Mittelstand im Einzelnen
Die prägenden qualitativen Merkmale des Mittelstands (Geschäftsführung, Eigentumsverhältnisse, wirtschaftliche Unabhängigkeit) lassen sich aus den amtlichen Statistiken nicht ablesen. Aus diesem Grund weist das IfM Bonn nur jährlich aktualisierte quantitative Daten zu den kleinen und mittleren Unternehmen sowie zu den Großunternehmen aus. Grundlage hierfür ist überwiegend die KMU-Definition der EU-Kommission.
Auf den folgenden Seiten finden Sie sowohl für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) insgesamt, als auch für einzelne Teilgruppen und für die Familienunternehmen Angaben zur Anzahl der Unternehmen, deren Beschäftigten und Umsatz für Deutschland. Unternehmen werden dabei als "Rechtliche Einheiten" – in der Langform: Kleinste rechtlich selbstständige Einheiten, die aus handels- und steuerrechtlichen Gründen Bücher führen – definiert.
Beschäftigte
Im deutschen Unternehmenssektor waren im Jahr 2024 rund 40,1 Mio. Personen abhängig beschäftigt. Rund 21,8 Millionen – und damit mehr als die Hälfte der abhängig Beschäftigten in Unternehmen – arbeiten in einem KMU. Die Großunternehmen beschäftigten im gleichen Jahr insgesamt rund 18,3 Mio. abhängig Beschäftigte (Anteil an allen Unternehmen von 45,6 %).
Seit 2014 hat sich an der Verteilung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf die Unternehmensgrößenklassen nur wenig geändert: In 2024 hatten die kleinsten Unternehmen jedoch anteilig weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als noch 2014. Entsprechend ist der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Großunternehmen von 47,0 % (2014) auf 50,9 % (2024) gestiegen.
Auf die Familienunternehmen entfielen im Jahr 2019 rund 56 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
Den KMU kommt in den einzelnen Wirtschaftsbereichen eine unterschiedlich große Bedeutung als Arbeitgeber zu: Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden sich im Gastgewerbe: Fast 8 von 10 Beschäftigten in den Bereiche Kunst, Unterhaltung und Erholung sowie Erbringung sonstiger Dienstleistungen abhängig beschäftigt. Die wenigsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden sich im Bereich Finanz-, Versicherungsdienstleistungen, Energieversorgung und im Verarbeitenden Gewerbe beschäftigt.
Methodische Neuerungen
Bei der Erstellung der IfM-Statistiken werden seit dem Berichtsjahr 2019 einige methodische Anpassungen berücksichtigt, die im Unternehmensregister vorgenommen wurden: So werden nun u.a. neben den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auch die geringfügig Beschäftigten in die Berechnungsgrundlage einbezogen. Diese und andere Neuerungen haben zwangsläufig Auswirkungen auf die KMU-Kennzahlen, wenn auch nur im geringen Maße (siehe Daten-und-Fakten-Heft Nr. 26).
Ab dem Berichtsjahr 2020 werden allerdings Unternehmen, die das Beschäftigtenkriterium nicht erfüllen, nur dann erfasst, wenn sie einen steuerbaren Mindestumsatz von 22.001 € erwirtschaften (zuvor 17.501 €). Dies hat zur Folge, dass einige Zehntausend Unternehmen in den Auswertungen unberücksichtigt bleiben.
Ab dem Berichtsjahr 2024 werden Beschäftigte mit mehr als einem Beschäftigungsverhältnis jeweils pro Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen (Jobkonzept). Zuvor wurde jede Person nur einmal in ihrer Haupttätigkeit berücksichtigt (Personenkonzept).
Tabellen zu den Beschäftigten laut Unternehmensregister
Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht als pdf-Datei zur Verfügung.
KMU = kleine und mittlere Unternehmen; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; GrKl = Größenklassen; BR-STR = Branchenstruktur; RF-STR = Rechtsformstruktur; SVB = Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte; AHB = Abhängig Beschäftigte.
Aktualisierung
Daten für das Jahr 2025 voraussichtlich im Sommer 2027.
Die Aktualisierung der Statistik "Familienunternehmen" erfolgt unregelmäßig.
Weitere Informationen
Aktuelle Veröffentlichung
Ansprechpartner
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Simone Braun
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