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Mittelstand im Einzelnen

Das IfM Bonn weist jährlich aktualisierte Daten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Großunternehmen im Hinblick auf deren Anzahl, Umsätze, Beschäftigte (inkl. Auszubildende in kleinen und mittleren Betrieben), Eigenkapitalquote,  Forschungsaktivitäten (FuE), Innovations- sowie zu ihren Auslandsaktivitäten aus. Daneben stellt das IfM Bonn seit 2016 auch Daten zu den KMU im EU-Vergleich zur Verfügung.

Digitalisierung der KMU im EU-Vergleich

Während der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, welche Chancen sich auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch die digitale Transformation ergeben. Die statistischen Daten, die für 2019 vorliegen, weisen allerdings daraufhin, dass es immer noch erhebliche Unterschiede im Hinblick auf die technologischen und personellen Voraussetzungen für die Umsetzung der Digitalisierung sowohl zwischen den KMU und den Großunternehmen als auch im europäischen Vergleich gibt.

KMUs beschäftigen vergleichsweise wenige IKT-Fachkräfte

Während in den meisten Großunternehmen Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) arbeiten (77%), sind diese in den KMU weiterhin deutlich seltener zu finden:  Lediglich 17% aller KMU geben an, Mitarbeiter in diesem Kompetenzbereich zu beschäftigen. Damit liegen KMU leicht unter dem EU-Durchschnitt von 19%. Allerdings weisen gut vier von zehn mittelgroßen Unternehmen (43%) entsprechendes Knowhow im Personalbestand auf, bei den Kleinunternehmen ist es nur gut jedes achte Unternehmen (12%).

EU-weit ist der Anteil an IKT-Fortbildung überdurchschnittlich

Während EU-weit 23% der KMU Maßnahmen zur Erweiterung bzw. Vertiefung der IKT-Fertigkeiten ihres Personals durchführen, beträgt der Anteil bei den KMU in Deutschland 30%. Insbesondere mehr mittlere Unternehmen (+ 6 Prozentpunkte) erhöhten in 2018 ihr Fortbildungsengagement. Mit einem Anteil von 54% weisen sie – ebenso wie die Großunternehmen (81%) – einen deutlichen Vorsprung gegenüber dem EU-Schnitt innerhalb ihrer Größenklassen (42% bzw. 70%) auf.

Online-Verkäufe nehmen bei allen Unternehmensgrößen ab

Der Anteil an Unternehmen, die mindestens 1% ihres Umsatzes mit Online-Verkäufen erwirtschaftet, ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. So ist der Anteil der KMU um 2 Prozentpunkte zurückgegangen und liegt, seit der ersten Erhebung, erstmals unter dem EU-Durchschnitt.

Nahezu flächendeckende Nutzung von Breitbandzugängen

Trotz eines leichten Rückgangs von einem Prozentpunkt zum Vorjahr, nutzen rund neun von zehn KMU in Deutschland (91%) inzwischen einen Breitbandzugang. Allerdings steigt auch hier der Anteil mit der Größenklasse: Bei den mittleren Unternehmen liegt der Anteil bei 94%, bei den Großunternehmen bei 96%. Insgesamt liegen die mittleren und großen Unternehmen jeweils zwei Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt, während alle KMU zusammengenommen sowie die kleinen Unternehmen innerhalb ihrer Größenklassen im EU-Durchschnitt liegen.

Tabellen zur Digitalisierung der KMU im EU-Vergleich

Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht als pdf-Datei zur Verfügung.

MerkmalDifferenzierung
Nutzung von IKT in UnternehmenWebSWerbPayDSL-BB 
Digitale KompetenzenIKT-Besch 
E-CommerceOnline-EKOnline-VK  
E-BusinessBDCC3D-DrROB

WebS = Website; WerbPay = bezahlte Werbung; DSL-BB = DSL/Breitbandzugang; IKT-Besch = IKT-Beschäftigte; FortbPers = IKT-Fortbildungen für das Personal; Online-EK = Online-Einkäufe; Online-VK = Online-Verkäufe; BD = Big Data; CC = Cloud Computing; 3D = 3D-Druck; ROB = Industrie- oder Serviceroboter

Aktualisierung

Daten für das Jahr 2020 voraussichtlich Anfang 2021.

Weitere Informationen

Zur Datenquelle

Ansprechpartner

Forschungskoordinator Dr. Christian Schröder

Telefon
+49 228 7299743
E-Mail
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