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Mittelstand im Einzelnen

Die prägenden qualitativen Merkmale des Mittelstands (Geschäftsführung, Eigentumsverhältnisse, wirtschaftliche Unabhängigkeit) lassen sich aus den amtlichen Statistiken nicht ablesen. Aus diesem Grund kann das IfM Bonn nur jährlich aktualisierte quantitative Daten zu den kleinen und mittleren Unternehmen sowie zu den Großunternehmen ausweisen. Es bezieht sich dabei zumeist auf die KMU-Definition der EU-Kommission.

Umsätze

Für die KMU insgesamt sowie für die Teilgruppen liegen jeweils Angaben zur Anzahl der Unternehmen, deren Beschäftigten und Umsatz für Deutschland vor, ebenso für die Familienunternehmen. Unternehmen werden definiert als Rechtliche Einheiten (kleinste rechtlich selbstständige Einheit, die aus handels- und steuerrechtlichen Gründen Bücher führt).

Methodische Neuerungen ab dem Berichtsjahr 2019

Bei der Erstellung der IfM-Statistiken werden ab dem Berichtsjahr 2019 einige methodische Anpassungen berücksichtigt, die im Unternehmensregister vorgenommen wurden: So werden nun u.a. neben den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auch die geringfügig entlohnt Beschäftigten einbezogen und bilden zusammen die Berechnungsgrundlage. Diese und andere Neuerungen haben zwar zwangsläufig Auswirkungen auf die KMU-Kennzahlen, gleichwohl sind sie jedoch als gering einzustufen (siehe Daten-und-Fakten-Heft Nr. 26).

Im Jahr 2019 tätigten die Unternehmen in Deutschland Umsätze in Höhe von 7.153 Mrd. Euro. Die KMU erwirtschafteten davon 2.353 Mrd. Euro, was einem Anteil von rund einem Drittel aller steuerbaren Umsätze aus Lieferungen und Leistungen entspricht. Innerhalb der KMU erzielten die mittleren Unternehmen den meisten Umsatz (14,3 % aller Umsätze). Vergleichsweise hoch ist der Umsatzanteil der großen Unternehmen, der mit rund 4,8 Billionen Euro rund zwei Drittel aller Umsätze ausmacht.

Auf die Familienunternehmen entfielen rund 41 % aller steuerbaren Umsätze im Jahr 2006 – neuere Daten liegen aktuell nicht vor.

Auch wenn sich im Zeitvergleich keine großen Unterschiede bemerkbar machen, zeigen sich anteilig leichte Veränderungen: mehr Umsatz in Großunternehmen und weniger in den KMU.

Der von KMU erwirtschafte Anteil am Umsatz aller Unternehmen variiert erheblich in den einzelnen Wirtschaftsbereichen. Während der KMU-Anteil im Gastgewerbe 84,2% beträgt, sind es im Bereich Bergbau; Energie-, Wasserversorgung; Abfallentsorgung lediglich 11,4%. Diese Unterschiede beruhen teils darauf, dass sich schon die jeweiligen KMU-Anteile am Unternehmensbestand unterscheiden. Sie sind aber auch Ausdruck dessen, dass die KMU in den verschiedenen Branchen tatsächlich in unterschiedlichem Maße zu den Umsätzen beitragen.

Tabellen zu Umsätzen der Unternehmen laut Unternehmensregister

Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht als pdf-Datei zur Verfügung.

MerkmalDifferenzierung
Zeitreihen   
Entwicklung der UmsätzeKMU WZRF
aktuelles Jahr   
Strukturelle Verteilung der UmsätzeGrKlBR-STRRF-STR

KMU = kleine und mittlere Unternehmen; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform;  GrKl = Größenklassen, BR-STR = Branchenstruktur; RF-STR = Rechtsformstruktur.

Aktualisierung

Daten für das Jahr 2020 voraussichtlich im Sommer 2022.

Die Aktualisierung der Statistik "Familienunternehmen" erfolgt unregelmäßig.

Weitere Informationen

Zur Datenquelle "Unternehmensbestand"

Zur Datenquelle "Familienunternehmen"

Aktuelle Veröffentlichung

Ansprechpartner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Simone Braun

Telefon
+49 228 72997 24
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Profil von Simone Braun

Ansprechpartner für den Bereich "Familienunternehmen"

Projektleiter - Wissenschaftlicher Mitarbeiter Hans-Jürgen Wolter

Telefon
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