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Gründungen und Unternehmensschließungen

Das IfM Bonn erstellt basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamtes regelmäßig Statistiken zu den gewerbeanzeigepflichtigen Gründungen und Liquidationen (Aufgaben) sowie zu den Insolvenzen. Daneben ermittelt das IfM Bonn auf der Basis der Steueranmeldungen der Gründer und Gründerinnen bei den Finanzämtern die Anzahl der Gründungen in den Freien Berufen sowie unter Land- und Forstwirten.

Eine Differenzierung zwischen einem Start-up und einer Gründung ist nach Ansicht des IfM Bonn nur zielführend, wenn ein Start-up als innovative und schnell wachsende Neugründung - und zwar ohne Einschränkung auf einen Sektor - verstanden wird.

NUI-Indikator

Gründungsneigung in den Bundesländern

In 2019 hat die Gründungsneigung in den meisten Bundesländern geringfügig zugenommen. Einen Rückgang verzeichneten nur Bremen, Berlin und Rheinland-Pfalz. Dies wirkt sich auch auf das Bundesländerranking aus, indem bspw. Bremen von Platz 3 auf  Platz 7 und Rheinland-Pfalz von Platz 7 auf Platz 9 absteigen. Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Saarland können sich hingegen leicht verbessern.

Die höchsten NUI-Werte weisen die Stadtstaaten Berlin und Hamburg auf, gefolgt von Schleswig-Holstein, Hessen und Bayern. Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen und Bremen, dessen NUI-Wert noch knapp über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt.

Innerhalb der Bundesländer sind teilweise stark ausgeprägte Unterschiede im regionalen NUI-Indikator zu erkennen: So finden sich bspw. in Bayern acht und in Hessen sechs Kreise in der NUI-Spitzengruppe (vor allem in den Ballungsgebieten der Landeshauptstadt München und dem Rhein-Main-Gebiet). Andere Kreise dieser Bundesländer liegen aber nur im Mittelfeld oder im unteren Drittel des bundesweiten Rankings (Bayern: 46, Hessen: 9), wodurch der landesweite Durchschnitt verringert wird.

Entwicklung der Gründungsneigung in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen (NRW) liegt der NUI-Indikator 2019 mit einem Landesdurchschnitt von 127,5 etwas über dem Bundesdurchschnitt von 124,6. Von den 53 nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten erreichten 36 einen höheren NUI-Wert als im Vorjahr. Dabei weist die kreisfreie Stadt Leverkusen (17,3 Punkte) die größte Verbesserung auf, gefolgt von der kreisfreien Stadt Remscheid (11,0 Punkte), der kreisfreien Stadt Wuppertal (11,0 Punkte) und dem Landkreis Siegen-Wittgenstein (10,1 Punkte). Der Anstieg der NUI-Werte in den 36 Kreisen geht auf eine angestiegene Anzahl der Gewerbeanmeldungen zurück, wobei der NUI-Wert häufig zusätzlich durch einen Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung begünstigt wird.

Im bundesweiten Ranking liegen in 2019 in Nordrhein-Westfalen 19 Kreise im oberen Drittel, 18 Kreise im Mittelfeld und 16 Kreise unterhalb des Mittelfeldes.

Gründungsstärkste Region in NRW war 2019 erneut die kreisfreie Stadt Leverkusen: Mit einem NUI-Indikatorwert von 204,3 nimmt sie den vierten Platz im bundesweiten Ranking ein. Die Landeshauptstadt Düsseldorf (169,0) folgt an Platz zwei. Zu den ersten fünfplatzierten Regionen in NRW zählen zudem die Landkreise Mettmann (156,2), Herford (154,5) und Viersen (153,6).

Die Ruhrgebietskreise kommen im Durchschnitt auf einen NUI-Indikatorwert von 117,9. Zu den drei bestplatzierten Ruhrgebietskreisen zählen die kreisfreien Städte Essen (142,2), Duisburg (132,7) und Herne (129,1). Als einzige Ruhrregionen weisen sie zudem NUI-Werte über dem Landesdurchschnitt auf.

Tabellen zum NUI-Regionenranking

NUI-Regionenranking 2019

NUI-Regionenranking 2019 nach amtlichem Gemeindeschlüssel

NUI-Regionenranking 2019 nach Bundesländern

Aktualisierung

Ergebnisse des NUI-Regionenrankings 2020 voraussichtlich im Herbst 2021.

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Wissenschaftliche Mitarbeiterin Olga Suprinovič

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