Direkt zu den Inhalten springen

Gründungen und Unternehmensschließungen

Das IfM Bonn erstellt basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamtes regelmäßig Statistiken zu den gewerbeanzeigepflichtigen Gründungen und Liquidationen (Aufgaben) sowie zu den Insolvenzen. Daneben ermittelt das IfM Bonn auf der Basis der Steueranmeldungen der Gründer und Gründerinnen bei den Finanzämtern die Anzahl der Gründungen in den Freien Berufen sowie unter Land- und Forstwirten.

Eine Differenzierung zwischen einem Start-up und einer Gründung ist nach Ansicht des IfM Bonn nur zielführend, wenn ein Start-up als innovative und schnell wachsende Neugründung - und zwar ohne Einschränkung auf einen Sektor - verstanden wird.

NUI-Indikator

Gründungsneigung in den Bundesländern

In 2018 hat die Gründungsneigung in den meisten Bundesländern leicht abgenommen oder sie stagnierte. Einen leichten Anstieg verzeichneten nur Saarland und Brandenburg sowie Thüringen und Rheinland-Pfalz. Dies wirkt sich auch auf das Bundesländerranking aus, indem bspw. Brandenburg einen Rang aufsteigt und somit Platz 11 vor Sachsen einnimmt. Die Vergleichbarkeit der Ranking-Ergebnisse mit dem Vorjahr ist jedoch bedingt durch Untererfassungen im Bundesland Bremen in 2016/2017 stark eingeschränkt.

Die höchsten NUI-Werte weisen die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen auf, gefolgt von Hessen, Schleswig-Holstein und Bayern. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, dessen NUI-Wert nahe am bundesdeutschen Durchschnitt liegt.
Innerhalb der Bundesländer sind teilweise sehr stark ausgeprägte Unterschiede im regionalen NUI-Indikator zu erkennen: So finden sich bspw. in Bayern neun und in Hessen fünf Kreise in der NUI-Spitzengruppe (vor allem in den Ballungsgebieten der Landeshauptstadt München und dem Rhein-Main-Gebiet). Andere Kreise dieser Bundesländer liegen aber nur im Mittelfeld oder im unteren Drittel des bundesweiten Rankings (Bayern: 49, Hessen: 8), wodurch der landesweite Durchschnitt verringert wird.

Entwicklung der Gründungsneigung in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen (NRW) liegt der NUI-Indikator 2018 mit einem Landesdurchschnitt von 125,2 etwas über dem Bundesdurchschnitt von 123,0. Von den 53 nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten erreichten 15 einen höheren NUI-Wert als im Vorjahr. Dabei weist die kreisfreie Stadt Leverkusen (28,3 Punkte) die größte Verbesserung auf, gefolgt von der kreisfreien Stadt Duisburg (8,6 Punkte) und dem Landkreis Heinsberg (6,8 Punkte). Der Anstieg der NUI-Werte in den 15 Kreisen geht auf eine angestiegene Anzahl der Gewerbeanmeldungen zurück, wobei der NUI-Wert meist (Ausnahmen: Städte Leverkusen und Mönchengladbach sowie der Landkreis Herford) zusätzlich durch einen Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung begünstigt wird.

Im bundesweiten Ranking liegen in 2018 in Nordrhein-Westfalen 18 Kreise im oberen Drittel, 20 Kreise im Mittelfeld und lediglich 15 Kreise unterhalb des Mittelfeldes.

Gründungsstärkste Region in NRW war 2018 anders als in 2017 die kreisfreie Stadt Leverkusen: Mit einem NUI-Indikatorwert von 187,0 nimmt sie den zehnten Platz im bundesweiten Ranking ein und verweist die Landeshauptstadt Düsseldorf (175,1), die in 2017 noch das NRW Ranking anführte, auf den zweiten Platz. Zu den ersten fünfplatzierten Regionen in NRW zählen zudem die kreisfreie Stadt Mönchengladbach (159,4), der Landkreis Mettmann (155,0) und der Rhein-Erft-Kreis (154,3).

Die Ruhrgebietskreise kommen im Durchschnitt auf einen NUI-Indikatorwert von 118,9. Zu den drei bestplatzierten Ruhrgebietskreisen zählen die kreisfreien Städte Duisburg (146,3), Essen (142,3) und Herne (127,6). Als einzige Ruhrregionen liegen zudem ihre NUI-Werte über dem Landesdurchschnitt.

Tabellen zum NUI-Regionenranking

NUI-Regionenranking 2018

NUI-Regionenranking 2018 nach amtlichem Gemeindeschlüssel

NUI-Regionenranking 2018 nach Bundesländern

Aktualisierung

Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2019 voraussichtlich im Herbst 2020.

Weitere Informationen

Zur Datenquelle

Veröffentlichungen

Ansprechpartner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Olga Suprinovič

Telefon
+49 228 7299758
E-Mail
Kontakt aufnehmen
Profil von Olga Suprinovič