Wie könnte ein Unterstützungsmodell für selbstständige Frauen aussehen, um deren schwanger- und mutterschaftsbedingten Einkommensverluste gerecht und bürokratiearm abzufedern und den Fortbestand des Betriebes sicherzustellen? Eine Antwort darauf gaben Ende September Dr. Vinzenz Peters und Christine Schmelting (Westdeutscher Handwerkstag) im Webinar "Mutterschutz und Unternehmertum" der Online Event-Serie "Meister … und jetzt?" des Westdeutschen Handwerkskammertags.
Das Modell beruht demnach auf drei Bausteinen: Dem Basis-Mutterschaftsausgleich, der alle selbständig erwerbstätigen Frauen absichern soll und unbürokratisch einmalig zu Beginn des Mutterschutzes ausbezahlt werden soll. Der zweite Baustein dient dazu, den Basis-Mutterschaftsausgleich auf 100 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens aufzustocken. Mit dem dritten Baustein können werdende selbstständige Mütter anteilige finanzielle Unterstützung für eine selbstorganisierte Ersatzkraft oder für die Deckung der laufenden betrieblichen Fixkosten beantragen. Unter dem Stichwort "FAIRsorgt" wird das Unterstützungsmodell aktuell in der Politik diskutiert.