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Pressemitteilung Weniger Unternehmensinsolvenzen in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und im Saarland

Anstieg der Insolvenzen hat sich gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 halbiert

Im 1. Halbjahr dieses Jahres ist die Anzahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen auf rund 12.800 (+6,7 %) gestiegen. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025, in dem die Anzahl um 12,2 % zugenommen hatte, hat sich die Anstiegsrate jedoch halbiert. Der Anstieg geht im Wesentlichen auf Kleinstunternehmen zurück. Die Anzahl der von Insolvenzen betroffenen Beschäftigten sank infolgedessen um ein Zehntel auf 83.000 Personen und die Summe der ausstehenden Forderungen um ein Drittel auf 18,5 Millionen Euro.

Besonders stark war der Anstieg an insolventen Unternehmen in den Bereichen Energieversorgung, Wasserversorgung/Abwasser- und Abfallentsorgung, Bergbau sowie Erziehung/Unterricht. In den Wirtschaftszweigen "Sonstige personennahe Dienstleistungen", "Verarbeitendes Gewerbe" und "Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen" ging hingegen die Anzahl der insolventen Unternehmen zurück.

Positive Entwicklung in einzelnen Bundesländern

Während in den Bundesländern Bremen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Hessen und Brandenburg die Zuwachsraten gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 im zweistelligen Bereich lagen, sank die Anzahl der Anträge in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und im Saarland.

Insgesamt betrachtet, stellen Insolvenzen weiterhin eine seltene Form der Unternehmensschließung dar. Zum Vergleich: Im 1. Halbjahr 2026 wurden 12.800 Insolvenzanträge gestellt – und 127.000 gewerbliche Unternehmen geschlossen. Zudem können Unternehmen Sonderwege im Insolvenzverfahren zur Sanierung nutzen. Allerdings gehen diese Wege vorrangig größere Unternehmen, speziell Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften.

zur Statistik “Unternehmensinsolvenzen”