; Besch = Beschäftigte

    Aktualisierung

    Daten zum Insolvenzgeschehen werden nur unregelmäßig aktualisiert.

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    Zur IfM-Hintergrundinformation zum eigenverwalteten Insolvenzverfahren als Sanierungsweg

    Insolvenzen - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    Die Nutzung insolvenzrechtlicher Sanierungswege durch kleine und mittlere Unternehmen - das Beispiel der Eigenverwaltung

    Kranzusch, P.; Icks, A. (2018): Die Nutzung insolvenzrechtlicher Sanierungswege durch kleine und mittlere Unternehmen - das Beispiel der Eigenverwaltung, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 19, Bonn.

    Insolvenzen - Anprechpartner

    Ansprechpartner

  • Überlebensrate von Unternehmen

    Überlebensrate von Unternehmen

    Ein wesentliches Kriterium für die Beurteilung der Qualität von Gründungen ist die Dauer ihres Fortbestehens am Markt. Aussagen zum Fortbestand neu gegründeter Unternehmen über einen fünfjährigen Beobachtungszeitraum liefern die Daten des statistischen Unternehmensregisters. Es werden nur Unternehmen betrachtet, die im Laufe des Jahres mindestens eine oder einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und/oder einen steuerpflichtigen Umsatz von mehr als 17.500 Euro hatten.

    Gründungen 2008 bis 2016

    Von den Unternehmen, die im Jahr 2012 gegründet wurden, waren nach einem Jahr noch 78,0% am Markt aktiv. Diese so definierte Überlebensrate nahm mit jedem weiteren Jahr kontinuierlich ab. Nach 5 Jahren betrug sie noch 39,8%. Die Überlebensraten unterscheiden sich je nach Unternehmensgröße zum Zeitpunkt der Gründung. Von den Unternehmen, die bei ihrer Gründung keine Beschäftigten hatten, existierten nach 5 Jahren noch 35,5%, während von den Unternehmen, die bei der Gründung schon Beschäftigte hatten, nach 5 Jahren noch gut die Hälfte bestand.

    Die höchste Überlebensrate nach 5 Jahren bei Gründung im Jahr 2012 weist der Wirtschaftszweig Gesundheits- und Sozialwesen (58,2%) auf, gefolgt von der Energieversorgung (50,3%). Die niedrigste Überlebensrate haben die Unternehmen des Wirtschaftszweigs Grundstücks- und Wohnungswesen. Hier überlebt nicht einmal jedes vierte Unternehmen die ersten fünf Jahre. Auch im Gastgewerbe und im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung sind die Überlebensraten mit 36,1% und 37,1% niedriger als der Durchschnitt über alle Wirtschaftszweige (39,8%).

    Überlebensrate - Weitere Informationen

    Tabellen zu den Überlebensraten von Unternehmen

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    Merkmal Differenzierung
    Aktuelles Jahr      
    Überlebensrate WZ/BeschGrKl    
    Zeitreihen      
    Überlebensrate BeschGrKl    
    Entwicklung der Überlebensrate WZ/Gr-Insg WZ/Gr-ohBesch WZ/Gr-mitBesch

    WZ = Wirtschaftszweige; BeschGrKl = Beschäftigtengrößenklassen; Gr-Insg = Gründungen ohne und mit Beschäftigten; Gr-ohBesch = Gründungen ohne Beschäftigte; Gr-mitBesch = Gründungen mit Beschäftigten.

    Aktualisierung

    Daten für das Jahr 2018 voraussichtlich im Juni 2020.

    Weitere Informationen

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