Mittelstand im Einzelnen
Die prägenden qualitativen Merkmale des Mittelstands (Geschäftsführung, Eigentumsverhältnisse, wirtschaftliche Unabhängigkeit) lassen sich aus den amtlichen Statistiken nicht ablesen. Aus diesem Grund weist das IfM Bonn nur jährlich aktualisierte quantitative Daten zu den kleinen und mittleren Unternehmen sowie zu den Großunternehmen aus. Grundlage hierfür ist überwiegend die KMU-Definition der EU-Kommission.
Auf den folgenden Seiten finden Sie sowohl für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) insgesamt, als auch für einzelne Teilgruppen und für die Familienunternehmen Angaben zur Anzahl der Unternehmen, deren Beschäftigten und Umsatz für Deutschland. Unternehmen werden dabei als "Rechtliche Einheiten" – in der Langform: Kleinste rechtlich selbstständige Einheiten, die aus handels- und steuerrechtlichen Gründen Bücher führen – definiert.
Umsätze
Im Jahr 2024 tätigten die Unternehmen in Deutschland Umsätze in Höhe von knapp 9.821 Mrd. Euro. Die KMU erwirtschafteten davon rund 2.804 Mrd. Euro, was einem Anteil von 28,6 % aller steuerbaren Umsätze aus Lieferungen und Leistungen entspricht. Innerhalb der KMU erzielten die mittleren Unternehmen den meisten Umsatz (12,9 % aller Umsätze). Vergleichsweise hoch ist der Umsatzanteil der großen Unternehmen, der mit rund 7,02 Billionen Euro fast drei Viertel aller Umsätze ausmacht. Auf die Familienunternehmen entfielen rund 37 % aller steuerbaren Umsätze im Jahr 2019.
Der von KMU erwirtschaftete Anteil am Umsatz aller Unternehmen variiert erheblich in den einzelnen Wirtschaftsbereichen: Während im Gastgewerbe der Umsatz mehrheitlich von den KMU (83,2 %) erwirtschaftet wird, sind es im Bereich Energieversorgung, lediglich 4,5 %. Diese Unterschiede beruhen teils darauf, dass sich die jeweiligen KMU-Anteile am Unternehmensbestand unterscheiden. Sie belegen aber auch, dass die KMU in den verschiedenen Branchen tatsächlich in unterschiedlichem Maße zu den Umsätzen beitragen.
Methodische Neuerungen
Bei der Erstellung der IfM-Statistiken werden seit dem Berichtsjahr 2019 einige methodische Anpassungen berücksichtigt, die im Unternehmensregister vorgenommen wurden: So werden nun u.a. neben den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auch die geringfügig Beschäftigten in die Berechnungsgrundlage einbezogen. Diese und andere Neuerungen haben zwangsläufig Auswirkungen auf die KMU-Kennzahlen, wenn auch nur im geringen Maße (siehe Daten-und-Fakten-Heft Nr. 26).
Ab dem Berichtsjahr 2020 werden allerdings Unternehmen, die das Beschäftigtenkriterium nicht erfüllen, nur dann erfasst, wenn sie einen steuerbaren Mindestumsatz von 22.001 € erwirtschaften (zuvor 17.501 €). Dies hat zur Folge, dass einige Zehntausend Unternehmen in den Auswertungen unberücksichtigt bleiben.
Ab dem Berichtsjahr 2024 werden Beschäftigte mit mehr als einem Beschäftigungsverhältnis jeweils pro Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen (Jobkonzept). Zuvor wurde jede Person nur einmal in ihrer Haupttätigkeit berücksichtigt (Personenkonzept).
Tabellen zu Umsätzen der Unternehmen laut Unternehmensregister
Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht als pdf-Datei zur Verfügung.
KMU = kleine und mittlere Unternehmen; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; GrKl = Größenklassen, BR-STR = Branchenstruktur; RF-STR = Rechtsformstruktur.
Aktualisierung
Daten für das Jahr 2025 voraussichtlich im Sommer 2027.
Die Aktualisierung der Statistik "Familienunternehmen" erfolgt unregelmäßig.
Weitere Informationen
Aktuelle Veröffentlichung
Ansprechpartner
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Simone Braun
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