Mittelstand im Einzelnen
Die prägenden qualitativen Merkmale des Mittelstands (Geschäftsführung, Eigentumsverhältnisse, wirtschaftliche Unabhängigkeit) lassen sich aus den amtlichen Statistiken nicht ablesen. Aus diesem Grund kann das IfM Bonn nur jährlich aktualisierte quantitative Daten zu den kleinen und mittleren Unternehmen sowie zu den Großunternehmen ausweisen. Es bezieht sich dabei zumeist auf die KMU-Definition der EU-Kommission.
Eigenkapitalquote
Nachdem die durchschnittliche Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen im Jahr 2022 auf 29,0 % – den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren – gesunken ist, hat sie sich im Jahr 2023 mit einem Wert von 30,2 % wieder dem Niveau der Jahre 2020 und 2021 angeglichen. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote der Großunternehmen stieg zwischen 2022 und 2023 von 28,7 auf 30,1 %, während die Eigenkapitalquote der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in den letzten vier Jahren nahezu unverändert bei ca. 30 % im Durchschnitt gelegen hat. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote der KMU von 30,5 % im Jahr 2023 ist gemäß den Daten der Deutschen Bundesbank die höchste seit 1997. Sie hat sich damit seither mehr als verdreifacht. Damals lag die durchschnittliche Eigenkapitalquote der KMU noch bei 8,5 %, die der Großunternehmen bei 27,0 %.
Die durchschnittliche Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen sollte sich weiter stabilisieren. So erwartet die Deutsche Bundesbank auf Grundlage einer vorläufigen Schätzung für das Jahr 2024 eine durchschnittliche Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen von 31,0 %.
Tabelle zu den Eigenkapitalquoten
Aktualisierung
Voraussichtlich Anfang 2027.
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Wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. André Pahnke
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